Heidelberg – Neue Hebelstraßenbrücke nimmt Gestalt an: Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck informiert sich bei Sommertour über finale Phase der Bauarbeiten

        Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck (3. von links) machte sich ein Bild von den Bauarbeiten der neuen Hebelstraßenbrücke. Foto: Stadt Heidelberg

        Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Die Bauarbeiten an der Hebelstraßenbrücke gehen in den Endspurt. Der Verkehr soll ab März 2021 wieder über die wichtige Verbindungsachse rollen. Derzeit laufen die letzten Arbeiten an der Brücke selbst. Das Geländer und der Berührschutz für Bahn-Oberleitungen werden angebracht. Im Juli 2019 wurde die baufällige Brücke, die über die Bahngleise führt, abgerissen. Seitdem arbeiten die Stadt Heidelberg und beteiligte Baufirmen mit Hochdruck an dem Neubau. Erster Bürgermeister und Baudezernent Jürgen Odszuck besuchte am Donnerstag, 3. September 2020, die Baustelle und machte sich ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten.

        „Brücken sind die Königsdisziplin der Ingenieurbauwerke. Umso mehr sind wir stolz, dass wir den Neubau der Hebelstraßenbrücke bisher reibungslos und im Zeitplan entwickeln konnten. Dabei konnten wir weiteres Know-how gewinnen, das wir künftig benötigen. Die neue Hebelstraßenbrücke bildet den Startpunkt einer ganzen Reihe von Bauarbeiten an unseren Brücken“, sagte Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck. Denn: Viele Heidelberger Brücken erreichen mittelfristig die maximale Lebensdauer von 70 Jahren und müssen saniert oder erneuert werden. In den nächsten 40 Jahren bedeutet das einen erheblichen finanziellen Aufwand. Ziel ist daher, durch rechtzeitige Sanierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen die maximale Lebensdauer einer Brücke zu erreichen und ein Maximum an Fördermitteln zu erhalten.

        Konstruktion aus Stahl sichert hohe Nutzungsdauer

        Beim Neubau der Hebelstraßenbrücke wurden sowohl der Mittelpfeiler als auch die Widerlager an beiden Brückenseiten neu gefertigt. Diese bilden den Unterbau, auf den im Anschluss die neue Brückenplatte gelegt wurde. Diese besteht aus Stahlbeton mit darunterliegenden luftdicht verschweißten Hohlkästen aus Stahl. Die Stahl-Verbund-Konstruktion wurde gewählt, da sie die Brücke langlebiger und damit sicherer macht. Die Stadt kalkuliert hier mit einer Nutzungsdauer von etwa 100 Jahren. Die Stahl-Konstruktion schließt eine Betonplatte ab, die den späteren Untergrund für die Fahrbahn bildet. Das Bauwerk ist unterhaltungsfreundlich geplant: Alle tragenden Teile sind frei zugänglich und mit Steighilfen zu erreichen.

        Zwei neue Radfahrstreifen mit je zwei Metern Breite werden gebaut

        Die neue Brücke wird circa drei Meter länger und einen Meter breiter als die alte sein und hat damit eine Gesamtlänge von 50 Metern sowie 18 Meter Nutzbreite zwischen den Geländern. Künftig führen zwei Fahrspuren in Richtung Westen und eine in Richtung Osten. Daneben entstehen zwei Radfahrstreifen auf Fahrbahnniveau mit je zwei Metern Breite sowie komfortable Gehwege mit 2,50 Metern Breite. Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt durch die Stadt Heidelberg als Straßenbaulastträger unter Kostenbeteiligung der Deutschen Bahn. Die Maßnahmengenehmigung für das Projekt liegt bei 12,1 Millionen Euro. Die voraussichtliche Kostenbeteiligung der Deutschen Bahn nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz beträgt derzeit rund 4 Millionen Euro. Weiterhin sind Zuschüsse in Höhe von 2,4 Millionen Euro nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz beantragt.

        Während der Bauzeit wird der Verkehr über die Montpellierbrücke umgeleitet. Als weitere Querungen der Bahnanlagen stehen die Bürgerstraßenbrücke sowie die Geh- und Radwegbrücke im Zuge der Liebermannstraße (Verbindung in Richtung Bahnstadt) zur Verfügung. Damit ist der Schulcampus Mitte für die Schülerinnen und Schüler zu Fuß und mit dem Rad weiterhin gut erreichbar. Die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH bietet zudem seit Ende April 2019 an Schultagen morgens eine Verstärkerfahrt von Kirchheim zum Schulcampus Mitte an.

        Hintergrund

        Die 1952 errichtete Hebelstraßenbrücke ist eine von insgesamt elf Brücken, deren Baulast im Zuge der Privatisierung der Bahn im Jahr 1994 von der Deutschen Bahn auf die Stadt Heidelberg überging. Die meisten dieser Brücken befanden sich bereits damals in einem schlechten Zustand, so auch die Hebelstraßenbrücke. 2010 musste die zulässige Fahrzeuglast auf 30 Tonnen beschränkt und die Fahrbahn von vier auf zwei Fahrstreifen verringert werden. Im Frühjahr 2016 wurde die Fahrzeuglast auf zwölf Tonnen reduziert, im Dezember 2017 auf 3,5 Tonnen. Anfang 2019 wurde die Brücke für den Autoverkehr komplett gesperrt.

        Mittelfristig sind weitere Arbeiten an Heidelberger Brücken geplant: die Sanierung der Montpellierbrücke sowie der Neubau der Ziegelhäuser Brücke sollen folgen. Zu welchem Zeitpunkt steht aufgrund der aktuellen städtischen Haushaltslage bisher noch nicht fest.

        www.heidelberg.de/baustellentour

        Informationen über die aktuellen Baustellen im Stadtgebiet finden Sie im Internet unter www.heidelberg.de/baustellen.

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