Ludwigshafen – Saisonstart mit Modern Times!


        Ludwugshafen / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Vom 4. bis 12. September 2020 präsentiert die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz zum Auftakt der Saison 20–21 das Festival „Modern Times“. Mit insgesamt vier Konzerten in Ludwigshafen und Mannheim steht die Musik des beginnenden 20. Jahrhunderts, der Gründungszeit des Orchesters, im Zentrum. Die Bandbreite reicht von Filmmusik über Schlager bis hin zu Sinfonik im kleinen Format.

        Nachdem die Staatsphilharmonie ihre Jubiläumssaison mit 150 coronakonformen Live-Konzerten beschließen konnte, steht auch der Beginn der neuen Spielzeit im Zeichen der Pandemie. Trotz der damit verbundenen Vorsichtsmaßnahmen können die Konzerte „Moderns Times 1–3“ wie geplant stattfinden. Lediglich das Programm des Abschlusskonzerts „Modern Times 4“ musste aufgrund der Abstandsregelungen auf der Bühne angepasst werden. Chefdirigent Michael Francis wird das Orchester beim dritten und vierten Festivalkonzert leiten. Um die Abstandsregelungen auch im Publikumsbereich zu gewährleisten, ist die Platzkapazität stark reduziert. Je nach Spielstätte finden zwischen 135 und 500 Menschen Platz. Dafür gibt es für die ersten beiden Festivalkonzerte zwei Durchgänge, um möglichst viele Besucher*innen begrüßen zu können. Die flexible Bestuhlung im Pfalzbau, der Friedenskirche, dem Capitol und dem Rosengarten gewährleisten einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen allen Doppelplätzen bzw. zwischen den Reihen. Der Vorverkauf läuft bereits seit dem 05. August über die angestammten Vertriebswege. Neben dem Ticketerwerb ist das Ausfüllen eines Kontaktformulars obligatorisch, um etwaige Infektionsketten nachzuverfolgen. Ein detaillierter Leitfaden mit allen Hygiene- und Sicherheitshinweisen ist auf der Webseite www.staatsphilharmonie.de zu finden.

        Intendant Beat Fehlmann zur inhaltlichen Ausrichtung der achten Festival-Ausgabe: „Die sogenannten ‚Goldenen Zwanziger‘ waren eine Zeit der Extreme und brachten massive gesellschaftliche Umwälzungen. Ein Vergleich mit der Gegenwart liegt erstaunlich nahe und führt uns noch einmal deutlich vor Augen, warum ‚Modern Times‘ mit dem Schwerpunkt auf die Musik des beginnenden 20. Jahrhunderts so wichtig für das Orchester ist. Schließlich wurde die Staatsphilharmonie 1919, unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg, gegründet.“ Weiterhin weist Fehlmann auf den Facettenreichtum der Programme hin: „Wir eröffnen das Festival mit Charlie Chaplins Stummfilmklassiker ‚Goldrausch‘ im Pfalzbau. Die Verbindung aus Witz und Scharfsinn löst bis heute eine unangefochtene Faszination aus. Frechen Humor prägen auch die Schlager und Chansons, die unser Schellack Orchester im Capitol performt. Das dritte Festivalkonzert in der Friedenskirche steuert mit der Kammerfassung von Gustav Mahlers ‚Das Lied von der Erde‘ eine ganz andere Welt an. Obwohl die Sinfonie gewissermaßen im Taschenformat erklingt, bahnen sich Dramatik und ein verschwenderischer Klangreichtum ungebremst den Weg. Beim Abschlusskonzert im Rosengarten wird erstmals wieder das ganze Orchester auf der Bühne sein können. Das geht mit ‚Trick 17‘, wie wir den Abend betiteln. Für Strawinskys Konzert für Klavier und Bläser ist die erste Hälfte des Orchesters im Einsatz und bei Bartóks Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta die zweite.“

        Hier die Übersicht:

        Modern Times 1 „Goldrausch“
        Fr, 04. September 2020, 18.00 und 20.30 Uhr
        Ludwigshafen, Konzertsaal Pfalzbau

        Adrian Prabava, Dirigent
        Charlie Chaplin, The Gold Rush (Goldrausch). Musik zum Stummfilm (Kleine Fassung)

        In der Hoffnung, auf dem Goldfeld einen spektakulären Fund zu machen, verließen tausende Arbeitende im 19. Jahrhundert ihre Heimat. Viele verloren ihr Leben, wurden verschüttet oder kehrten um. Nur die Tapfersten gewannen den Kampf ums Überleben – reich wurde unterdessen kaum jemand. Chaplins tollpatschiger Tramp wirkt in dieser Kulisse vollkommen deplatziert und mutiert unweigerlich zur personifizierten Kritik an einer materialistisch geprägten Gesellschaft. Die zarte Liebesgeschichte, die sich zwischen Tramp und der Bardame Georgine entwickelt, mündet in ein rührendes Happy End, das die Kraft der Liebe über den Wert des Geldes stellt. Goldschatz ist eben nicht gleich Goldschatz.

        Modern Times 2 „Immer, wenn ich glücklich bin“
        So, 06. September 2020, 17.00 und 19.30 Uhr
        Mannheim, Capitol

        Schellack-Orchester, Schlager und Chansons

        Die Schlager und Songs der „Roaring Twenties“ waren ein Ausbruch aus dem engstirnigen Nationalismus und brachten die frische Luft von Jazz und Swing nach Europa. Theater, Revue und Kabarett blühten auf. Bis 1933. Dann stempelten die Nazis die meisten Künstler als Juden ab und vertrieben oder ermordeten sie. Aber auch die in Deutschland gebliebenen Schlagerkomponisten kämpften mit der Dumpfheit der Nazis und reizten die Grenzen aus, bis zu denen sie Jazz und Swing treu bleiben konnten. Auch ihr Publikum verlangte danach und musikalisches Talent lässt sich ungern an die Leine legen.

        Modern Times 3 „Abschied“
        Mi, 09. September 2020, 19.30 Uhr
        Ludwigshafen, Friedenskirche

        Michael Francis, Chefdirigent
        Marlene Lichtenberg, Alt
        Rolf Romei, Tenor
        Gustav Mahler, Das Lied von der Erde (bearb. für Kammerorchester von Schönberg/Riehn)

        Anlass für diese Kammerfassung großer Sinfonik war auch eine Pandemie: die Pandemie der menschlichen Dummheit. Die Wiener Wutbürger machten so laut Skandal bei der Aufführung moderner Musik und die Kritiker schrieben so ignorante Artikel, dass Arnold Schönberg den Verein für musikalische Privataufführungen gründete. Zu dessen Konzerten hatte man nur als Mitglied Zutritt und Kritiker waren ausgeschlossen. Nun konnte man sich endlich auf die Musik konzentrieren. Da der Verein kein Geld hatte, mussten größere Werke wie „Das Lied von der Erde“ für Kammerensemble arrangieren. Da Schönberg diese Arbeit selbst erledigte, geht dem Publikum dabei wirklich nichts verloren, man hört die Musik lediglich aus anderer Perspektive.

        Modern Times 4 „Trick 17“
        Sa, 12. September 2020, 19.30 Uhr
        Mannheim, Mozartsaal Rosengarten

        Michael Francis Dirigent
        Joseph Moog Klavier

        Igor Strawinsky, Konzert für Klavier und Blasinstrumente
        Béla Bartók, Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta

        Ein volles Orchester zu Corona-Zeiten – ausgeschlossen! Da hilft Trick 17: In der ersten Konzerthälfte kommen nur die Bläser aufs Podium, in der zweiten nur die Streicher. So haben sie dann doch alle gespielt, nur eben nicht gleichzeitig. Und da Klavier und Harfe ja ebenfalls Saiteninstrumente sind, dürfen sie auch mitspielen. Dabei ist das gar kein fauler Kompromiss, sondern es kommen einmal Werke zu Gehör, die sonst selten aufgeführt werden.

        Ticketinformationen für Modern Times
        Einzelkarten für Modern Times 1 – 4

        Modern Times 1
        Kategorie I: 28 € Kategorie II: 21 € Kategorie III: 10 €
        Modern Times 2
        23 €, freie Platzwahl
        Modern Times 3
        Kategorie I: 23 €
        Modern Times 4
        Kategorie I: 35 € Kategorie II: 29 € Kategorie III: 24 € Kategorie IV: 19 Kategorie V: 10 €

        Ermäßigungen
        5 € Ticket: Besucher bis einschließlich 16 Jahre erhalten Einzelkarten zu 5 €.
        U27-Ticket: Besucher von 17–26 Jahren erhalten Einzelkarten zu 7 €.
        10% Rabatt auf Einzelkarten für
        _Mitglieder des Freundeskreises der Staatsphilharmonie
        _Inhaber der Rheinpfalz-Card
        _Inhaber der Morgencard
        _Inhaber der Ehrenamtskarte
        Ermäßigungen sind nicht miteinander kombinierbar.

        50% Rabatt für Menschen mit Behinderung
        Menschen mit Schwerbehinderung (ab GdB ab 70) erhalten 50 % Ermäßigung auf Einzelkarten im Vorverkauf und an der Abendkasse. Begleitpersonen (Merkzeichen B im Ausweis) haben freien Eintritt.

        Vorverkauf
        online, www.staatsphilharmonie.de,
        per Mail, karten@staatsphilharmonie.de
        telefonisch 0621/ 336 73 33

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