Mannheim – IG Metall Mannheim fordert Erhalt von Ausbildungs- und Studienplätzen

        Mannheim/Metropolregion Rhein-Neckar.

        IG Metall Mannheim sieht Entwicklung der Ausbildungs- und Studienanfängerzahlen 2020 in Mannheim und der Metropolregion mit Sorge
        10 – 15 % weniger Ausbildungs- und Studienplätze in den von der IG Metall Mannheim betreuten Branchen und Betrieben
        Fachkräftemangel bei Wiederanlauf der Konjunktur vermeiden – Jetzt in die Fachkräfte von morgen investieren

        Angesichts der aktuellen Zahl von neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen fordert die IG Metall Mannheim eine Offensive für Ausbildung und Studium. Zuletzt hatte die IHK Rhein-Neckar deutlich geringere Ausbildungszahlen im Vergleich zum Vorjahresmonat bekannt gegeben. 16,6 % weniger Ausbildungsverträge seien eingegangen. Zwar sei bis Jahresende noch eine deutliche Steigerung zu erwarten. Die IG Metall Mannheim sieht die Entwicklung insgesamt allerdings mit großer Sorge.

        „Der Trend ist in diesem Sommer leider negativ: Viele Unternehmen planen deutlich weniger oder gar keine neuen Auszubildenden oder dual Studierenden einzustellen. Auch aus den Branchen, die wir betreuen, haben wir entsprechende Rückmeldungen“, bemerkt Thomas Hahl, 1. Bevollmächtigter und Geschäftsführer der IG Metall Mannheim, zur aktuellen Entwicklung.

        „Dies Entwicklung ist eine schwere Hypothek für die Zukunft. Denn wenn sich Wirtschaft und Unternehmen wieder von der Corona-Krise erholen, und dies ist in Ansätzen bereits erkennbar, fehlen in Mannheim und unserer Region die Fachkräfte. Viele Unternehmen werden Schwierigkeiten bekommen, Aufträge abzuarbeiten und beim Wiederanlauf der Konjunktur mitzuhalten. Dies ist zumindest mittelfristig auch eine Gefährdung des Standortes Deutschland.“

        Die IG Metall Mannheim fordert deshalb, alle Anstrengungen zu unternehmen, die Zahl der Ausbildungs- und Studienplätze in den Unternehmen zu erhalten. Gegebenenfalls könne die neue Ausbildungsprämie eine gute Überbrückungshilfe und Unterstützung darstellen.

        „Stell dir vor, die Konjunktur läuft an, und keiner ist da: Wenn ich heute Azubis einstelle, dann habe ich spätestens in 4 bis 5 Jahren die Fachkräfte, die ich brauche,“ erklärt Michael Glenc, Jugendsekretär der IG Metall Mannheim sowie für Ausbildung und berufliche Bildung zuständig. „Stand heute haben wir aber schon aus fünf Betrieben, die bisher jedes Jahr ausgebildet hatten, die Rückmeldung, dass sie in diesem Jahr keine neuen Auszubildenden oder dual Studierenden einstellen, und diese Zahl wird erwartungsgemäß noch größer. Bis zum Herbst erreicht uns zwar sicherlich noch die ein oder andere positive Rückmeldung. Aber wir müssen schon jetzt verzeichnen, dass in den von uns betreuten Betrieben in diesem Jahr insgesamt etwa 10 – 15 % weniger Azubis und Dual Studierende anfangen.“

        „Deshalb fordern wir mit Nachdruck den Erhalt der Ausbildungs- und Studienplätze in den Betrieben Mannheims und der Region, um Kompetenz und Knowhow hier zu bewahren“, fordert Glenc. „Es geht jetzt darum, über den Tag hinaus Zukunft zu gestalten. Nur mit dem Kostenargument zu kommen, reicht nicht. Jede Investition in die Zukunft junger Menschen und damit die Zukunft der Betriebe zahlt sich doppelt und dreifach aus. Wer dagegen meint, mit Leiharbeit und Werkverträgen die fehlenden Lücken in Zukunft schließen zu können, wird bei uns auf Granit stoßen. Die IG Metall berät und unterstützt Ausbildungssuchende und Betriebe gerne bei allen Fragen rund um den Einstieg in die Ausbildung.“
        Quelle IG Metall Mannheim

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