Mannheim – Überbrückungshilfe IHK-Präsident Schnabel: „Das Raster ist zu eng“


        Mannheim / Metropolregion Rhein-Neckar.
        Mit der „Überbrückungshilfe“ stellt die Bundesregierung ein weiteres Instrument zur Bewältigung der Pandemie-bedingten Krise bereit. Ein richtiger Schritt, aber es fehlt noch an einem lückenlosen Fördersystem, sagt Manfred Schnabel, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar.
        Ab heute startet der Antragsprozess für die „Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen“. IHK-Präsident Manfred Schnabel begrüßt die Überbrückungshilfe als „wichtigen Baustein“, um Unternehmen in der Krise zu stabilisieren. „Besonders erfreulich ist, dass die Antragstellung noch vor der Sommerpause startet und dass das Programm Unternehmen aller Branchen und Größen adressiert. Damit schließt der Gesetzgeber eine wichtige Förderlücke des Vorläuferprogramms.“

        Allerdings erkennt Schnabel weiteren Handlungsbedarf: „Das Raster ist zu eng.“ So können ausschließlich Unternehmen die Hilfe beantragen, die in den Monaten April und Mai einen Umsatzeinbruch von mindestens 60 Prozent erlitten und gleichzeitig in den Fördermonaten Juni, Juli und August mindestens einen vierzigprozentigen Rückgang haben. „Viele Unternehmen konnten anfangs zwar noch bestehende Aufträge abarbeiten und damit Umsätze schreiben, wurden aber gleichzeitig mit einem zunehmenden Einbruch bei neuen Bestellungen konfrontiert“, warnt der IHK-Präsident. „Aber aus diesen Auftragslöchern werden nun zeitversetzt Umsatzlöcher, die vom aktuellen Programm nicht erfasst werden. Weiterhin kommen viele Unternehmen je nach Geschäftsmodell schon bei wesentlich geringeren Umsatzrückgängen in existenzielle Schwierigkeiten, sodass die hohen und starren Fördervoraussetzungen unüberwindliche Hürden darstellen können.“

        Schnabel fordert daher ein flexibleres und gesamthaftes Fördersystem für die von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen. „Die Bundesregierung könnte der Wirtschaft mehr Schwung verleihen, wenn sie im gesamten Jahr von der Pandemie betroffenen Unternehmen bei den Fixkosten unter die Arme greift. Solch ein Kompensationsprogramm für Corona-bedingte Schäden müsste selbstverständlich alle bisher schon geleisteten Hilfen einrechnen“, sagt der IHK-Präsident. Wichtig sei, dass diese Förderung Unternehmen aller Branchen und Betriebstypen offen stünde. „Das würde das Wiederanlaufen der Wirtschaft stärken.“

        „Mit solch einem gesamthaften Fördersystem würde die Bundesregierung besonders im Mittelstand auf große Akzeptanz stoßen. Denn viele mittelständische Unternehmer haben den Eindruck, dass sie trotz ihrer massiven Betroffenheit keine beziehungsweise wenig Unterstützung erfahren“, so Schnabel abschließend.
        Quelle IHK Rhein-Neckar

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