Mannheim – Generalsanierung Nationaltheater Mannheim: Entwurfsplanung abgeschlossen – Gemeinderat entscheidet im Juli über entsprechende Maßnahmeerweiterung


        Mannheim / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) -Die Vorbereitungen zur Generalsanierung des Nationaltheaters Mannheim gehen in die nächste Phase. Aktuell konnte die finale Entwurfsplanung mit allen projektspezifischen Komponenten fertiggestellt werden. Wichtiger Bestandteil dieser Planung ist die Erstellung einer belastbaren Kostenberechnung. Die Kosten für die Generalsanierung des Spielhauses am Goetheplatz belaufen sich aufgrund dieser Berechnung auf 247 Millionen Euro inklusive Risikozuschläge und Baukostenindexsteigerungen.

        Bund und Land haben bereits 2018 eine Festbetragsförderung in Höhe von insgesamt 120 Millionen Euro zugesagt. Im selben Jahr hat der Gemeinderat einen Kostenrahmen von 200 Millionen Euro für die Spielhausanierung genehmigt und gegenüber den Fördergebern die Bereitschaft zur weiteren Ausfinanzierung der Baumaßnahme erklärt.

        Am 28. Juli entscheidet nun der Gemeinderat über die Ausfinanzierung der Generalsanierung Nationaltheater Mannheim. Dieser Beschluss ist zwingende Voraussetzung für den Erhalt der zugesagten Fördermittel.

        Außerdem schlägt die Verwaltung dem Gemeinderat die weitere Beauftragung des Interdisziplinären Planungsteams unter der Leitung des Büros „Schmucker und Partner Planungsgesellschaft mbh“ vor. Das Planungsteam soll mit der als nächstes folgenden Ausführungsplanung einschließlich Vorbereitung der Vergabe beauftragt werden. Eine Vorberatung der Beschlussfassung des Gemeinderats erfolgt im Kultur- und Hauptausschuss.

        „Der Abschluss der Entwurfsplanungen ist der nächste Schritt auf dem Weg zur Generalsanierung. Auf Basis detaillierter Planungen, die auch Baupreissteigerungen berücksichtigen, und mit der präzisierten Rahmenterminplanung konnte nun eine belastbare Kostenberechnung vorgelegt werden“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz. „Bauprojekte dieser Dimension verlaufen auch hinsichtlich der Beschlüsse immer iterativ“, so Kurz weiter.

        Verändert haben sich die Planungen zum Orchesterprobesaal und seiner Nebenräume. Der zunächst oberirdisch vorgesehene Baukörper auf dem Goetheplatz konnte aus städtebaulicher und denkmalpflegerischer Sicht nicht überzeugen.

        Die Beschlussvorlage informiert außerdem über den aktuellen Sachstand der Erweiterung des Probebühnenzentrums und Logistikmaßnahmen. Für sie beläuft sich die Kostenschätzung auf 40 Millionen Euro. Nach Abschluss der Entwurfsplanungen für das neue Zentrallager ist eine separate Beschlussfassung des Gemeinderats für dieses Projekt erforderlich.

        Der Beginn der Sanierung ist außerdem zwingend von der Einrichtung von Ersatzspielstätten abhängig. Sobald das Konzept zu den Ersatzspielstätten in Gänze fertiggestellt ist, wird auch dazu eine separate Beschlussvorlage zur Anmietung der Ersatzspielstätten erstellt und vorgelegt werden.

        Mit Blick auf den weiteren Projektverlauf unterstreicht Kulturbürgermeister Michael Grötsch: „In der Abfolge der Entscheidungen steht als nächstes die Entscheidung über die für das Projekt beste Art der Vergabe des Bauvorhabens an. In Betracht kommen nach wie vor eine Vergabe in Einzelgewerken oder eine Vergabe an einen Generalunternehmer in Abstimmung mit den Fördermittelgebern. Diese Vergabeentscheidung wird die weitere Terminierung des Bauprojektes beeinflussen“, erklärt Kulturbürgermeister Michael Grötsch.

        Über die Generalsanierung des Nationaltheaters Mannheim

        Das traditionsreiche Nationaltheater Mannheim muss dringend generalsaniert werden. Das Theatergebäude am Goetheplatz aus dem Jahr 1957 steht als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung unter Denkmalschutz. Das Gebäude und die meisten technischen Anlagen sind seit über 60 Jahren im Dauerbetrieb. Durch die Generalsanierung sollen seine Funktionsfähigkeit und die Aufenthaltsqualität für die nächsten Jahrzehnte sichergestellt werden. Neben nahezu allen haus- und bühnentechnischen Anlagen, die saniert werden müssen, besteht aktuell ein zwingender Handlungsbedarf insbesondere bei den Themen Brand- und Arbeitsschutz. Im Hinblick auf die speziellen Anforderungen im Theaterbau, die Herausforderungen des Denkmalschutzes, die angespannte Marktlage im Baubereich sowie bauliche Besonderheiten des Spielhauses mit integriertem Weltkriegsbunker, kommt es besonders auf eine gut abgestimmte Planung und bestens vorbereitete Vergabeunterlagen an.

        Marc Stefan Sickel, Geschäftsführender Intendant und Erster Betriebsleiter, betont dazu: „Die Anforderungen an das gesamte Theater – an Produktionen, Arbeitsbedingungen, Logistik und nicht zuletzt an die Sicherheit – haben sich seit der Inbetriebnahme des Spielhauses in den fünfziger Jahren grundlegend verändert. Dennoch läuft der Betrieb am Goetheplatz seit Jahrzehnten unermüdlich und weitestgehend pausenlos. Bei der bevorstehenden Generalsanierung geht es also vor allem darum, Funktionalität und Ausstattung an die Anforderungen des 21. Jahrhunderts anzupassen und zukunftsfähig zu machen.“

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