Mannheim – IHK: Berufsausbildung in Corona-Zeiten

        Mannheim/Metropolregion Rhein-Neckar. „Die Ausbildungsunternehmen in unserer Region stehen durch die vielen coronabedingten Unsicherheiten vor besonders großen Herausforderungen. Deshalb ist die Azubi-Prämie ein wichtiges Mittel, um auch Betrieben mit Liquiditätsproblemen die Chance zu geben, weiterhin junge Fachkräfte auszubilden. Kurzarbeit ist als Kriterium für die Förderfähigkeit richtig erkannt worden. Allerdings stellt das alternative Förderkriterium eines Umsatzrückgangs von 60 Prozent für viele Unternehmen eine sehr hohe Hürde dar. Bleibt es dabei, werden Chancen für Auszubildende und Betriebe ausgelassen“, kommentiert Manfred Schnabel, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar, den aktuellen Regierungsbeschluss. Mit dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ werden kleine und mittlere Unternehmen (KMUs), die ihr Lehrstellenangebot dieses Jahr beibehalten oder sogar erhöhen, finanziell unterstützt.

        Ausbildung zeigt sich innovativ
        Trotz der großen Herausforderungen in der Corona-Krise zeigen sich die Ausbildungsbetriebe im Bezirk der IHK Rhein-Neckar innovativ. 40 Prozent der Unternehmen vermitteln inzwischen teilweise Inhalte an Auszubildende im Home-Office oder über digitale Anwendungen. Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter Ausbildungsbetrieben der IHK Rhein-Neckar.

        Schnabel appelliert an Unternehmen und Schulabgänger

        Die Umfrage zeigt auch: Bei 75 Prozent aller Unternehmen läuft die Ausbildung trotz Kurzarbeit und Umsatzrückgängen im Betrieb regulär weiter. Kurzarbeit ist, anders als für Arbeitnehmer, aufgrund der gesetzlichen Regelungen für Auszubildende kaum ein Thema. Nur bei 3,5 Prozent der Betriebe sind Azubis davon betroffen. Auch alternative Formen – wie eine Ausbildung im Verbund mit anderen Unternehmen oder „Azubi-Sharing“ – sind eher selten. Nur rund sechs Prozent aller Betriebe lassen ihre Auszubildenden derzeit in einem anderen Unternehmen ausbilden. „Die finanzielle Unterstützung verschafft Unternehmen die nötige Planungssicherheit, die sie jetzt dringend brauchen. Ich appelliere an unsere Mitgliedsbetriebe und an die Schulabgänger, gerade jetzt auf die Berufsausbildung zu setzen. Denn aus jeder Krise erwachsen auch Chancen. Wer jetzt ausbildet oder eine Ausbildung beginnt, hat für die Zeit nach der Krise die besten Aussichten“, so IHK-Präsident Manfred Schnabel.

        Mehrheit übernimmt Azubis

        Die Umfrage ergab weiter, dass Ausbildungverhältnisse von Kündigungen aufgrund der Corona-Krise weitestgehend verschont bleiben. Nur etwas mehr als ein Prozent der Betriebe sehen sich gezwungen, Ausbildungsverträge wegen der aktuellen Situation zu kündigen. Bemerkbar macht sich die wirtschaftliche Unsicherheit bei der Übernahme von Ausbildungsabsolventen. Mit 59 Prozent plant die Mehrheit der Unternehmen alle Ausbildungsabsolventen zu übernehmen. Für rund ein Drittel ist das aber in diesem Jahr voraussichtlich nicht möglich, weil sie die wirtschaftliche Entwicklung gegenwärtig nicht einschätzen können oder keine freien Stellen haben. Weitere Gründe sind, dass die Auszubildenden einen anderen beruflichen Weg einschlagen möchten, zum Beispiel ein Studium oder eine andere Ausbildung.

        IHK-Matching bringt Azubis und Unternehmen zusammen
        Die IHK Rhein-Neckar hilft Ausbildungsinteressenten und Betrieben gerade in der jetzigen Situation dabei, zueinander zu finden. Junge Menschen, die eine Ausbildung suchen, finden über das IHK-Matching-Team noch freie Ausbildungsplätze und Unternehmen können bei der IHK Rhein-Neckar freie Stellen melden. Unter www.rhein-neckar.ihk24.de/matching sind weitere Informationen zu finden.

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