Schwetzingen – Qualitäts-Check kurz vor dem Umzug – Landrat Stefan Dallinger und Oberbürgermeister Manuel Just begutachten das neue Betreuungs- und Altersmedizinische Zentrum in Weinheim

        Schwetzingen/Rhein-Neckar-Kreis/Metropolregion Rhein-Neckar. Ganz offiziell haben Landrat Stefan Dallinger und Oberbürgermeister Manuel Just am Donnerstag, 4. Juni, die neuen Räumlichkeiten des GRN-Betreuungszentrums und der Altersmedizin Weinheim eröffnet. In unmittelbarer Nachbarschaft zu Klinik ist in dreijähriger Bauzeit und mit einem Budget von rund 47 Millionen Euro (21,2 Millionen Euro vom Rhein-Neckar-Kreis, 8,8 Millionen Euro aus Eigenmitteln und 17 Millionen Euro aus Kreditaufnahmen der GRN) auf 18.000 Quadratmetern der Neubau für das Betreuungszentrum und Altersmedizinische Zentrum entstanden. Am kommenden Samstag, 6. Juni, wird das Domizil von zunächst 190 Bewohnern bezogen.

        Modellcharakter nicht nur für den Rhein-Neckar-Kreis
        „Das Betreuungszentrum und Altersmedizinische Zentrum hat nicht nur Modellcharakter für den Rhein-Neckar-Kreis, sondern für die ganze Metropolregion Rhein-Neckar“, findet Landrat Stefan Dallinger und lobt: „Mit seinen drei Schwerpunkten kombiniert der Innovative Neubau Pflege, medizinische und psychiatrische Betreuung aus einem Guss zum Wohl der Patientinnen und Patienten. Die direkte – unterirdische – Verbindung zur GRN-Klinik rundet das Portfolio ab und macht das Betreuungszentrum mit Altersmedizin am Standort Weinheim so besonders.“ Der Weinheimer Oberbürgermeister Manuel Just pflichtet dem Landrat bei: “Wir freuen uns, dass in Weinheim mit dieser Einrichtung in der Nähe zur GRN-Klinik ein Gesundheitszentrum entstanden ist, das für ein topmodernes Gesundheitssystem steht und insbesondere dafür, dass alte Menschen einen guten Platz in unserer Stadtgesellschaft haben. Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit beim Rhein-Neckar-Kreis. Und wir freuen uns darauf, den früheren Standort an der Viernheimer Straße zu einem attraktiven Wohngebiet umgestalten zu können.” Der Komplex in der Röntgenstraße 5 besteht aus vier Gebäudeteilen mit jeweils drei Stockwerken und angrenzenden Grünflächen. Im südlichen Teil werden seelisch kranke Menschen wohnen (72 Betten) mit Verhaltensauffälligkeiten wie Schizophrenie, Borderline oder Suchtproblemen. Im westlichen Heimgebäude sind pflegebedürftige Menschen mit Demenz, Kurz- und Schwerstpflegebedürftige sowie ältere psychische Kranke untergebracht, die inzwischen einen erhöhten Pflegebedarf haben (120 Betten). Beides zusammen bildet das neue Betreuungszentrum Weinheim.

        Moderne Standards im neuen Betreuungszentrum

        Die 120 Pflegebedürftigen und 72 psychisch kranken Menschen waren bisher im Betreuungszentrum in der Viernheimer Straße in Weinheim untergebracht. Die Räumlichkeiten dort sind jedoch sanierungsbedürftig und halten nicht mehr den Anforderungen moderner Pflege stand. Beispielsweise dürfen Heimbewohner gemäß neuer Landesbauheimverordnung nicht mehr in Doppelzimmern untergebracht werden, sondern sollen in Einzelzimmern wohnen. Die neuen Räumlichkeiten sind auf die neuen Gegebenheiten ausgerichtet und stellen das GRN-Betreuungszentrum modern für die Zukunft auf.

        Altersmedizinisches Zentrum verbindet Akutgeriatrie und Alterspsychiatrie
        Zusätzlich zum neuen Betreuungszentrum wird in dem Gebäudekomplex der GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar gGmbH das Altersmedizinische Zentrum untergebracht. Im nördlichen Teil wird neben weiteren Plätzen für Pflegebedürftige die geriatrische Rehaklinik beherbergt. Darüber hinaus ist eine in-terdisziplinäre Station für Akutgeriatrie und Alterspsychiatrie entstanden, letztere in enger Zusammenarbeit mit dem Psychiatrischen Zentrum Nordbaden (PZN) in Wiesloch. Die räumliche und logistische Zusammenlegung dieser beiden Disziplinen Akutgeriatrie und Alterspsychiatrie ist ein Meilenstein in der Medizin und wird bundesweit nur an einer weiteren Klinik in Deutschland so praktiziert. Immer mehr Menschen bedürfen gleichzeitig einer akutgeriatrischen und einer alters-psychiatrischen Behandlung. Bisher war am gleichen Ort entweder das eine oder das andere möglich. Mit der integrativen interdisziplinären Versorgung können in Weinheim künftig Verlegungen zwischen Einrichtungen mit psychiatrischen oder somatischen Schwerpunkten vermieden werden. Die zusätzliche Anbindung an eine Betreuungseinrichtung ermöglicht darüber hinaus bei Bedarf einen fließenden Übergang von akutstationärer Behandlung in die Pflege.

        Weitere Informationen zum Betreuungszentrum und zum
        Altersmedizinischen Zentrum in Weinheim erhalten Sie auf der Website https://www.grn.de/weinheim/betreuungszentrum/startseite

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