Mutterstadt – Archivar Wolfgang Deicke verabschiedet


        v.l.n.r. Volker Schläfer, Hans-Dieter Schneider, Wolfgang Deicke, Dr. Christina Wolf, Gunther Holzwarth

        18 Jahre lang betreute Wolfgang Deicke das Gemeindearchiv Mutterstadt. Nun wurde er in den Ruhestand verabschiedet. Bürgermeister Hans-Dieter Schneider sprach dem 63-Jährigen Dank und Anerkennung für die der Allgemeinheit geleisteten treuen Dienste aus und überreichte eine entsprechende Urkunde nebst Präsent.

        Geboren in Bonn, studiert in Berlin und gearbeitet in Mutterstadt. So lässt sich den Werdegang des Dipl.-Soziologen zusammenfassen. Nach einer zweijährigen Weiterbildung zum Wissenschaftlichen Dokumentar an der Fachhochschule in Potsdam folgten Tätigkeiten im Archiv einer Musikschule in Berlin-Kreuzberg, bei der Informations- und Dokumentationsstelle Bonn, bei der Stadtverwaltung Ludwigshafen im Rhein im Ernst-Bloch Archiv und im Stadtarchiv Pirmasens. Im April 2002 kam Herr Deicke schließlich zur Gemeindeverwaltung und war seitdem in Teilzeit für das Gemeindearchiv verantwortlich.

        Bürgermeister Schneider lobte die Kompetenz des Archivars, die er insbesondere bei der Erstellung der Ortschronik eingebracht habe. Es sei zwar nicht üblich, dass eine Gemeinde unserer Größe einen Archivar beschäftige, doch die umfangreichen und verzeichneten Bestände rechtfertigen diesen Einsatz. Als Ortsfremder habe sich Herr Deicke hervorragend in das Archiv eingearbeitet und so umfangreiche Kenntnisse zur Ortsgeschichte und zu den vorhandenen Unterlagen erworben, ergänzte Büroleiter Gunther Holzwarth. Orts-Chronist und ehemaliger Büroleiter Volker Schläfer dankte auch im Namen des Historischen Vereins für die gute Zusammenarbeit bei der Recherche historischer Themen.

        Bei der anschließenden Gesprächsrunde erinnerte Wolfgang Deicke auch an prominente Archiv-Besucher: Peter Kohl recherchierte 2011 nach den Wurzeln seiner Mutter Hannelore geb. Renner und 2018 begann eine TV-Dokumentation von RTL2 im Gemeindearchiv die Suche nach einem Vermissten.

        In den letzten Jahrzehnten wurde das ursprüngliche Verwaltungsarchiv immer mehr auch zu einem Gemeindearchiv ausgebaut. Es umfasst heute über 450 Regalmeter. Das älteste Dokument stammt aus dem Jahr 1679, Zum Bestand gehören auch Fotos, Plakate, Bücher, Druckschriften, Zeitungen, Vereinsunterlagen sowie Biografien, Lebenserinnerungen und Nachlässe – kurzum: gesammelt wird alles, was irgendeinen Bezug zu Mutterstadt hat.

        Bei der Verabschiedung im Rahmen einer kleinen Feierstunde schlossen sich Personalverwaltung, Personalrat, Gleichstellungsbeauftragte sowie Kolleginnen und Kollegen den Dankesworten und guten Wünschen an. Mit dabei war auch Frau Dr. Christina Wolf, die bereits seit März als Nachfolgerin im Gemeindearchiv tätig ist.

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