Mannheim – „Gemeinsam die Zukunft des Lebens gestalten“- Von Heidelberg nach Mannheim: Pfarrer Maximilian Heßlein ist Leiter des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt

        Mannheim/Metropolregion Rhein-Neckar. Maximilian Heßlein ist neuer Wirtschafts- und Sozialpfarrer. Der Theologe hat gestern seinen Dienst beim Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) angetreten. Dekan Ralph Hartmann wird ihn im Sommer ihn seinen Dienst einführen. Länger als ein Jahr war die zentrale Stelle, mit der sich die Evangelische Kirche mit Arbeitgebern und Arbeitnehmern gleichermaßen verbindet unbesetzt, nachdem Pfarrer Thomas Löffler in Ruhestand gegangen war. Mit seinem Nachfolger Maximilian Heßlein ist nun ein Fachmann gefunden, der Veränderungsprozesse in der Gesellschaft ebenso im Blick hat wie Herausforderungen und Belastungen in den Betrieben.

        Den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken

        Zukunftsfragen der Gesellschaft, so Heßlein, manifestieren sich besonders auch an den Themen der modernen Wohn- und Arbeitswelt, an Fragen der Digitalisierung, der Globalisierung und der Entgrenzung von Arbeit und Leben. Die Fragen nach gerechter Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, ist der Theologe überzeug, reiche über die materielle Grundversorgung hinaus. Gleichzeitig „dürfen wir die drängenden ökologischen Gesichtspunkte unserer Zeit nicht aus den Augen verlieren“. Als Leiter des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt habe er den gesellschaftlichen Zusammenhalt stark im Blick, so Heßlein, für den sich „die Fragen nach der Art und Weise unseres Wirtschaftens, nach der Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft und nach den Grenzen des wirtschaftlichen Wachstums“ stellen.

        Mannheim: eine Lieblingsstadt

        Die Leitschnur lautet für Heßlein „Klarheit, Solidarität und Frieden in einer der Zukunft zugewandten Gesellschaft“. Dafür setzt er sich nun in einer seiner Lieblingsstädte ein. Denn nach Mannheim, sagt er schmunzelnd, habe es ihn seit seiner Schulzeit immer wieder gezogen. Er kennt „den rauen Charme der Stadt“ und ihre Unterschiedlichkeit vom Norden bis in den Süden. Das Miteinander in aller Unterschiedlichkeit genießt er als Fan und Mitglied des SV Waldhof Mannheim 07, wenn im Stadion Fans aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Schichten zusammenkommen und ihre Mannschaft anfeuern. „Für die Kirchen gilt wie für die gesamte Gesellschaft, dass wir bei allen Unterschieden und allen Konflikten, die im Arbeitsleben und in der Gesellschaft vorhanden sind, dazu aufgerufen sind, gemeinsam die Zukunft des Lebens zu gestalten und eine gerechte, solidarische, wertschätzende und friedliche Welt zu errichten“, ist Heßlein überzeugt.

        In Heidelberg hatte er zuletzt den Zusammenschluss von drei sehr unterschiedlichen Pfarrgemeinden zu einer einzigen mitgestaltet. Ein Veränderungsprozess, so Heßlein, der gleichermaßen große Unsicherheit verursachte und zugleich ungeahntes kreatives Potential auslöste. Jahre zuvor hatte er während des Studiums in Heidelberg in einem Industriepraktikum wichtige Erfahrungen in der Wirtschaftswelt gemacht. „Als Hilfsarbeiter stand ich in der Hierarchie ganz unten. Das hat meinen Blick geweitet“, sagt er zurückblickend. Der gebürtige Heidelberger Maximilian Heßlein hat am Mannheimer Karl-Friedrich-Gymnasium sein Abitur gemacht und anschießend beim mobilen sozialen Hilfsdienst Evangelische Sozialstation Mannheim-Mitte seinen Zivildienst geleistet. Er studierte Theologie in Heidelberg und war nach Stationen in einer Gemeinde in Leimen und einer Schule in Sandhausen seit 2004 an der Christusgemeinde Heidelberg tätig.

        Diese hat sich 2019 mit zwei weiteren Gemeinden zu einer evangelischen Gemeinde zusammengeschlossen, die sich über vier Stadtteile und darin zwei neue Stadtquartiere erstreckt. Der begeisterte Trompeten-Spieler war von 2009 bis 2014 Landesobmann der Posaunenarbeit. Er ist seit 2016 Lehrpfarrer der badischen Landeskirche und gehört seit 2018 der landeskirchlichen Arbeitsgruppe „Kirche in den neuen Stadtquartieren“ an. Während seiner Zeit in Heidelberg wirkte er als Mitglied im Finanzausschuss der Stadtsynode mit war Mitglied des dortigen Stadtkirchenrates. Der Vater dreier Kinder und Fußballfan ist seit 2011 Mitglied beim SV Waldhof Mannheim 07.

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