Weinheim – Osterwochenende fordert Feuerwehr – Weinheimer Feuerwehr rettet an Ostern Tiere und Menschen aus hilflosen Lagen, musste ein Gartenhütte am Vogesenweg löschen und wurde durch einen Notrufmissbrauch unnötig gerufen

        Weinheim/Rhein-Neckar-Kreis/Metropolregion Rhein-Neckar. Die Freiwillige Feuerwehr Weinheim hatte am Osterwochenende viel zu tun, um Menschen und Tier in Not zu helfen. Am Karfreitag musste die Abteilung Stadt zu Türöffnungen in die Institutstraße ausrücken. Hier war eine Person in hilfloser Lage aufgrund eines medizinischen Notfalls geraten und konnte nicht mehr selbstständig die Tür öffnen. Die Tür wurden geöffnet und der Rettungsdienst konnte die Versorgung der Patienten übernehmen. Im Anschluss wurden die Ehrenamtlichen Kräfte zu einer Tierrettung in die Stettiner Straße gerufen. Eine Taube war in Weststadt in einen Kamin gefallen und konnte sich nicht mehr selbstständig befreien. Anwohner hatten dies bemerkt und die Hilfe über den Notruf 112 alarmiert. Daher rückte die Feuerwehr mit der Drehleiter und dem Rüstwagen an. Nach kurzer Erkundung aus dem Korb der Drehleiter bestätigte sich die Meldung. In Absprache mit dem Einsatzleiter wurde eine Verlängerung des Kamins entfernt und mit einem verlängerten Käscher die Taube im engen Kamin eingefangen und durch eine kleine Öffnung in einer Wohnung gerettet. Nachdem alles wieder fachgerecht instandgesetzt wurde konnte die Einsatzstelle übergeben werden und die Taube wurde von Bewohnern übernommen und in Freiheit entlassen.

        Am Ostersamstag musste die Abteilung Stadt wieder zu Türöffnungen in die Königsbergerstraße und in der Institutstraße ausrücken, da die Patienten nicht mehr selbstständig in der Lage waren Türen zu öffnen. Die Patienten wurden vom Rettungsdienst übernommen und versorgt. Eine Flut von Notrufen aus der Nord- und Weststadt gingen in der Nacht zum Ostersonntag bei der Leitstelle Rhein Neckar kurz vor vier Uhr ein. Ein rasch größer werdendes Feuer und meterhohe Flammen beunruhigte viele Weinheimer, die den Brand bemerkten wie Sie auf der Facebook Seite der Weinheimer Feuerwehr kommentierten. Die Freiwillige Feuerwehr Weinheim Abteilung Stadt rückte zum Vogensenweg aus und fand dort eine Gartenhütte vor, die in voller Ausdehnung brannte. Wegen der aktuell trockenen Vegetation weitete sich das Feuer auf den angrenzenden Wald aus. Mit vier Trupps unter Atemschutz, 2 C-Rohren und mit dem Waldbrandset (D-Rohr) wurde die mittlerweile fast abgebrannte Hütte, sowie der angrenzende Wald abgelöscht. Mit Einreishaken und Dunggabeln wurde das Brandgut auseinandergezogen, um an Glutnester zu gelangen, um diese ebenfalls zu löschen. Aufgrund des unwegsamen Geländes wurde eine Wasserförderung über lange Wegstrecke aufgebaut. Somit war gewährleistet genügend Löschwasser den Berg hoch in den Wald zu bekommen. Die Abteilung Sulzbach unterstützte die Löscharbeiten und der Abrollbehälter Löschmittel mit 8000 Liter Wasser wurde als Löschwasserpuffer eingesetzt. Nach rund 2 Stunden konnten die Einsatzkräfte wieder einrücken. Die Polizei Weinheim hat die Brandursachenermittlung aufgenommen. (Siehe auch Presseinformation der Pressestelle der Polizei).

        Parallel zum Brandeinsatz am Vogesenweg wurde der Weinheimer Feuerwehr über die Leitstelle Rhein Neckar ein Zimmerbrand gemeldet. Der Anrufer teilte mit, das Rauch aus der Wohnung eines Mehrfamilienhauses in der Mannheimer Straße quillen würde. Wie bereits berichtet brannte eine Gartenhütte parallel im Vogesenweg. Da es sich hier um ein großes bestätigtes Feuer handelte, das aufgrund der aktuellen Wald- und Flächenbrandgefahr drohte, weiter auszubreiten, wurden alle verfügbaren Kräfte benötigt. Aufgrund des Notrufs aus der Mannheimer Straße wurde das nachrückende Löschfahrzeug allerdings vom Einsatz Vogesenweg umdisponiert. Um ausreichende Kräfte für beide Einsätze zur Verfügung zu haben, wurde der Ausrückebreich 1 (Abteilungen Stadt und Sulzbach) komplett alarmiert.

        Der Löschzug der Abteilung Stadt (zwei Löschfahrzeuge, Drehleiter und Führungsfahrzeug) übernahmen den Einsatz in der Mannheimer Straße und standen für den anderen Brandeinsatz nicht mehr zur Verfügung. Da sich vor Ort niemand trotz Klingeln und Klopfen bemerkbar machte, musste Haupteingang in das Mehrfamilienhaus gewaltsam geöffnet werden. Parallel dazu wurde der Löschangriff in Bereitstellung aufgebaut. Ein Trupp unter Atemschutz ging ins Gebäude vor zur Erkundung vor. Feuer und Rauch konnte hier nicht festgestellt werden. Dafür aber Anwohner angetroffen werden, die sich durch den Einsatz von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr erschrocken hatten. Schnell stellte sich heraus, dass es sich hier um eine böswillige Alarmierung handelt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und fahndet nach dem Anrufer. Dieser hat durch sein Handeln, nicht nur Menschen in Angst und Schrecken versetzt, sondern auch billigend in Kauf genommen das an anderer Stelle, die gerade in dem Moment wichtig benötigten Einsatzkräfte nicht zur Verfügung standen. Notrufmissbrauch ist kein Kavaliersdelikt und kann mit Geld- und Freiheitsstrafe geahndet werden. Dieser unnötige Fehleinsatz ist durch nichts zu entschuldigen und einfach nur traurig. Wir sind über so ein Verhalten schwer enttäuscht, denn unser Motto ist „Unsere Freizeit für Eure Sicherheit“ und an den Anrufer gerichtet nicht „Unsere Freizeit für Deine Dummheit“

        Quelle: Foto David Kunerth / Text: Ralf Mittelbach

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