Mannheim – VfR möchte am Samstag (15:00 Uhr) das Negativerlebnis der Vorwoche vergessen machen


        Mannheim / Metropolregion Rhein-Neckar.(mk) Nein, das war kein gelungener Start ins neue Kalenderjahr, den der VfR am letzten Samstag mit der 0:1 Pleite beim SV Spielberg hingelegt hat. Die Folge dieser Niederlage ist ein weiteres Verharren im tristen Tabellenmittelfeld der Verbandsliga, ein Faktum, das niemanden bei den Blau-Weiß-Roten glücklich stimmen wird. Gleichzeitig bietet das kommende Heimspiel gegen die Spielvereinigung Neckarelz die Möglichkeit, sich von einem anderen Gesicht zu zeigen und im Optimalfall die drei Punkte an der Theodor-Heuss-Anlage zu behalten. Hierfür ist jedoch eine gravierende Leistungssteigerung im Vergleich zur vergangenen Woche vonnöten. Der Gegner zählt nämlich nicht zur Laufkundschaft dieser Spielklasse.
        Vielmehr kann der Mosbacher Stadtteilverein bisher als die positive Überraschung der Verbandsligasaison angesehen werden. Dem ausgerufenen Ziel Klassenerhalt nähern sich die Odenwälder bereits nach 20 Spieltagen mit Riesenschritten. Als Tabellenachter und einem ultrakomfortablen 14- Punktevorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz lässt es sich entspannt in die restlichen 14 Spiele gehen. Einen großen Anteil an dem positiven Saisonverlauf des Aufsteigers hat unter anderem Lukas Böhm, der sich mit seinen 12 Toren bisher als kaltblütiger Vollstrecker erwies. In der gesamten Verbandsliga Nordbaden konnten bislang nur der Walldörfer Niklas Antlitz (18 Tore) und der Bruchsaler Jan Malsam (15 Tore) häufiger einnetzen. Auch der VfR durfte im Hinspiel schon einmal unerfreuliche Bekanntschaft mit dem Goalgetter der Gäste machen, da dieser beim 1:1 Unentschieden seine Farben zwischenzeitlich in Front brachte.
        Ebenfalls bemerkenswert ist die Auswärtsstärke des ehemaligen Regionalligisten. Von 27 möglichen Zählern errang die Truppe von Stefan Strerath beeindruckende 20 Stück. Dies entspricht einer insgesamt mehr als nur stolzen Ausbeute von 74%. Die Heimbilanz der Rasenspieler fällt im Vergleich dazu eher mager aus. Zurzeit weist der Tabellenneunte einen nicht zufriedenstellenden Schnitt von exakt 1,5 Punkten pro Heimspiel auf und scheint sich, ähnlich wie Neckarelz, außerhalb des eigenen Stadions besser zurechtzufinden.
        Dies soll allerdings nicht bedeuten, dass diese ausbaufähige Heimzwischenbilanz in Stein gemeißelt ist. Die Spielvereinigung verlor letzte Woche gegen die U23 des SV Waldhof mit 1:2 und stellt trotz der vorhandenen Qualität keine unüberwindbare Hürde dar. Gerade in den letzten drei Ligaspielen erwies sich die Hintermannschaft mit mindestens 2 Gegentoren pro Partie als Achillesferse der Mosbacher.
        Falls die Rasenspieler es schaffen, daraus Profit zu schlagen und darüber hinaus eine stabile Defensive aufweisen, wären drei Punkte im Bereich des Möglichen. Und auf die enttäuschende Begegnung beim SV Spielberg gäbe es keine bessere Antwort als ein überzeugender Auftritt vor eigener Kulisse, der mit einem Sieg gekrönt wird. Nach mehr als 100 Tagen ohne Ligaheimspiel wären die Zuschauer für solch eine Performance sicherlich dankbar. Als kleines zusätzliches Bonbon würde man im Falle eines Erfolges den Gegner tabellarisch überholen.

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