Weinheim – Gemeinsam gutes Tun – Kooperation der AWO Rhein-Neckar mit Share & Save e. V.

        Weinheim/Rhein-Neckar-Kreis/Metropolregion Rhein-Neckar. Täglich landen Tonnen von Lebensmitteln in den Mülleimern der Supermärkte. Lebensmittel, die eigentlich noch genießbar wären, allerdings nicht den Idealanforderungen der meisten Kunden entsprechen. Mal hat die Banane einen braunen Fleck, bei einem anderen Produkt ist der Karton zerdrückt, andere Lebensmittel haben nur noch ein geringes Mindesthaltbarkeitsdatum und werden deshalb aus den Regalen aussortiert und in die Mülltonne geworfen. Auf der anderen Seite stehen Menschen, die an der Armutsgrenze leben und dankbar dafür sind, sich überhaupt den Kühlschrank füllen zu können. An dieser Stelle setzen die AWO Rhein-Neckar und der Verein Share & Save e. V. aus Birkenau an. Das Ziel des Vereins Share & Save e. V. ist es, Lebensmittel und andere Konsumgüter vor der Verschwendung zu retten und eine Überproduktion so gut es geht einzudämmen. Bislang haben sich um die 30 Betriebe hier aus der Region bereit erklärt, noch genießbare, aber nicht mehr zum Verkauf geeignete Lebensmittel dem Verein Share & Save e. V. zu überlassen. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen des Vereins verteilen die geretteten Lebensmittel an unterschiedliche Stellen, darunter auch an die AWO Rhein-Neckar mit ihrem Hauptsitz in der Burggasse 23 in Weinheim.

        Dort befindet sich auch die Tagesstruktur der Sozialpsychiatrie, welche durchschnittlich von 75 Personen wöchentlich besucht wird, viele davon kommen täglich. Diesem Personenkreis ist es aufgrund einer psychischen Erkrankung nicht möglich, einem Job auf dem ersten Arbeitsmarkt nachzugehen. Dementsprechend schwierig gestaltet sich die finanzielle Situation der meisten Besucher. Umso dankbarer wurde das Regal, welches im November 2019 aufgestellt wurde, von den Besuchern der Tagesstruktur aufgenommen. Schnell spricht es sich herum, wenn das Auto eines der ehrenamtlichen Helfern auf den Hof fährt und eine neue Lieferung eintrifft. Schon bevor die Kisten geleert und die Waren in den Regalen und Kühlschränken verstaut sind, bildet sich eine Menschentraube um die Helfer. „Es ist toll, dass es hier dieses Regal gibt, frisches Obst und Gemüse könnte ich mir sonst nicht leisten“, teilt eine Besucherin mit. Viele Besucher kommen auch nur wegen des Regals in die Burggasse, auch wenn sie sonst keine weiteren Termine an diesem Tag in der Burggasse haben. „Das Regal schafft einen zusätzlichen Anreiz aufzustehen und sich auf den Weg zu machen. Dies hilft einer geregelten Tagesstruktur nachzugehen, welche vielen der Besucher aufgrund ihrer Erkrankung verloren gegangen ist“, erklärt ein Mitarbeiter der AWO. „Für einen Einkauf reicht oftmals das Geld nicht aus, aber da es die Lebensmittel gratis gebe, lohne sich der Weg doppelt.“

        Doch nicht nur den täglichen Besuchern der Tagesstruktur steht das Regal offen, sondern auch allen anderen, die die sozialen Angebote der AWO annehmen. So hilft das Regal Menschen mit sehr knappen Budget und leistet gleichzeitig seinen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung. Das Haus der AWO hat täglich von 8:00 Uhr – 16:00 Uhr (freitags nur bis 15:00 Uhr) geöffnet. „Wir sind froh, diese Kooperation zu haben. Es ist eine Win-win-Situation für beide Seiten“, so die Leitung der Tagesstruktur, Jens Gehrisch. Der Verein Share & Save e. V. findet Abnehmer für die Lebensmittel und unsere Klienten profitieren davon.

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