Weinheim – Chapeau: Der „Blaue Hut“ wird saniert Stadt und Denkmalschützer restaurieren und bewahren das bedeutende Weinheimer Kulturdenkmal im Schlosspark – Beginn am 2. März

        Weinheim/Rhein-Neckar-Kreis/Metropolregion Rhein-Neckar. Fast jedes Kind kennt diesen Turm. Er steht oberhalb des Weinheimer Schlossparkweihers als steinerner Zeitzeuge des Mittelalters; mit den beiden Burgen der Stadt bildet er das wohl bekannteste Postkartenmotiv: Der „Blaue Hut“, seit jeher wegen seines Ziegeldachs so benannt, das sich bei Verwitterung bläulich verfärbt, wurde bereits Mitte des 13. Jahrhunderts gebaut und war Teil der Stadtmauer. Er ist der älteste und höchste der Weinheimer Stadttürme. Keine Frage, er konnte nur deshalb so alt werden und dabei stolz und ansehnlich bleiben, weil sich im Laufe der Jahrhunderte immer Baumeister und Handwerker um sein Wohlergehen gekümmert haben. Jetzt ist der altehrwürdige Turm wieder mit einer großen Sanierung und Restaurierung an der Reihe – selbstverständlich nach den Kriterien des Denkmalschutzes. Am Montag, 2. März, beginnt das Amt für Immobilienwirtschaft mit den vorbereitenden Arbeiten und der Baustelleneinrichtung auf dem Platz, der sogar nach dem Turm benannt ist: „Platz am Blauen Hut“. Wehrmutstropfen dabei: Der Kleinkinderspielplatz muss während der Bauzeit, die voraussichtlich bis November dauert, aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Denn es werden dort Baumaterialien gelagert und Maschinen ihre Kreise ziehen. Die Stadt hofft, dass der nur wenige Meter entfernte Katzenlauf-Spielplatz von den Familien gut genutzt wird; der Weg dorthin ist nicht weit.

        Der Turm wird eingerüstet und mit einem Bauzaun gesichert. Fachmännisch saniert werden das Natursteinmauerwerk, der Dachstuhl, das Dach und die Zugangstür. Es werden teilweise besondere Handwerkskünste erforderlich sein. Die Gesamtkosten betragen rund 385 000 Euro, die Stadt erwartet aber 46 000 Fördergeld von der Deutschen Stiftung Denkmal. Ziel der Sanierung ist es, den Turm möglichst unverfälscht zu erhalten. Das unverputzte Gemäuer entstand mit der ersten Stadtbefestigung im 13. Jahrhundert. Damals strebten die Pfalzgrafen eine herrschaftliche Neu- und Gegengründung zur „Altstadt“ an, die sich im Besitz des Mainzer Erzbischofs befand. Insofern steht der alte Turm also für das wohl wichtgste Wende-Kapitel in der Weinheimer Geschichte. Der „Blaue Hut“ ist laut des Denkmalschutzgesetzes Baden-Württemberg ein „Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung“. An seiner Erhaltung besteht aus wissenschaftlichen, baukünstlerischen und heimatgeschichtlichen Gründen ein öffentliches Interesse.

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