Ludwigshafen – rnv nimmt Betrieb nach Orkantief “Sabine” wieder auf


        Ludwigshafen/Mannheim/Metropolregion Rhein-Neckar.

        Nach erneuter Bewertung der Lage nach den Sturmböen des Orkans „Sabine“ am frühen Morgen erfolgte nun die Wiederaufnahme des Betriebs der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv). Seit etwa 10 Uhr rückten die Fahrzeuge auf allen Buslinien, seit 11 Uhr nach einer Sicherheitsprüfung auch nach und nach auf den Straßenbahnlinien wieder aus. Nachdem fast alle Fahrzeuge ausgerückt sind, läuft der Betrieb nun weitestgehend ohne Beeinträchtigung.

        Aus Sicherheitsgründen war der Verkehr am heutigen Montag, 10. Januar 2020, bei Betriebsbeginn um 3 Uhr nicht aufgenommen worden. Busse und Bahnen in der Metropolregion Rhein Neckar waren aufgrund der Orkanböen am frühen Morgen in den Depots der rnv geblieben. Ab etwa 10 Uhr wurden als „Werkstattfahrt“ beschriebene Straßenbahnen für die Sicherheitsüberprüfung der Schienenstrecken entsendet, um die sichere Befahrbarkeit der Strecken zu gewährleisten. Diese Sicherheitsfahrten erfolgten zunächst, ebenfalls aus Sicherheitsgründen, ohne Fahrgäste. Seit etwa 12 Uhr rollen auch die Straßenbahnen wieder für die Kunden im Bediengebiet der rnv. Lediglich auf den Linien 33, 34 und 39 kommt es aufgrund andauernder Böen in höheren Lagen noch zu Einschränkungen.

        Die Öffentlichkeit hatte erste Hinweise auf mögliche Verkehrsbehinderungen im Bediengebiet der rnv bereits am frühen Sonntagabend erhalten. Über die vollständige Betriebseinstellung informierte das Unternehmen dann am frühen Morgen des heutigen Montags.

        „Der Schutz von Kunden und Kollegen war Grund für diese Entscheidung, die größtmögliche Sicherheit der Menschen in unserem Verkehrsgebiet hatte für uns während des Orkans oberste Priorität!“, begründet Franz-Wilhelm Coppius, Betriebsleiter der rnv GmbH und Mitglied der Geschäftsleitung, diese unternehmerische Entscheidung. Auch die digitalen Fahrgastinformationsanzeigen an den Haltestellen waren weithin sichtbar mit dem Hinweis bestückt, dass „Bahn und Busverkehr im rnv-Gebiet aus Sicherheitsgründen bis auf Weiteres eingestellt“ sei. „In der Rückschau sehen wir, dass das große Chaos ausgeblieben ist – hier wollten wir aber kein Risiko eingehen!“

        Kommentare auf Facebook, Instagram und Twitter zeigen, dass der größte Teil der Kunden Verständnis für das Aussetzen des ÖPNV-Angebotes während des Sturmtiefs „Sabine“ hat. Kritik gab es dennoch: Die Nachricht, dass Busse und Bahnen am Montagmorgen nicht fahren würden, habe längst nicht alle Fahrgäste erreicht Hintergrund ist, dass enorme Zugriffszahlen auf sämtliche Informationsmedien eine außergewöhnlich hohe Belastung für die entsprechenden Server zur Folge hatten, die den Ansprüchen dabei nicht immer standhalten konnten. Beispielsweise wurden in den Morgenstunden mehr als zwei Millionen Kundenaufrufe auf der Website der rnv, www.rnv-online.de, verzeichnet. Auch die rnv-App Start.Info stand aufgrund überlasteter Server zeitweise nicht zur Verfügung.

        Über soziale Medien wie Twitter, Facebook und Instagram konnten der durch die rnv verbreiteten Hinweis auf die Einstellung und Wiederaufnahme des Betriebs durch die Kunden selbst wellenartig verbreitet werden. Das Vorgehen der Betriebseinstellung aus Sicherheitsgründen wurde dabei mit dem Hashtag #bettersafethansorry treffend ausgedrückt und auf den verschiedenen Plattformen geteilt. Maßgeblich wurde die rnv darüber hinaus durch die Kolleginnen und Kollegen in Funk-, Fernseh- und Zeitungsredaktionen bei der Verbreitung der relevanten Kundeninformation unterstützt.

        Auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der rnv bedeutete die Sturmböen der frühen Morgenstunden viel Arbeit. Die Kolleginnen und Kollegen sorgten dafür, dass die durch den Orkan besonders gefährdeten Oberleitungen überprüft und von Ästen freigemacht werden konnten, Strecken passierbar blieben und Schienen gesäubert wurden. Sämtliche Dienste im Fahrbetrieb konnten bei der Wiederaufnahme des Betriebs sofort besetzt werden, auch, da einige Kollegen trotz Einstellung des Betriebs zu Fuß zur Frühschicht erschienen sind.

        Quelle rnv
        Foto MRN News

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