Weinheim – Weinheimer Feuerwehr rutscht mit Bränden ins neue Jahrzehnt – Die Freiwillige Feuerwehr hatte an Silvester einiges zu tun – Anwohner auf der Waid verursacht Feuerwehreinsatz weil er Feuerwerk verhindern wollte

        Weinheim/Rhein-Neckar-Kreis/Metropolregion Rhein-Neckar. Die Weinheimer Feuerwehr startet mit deutlich mehr Brände als in den vergangenen Jahren ins neue Jahr. Im neuen Jahr musste die Wehr (Stand: 9 Uhr 1. Januar) bereits zu acht Einsätzen ausrücken. Der eigentliche Jahreswechsel selbst verlief zunächst relativ ruhig. Im Weinheimer Feuerwehrzentrum feierten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Abteilung Stadt mit Ihren Familien ins neue Jahr und konnten sich ohne Zeitdruck ein gutes Neues wünschen. Parallel zu der Feier waren die freiwilligen Feuerwehrangehörigen aller Weinheimer Feuerwehrabteilungen im Stadtgebiet, wie auch an allen anderen Tagen des Jahres, abrufbereit in Einsatzbereitschaft und konnten auch dort den Jahreswechsel Großteiles ungestört im Kreise ihrer Freunde und Familien feiern. Vor dem eigentlichen Jahreswechsel um Mittenacht hatte die Feuerwehr die letzten 36 Stunden im alten Jahr auch noch mal viel zu tun. Bereits am Montagabend (30.12.) wurden die Einsatzkräfte der Abteilung Stadt kurz vor 17 Uhr in die Konrad-Adenauer-Straße alarmiert. Dort war ein Müllcontainer eines Kindergartens in Brand geraten. Erste Löschversuche blieben ohne Erfolg, so dass die Feuerwehr über den Notruf 112 gerufen wurde. Ein Trupp unter Atemschutz konnte das Feuer mit einem Rohr schnell unter Kontrolle bringen. Nach einer abschließenden Brandnachschau konnte die Einsatzstelle der Polizei übergeben werden.

        Gegen 17:20 Uhr wurde die Abteilung Sulzbach zu einem brennenden Baumstumpf alarmiert. Am Rande des Feldwegs zwischen der Pumpwerkstraße Hemsbach und der Lehrstraße war der Baum aus bisher unbekannter Ursache in Brand geraten. Die Abteilung Sulzbach rückte mit einem Löschfahrzeug an und konnte das Feuer schnell löschen. Kurz nach 20 Uhr wurde die Abteilung Lützelsachsen-Hohensachsen mit der Abteilung Stadt zum Miramar alarmiert. In dem Freizeitbad hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst. Die Einsatzkräfte erkundeten den betroffenen Bereich und konnten schnell Entwarnung geben. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei rückten wieder ein und der Badebetrieb konnte weiter gehen. Wegen eines brennenden Lichtschachts musste die Abteilung Stadt kurz vor 23 Uhr dann erneut ausrücken. Diesmal mussten die Einsatzkräfte brennendes Laub löschen, das in dem Lichtschacht eines angrenzenden Supermarkts in Brand geraten war. Da sich hier auch ein Lüftungsschacht befand, musste dieser vorsorglich überprüft werden. Es stellte sich heraus, dass in den Kellerräumen Rauch eingedrungen war, der aber auf natürlichem Wege wieder abziehen konnte. Nachdem das Feuer gelöscht und der Rauch verzogen war, konnte auch die Feuerwehr den Einsatz beenden und die Einsatzstelle der Polizei übergeben.

        An Silvester (31.12.) wurde die Freiwillige Feuerwehr Weinheim Abteilung Stadt gegen 9:15 Uhr auf die Autobahn 5 in Fahrtrichtung Hirschberg alarmiert. Ein Smart war aus ungeklärter Ursache ins Schleudern geraten, in die Leitplanken gefahren und auf der Fahrbahn wieder zum Stehen gekommen. Die Feuerwehr unterstützte die Polizei bei der Absicherung der Unfallstelle und stellte den Brandschutz sicher. Der Fahrer wurde schwerverletzt und musste durch den Rettungsdienst medizinisch versorgt werden. Die Feuerwehr unterstützte den Rettungsdienst bei der schonenden und patientengerechten Rettung aus dem Unfallwagen. Dafür mussten die Einsatzkräfte das Fahrzeugdach entfernen und den Patient mit einem Spineboard (Rettungsbrett) aus dem Unfallwagen retten. Parallel dazu wurden auslaufende Flüssigkeiten aufgefangen und gebunden. Während der Rettungsarbeiten musste die Autobahn Richtung Heidelberg für circa 45 Minuten voll gesperrt werden. Der nächste Einsatz führte die Ehrenamtlichen der Abteilung Stadt gegen 12:30 Uhr in die Rote Turmstraße. Passanten hatten einen privaten Rauchmelder gehört. Nachdem niemand reagierte alarmierten Sie die Feuerwehr. Vor Ort konnte dann aber schnell Entwarnung gegeben werden. Angebranntes Essen hatte den Rauchwarnmelder auslösen lassen. Die Feuerwehr konnte wieder einrücken.

        Zum letzten Einsatz im Jahr 2019 rückte die Freiwillige Feuerwehr Weinheim Abteilung Lützelsachsen-Hohensachsen gegen 21:20 Uhr aus. Die Polizei forderte die Feuerwehr zur Unterstützung an, nachdem ein sehr geruchsintensives flüssiges Produkt auf der Straße im Hammerweg verteilt war. Es stellte sich heraus, dass ein verärgerter Bürger ein Nagetiergift großflächig auf der Straße versprüht hatte, um zu verhindern, dass in der Nähe seines Hauses Silvesterfeuerwerk gezündet wird. Die Feuerwehrleute übernahmen die Fahrbahnreinigung und übergaben die Einsatzstelle an die Polizei, bevor Sie wieder auf Ihre Silvesterfeiern gehen konnten. Zum ersten Einsatz im Jahr 2020 wurde die Abteilung Lützelsachsen-Hohensachsen kurz vor 1 Uhr in den Höcherweg alarmiert. Laut erster Meldung sollte dort ein Pkw in einer Garage brennen. Vor Ort stellte sich heraus, dass ein Mülleimer in Brand geraten war und auf Gegenstände der Garage übergegriffen hatte. Die Anwohner hatten das Feuer bis zum Eintreffend der Feuerwehr bereits selbst unter Kontrolle bringen und löschen können. Die Feuerwehr musste Nachlöscharbeiten durchführen, um Glutnester abzulöschen. Zwei Erwachsene und zwei Kinder mussten vorsorglich vom Rettungsdienst mit dem Verdacht einer Rauchvergiftung untersucht werden. Nachdem der Brandschutt aus der Garage geräumt war und eine abschließende Brandnachschau durchgeführt wurde konnte die Feuerwehr gegen 2 Uhr den Einsatz beenden und die Einsatzstelle der Polizei zur Brandursachenermittlung übergeben.

        Die Einsatzkräfte der Abteilung Stadt mussten kurz nach 1 Uhr das erste Mal ausrücken. Die Brandmeldeanlage einer Event Location in der Stadtmühlgasse hatte Alarm ausgelöst. Daher musste die dortige Silvesterfeier kurz unterbrochen werden, während ein Trupp unter Atemschutz mit Kleinlöschgeräte die Einsatzstelle kontrollierte. Nachdem kein Feuer und Rauch festgestellt werden konnte, wurde die Anlage zurückgestellt und an den Betreiber übergeben. Gegen 1:35 Uhr wurde die Abteilung Stadt dann in die Sudetenstraße gerufen. Hier war es zu einer Fehlzündung einer Feuerwerksbatterie gekommen. Da die Hobby-Feuerwerker Sorge hatten, dass es hier zu einem Unfall kommen könnte baten Sie die Feuerwehr um Hilfe. Diese kontrollierten das angebrannte Feuerwerk und sorgten dafür das keine Gefahr mehr davon ausgehen konnte. Parallel zu diesem Einsatz wurde um 1:44 Uhr eine brennende Mülltonne in der Mierendorfstraße gemeldet. Ein Löschfahrzeug der Abteilung Stadt rückte zu diesem Einsatz aus und konnte das Feuer schnell unter Kontrolle bringen.

        Um 1:50 Uhr löste dann erneut die Brandmeldeanalge der Event Location in der Stadtmühlgasse aus. Diesmal hatten andere Melder der Brandmeldeanlage den Feueralarm verursacht. Die Einsatzkräfte erkundeten auch diesen Bereich. Nachdem hier auch kein Feuer und Rauch festgestellt werden konnte, wurde die Anlage zurückgestellt. Der Betreiber übernahm die Einsatzstelle und wurde darauf hingewiesen darauf zu achten weitere Fehlalarme zu vermeiden. Kurz vor 2 Uhr wurde am Waldschimmbad eine brennende Mülltonne gemeldet. Die eingesetzten Kräfte entdeckten auf der Rückfahrt von der Einsatzstelle Am Schwimmbad noch eine brennende Feuerwerksbatterie in der Gorxheimer Talstraße. Auch dieser Kleinbrand wurde mit der Kübelspritze und einem Trupp schnell unter Kontrolle gebracht. Am Morgen des 1. Januar zog der stellvertretende Feuerwehrkommandant und in der Nacht Einsatzleiter vom Dienst Volker Jäger Bilanz. „Wir sind froh, dass es trotz der erhöhten Zahl der Einsätze im neuen Jahr, größere Brände durch unachtsam gezündetes Feuerwerk glücklicherweise ausblieben“, so Jäger. „In diesem Jahr wurde wieder viel geböllert. Negativ aufgefallen ist allerdings, dass viele ihre abgebrannten Feuerwerksbatterien und Raketen einfach auf der Straße liegen ließen. Einige davon glimmten auch noch vor sich hin und wurden von den Hobby-Feuerwerker nicht abgelöscht“, so Jäger. Sein Dank galt allen ehrenamtlichen Helfern der Freiwilligen Feuerwehr, wie auch Polizei und Rettungsdienst für Ihre Einsatzbereitschaft und die gute Zusammenarbeit.

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