Speyer – Eine Verbindung – drei Entwürfe Bürgerbeteiligung zum Steg über die B 39

        Speyer/Metropolregion Rhein-Neckar. Die Bundesstraße 39 bildet in Speyer-Süd eine Barriere. Bisher gibt es für Fußgänger und Fahrradfahrer, die vom einen Teilgebiet in das andere gelangen wollen, zwei Unterführungen und die Brücke des Closwegs. Das soll nun anders werden: Ein Steg beim Neubaugebiet des Priesterseminars über die vielbefahrene Straße kann Abhilfe leisten und die Trennung des Stadtteils abschwächen. Im Rahmen der „Sozialen Stadt Speyer-Süd“ wurden drei Entwürfe erstellt, die am Dienstag, den 3. Dezember 2019 in der Jugendförderung (Seekatzstraße 5, Speyer) vorgestellt werden. Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler eröffnet die öffentliche Informationsveranstaltung um 17:30 Uhr und lädt alle Interessierten ein, sich zu informieren und ihre Meinung zu den Entwürfen zu äußern. Mit dem Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ ist es möglich, auf den Wunsch der Bewohnerinnen und Bewohner nach einer besseren Anbindung in Speyer-Süd zu reagieren. Der Steg über die B 39 ist damit nach dem Platz der Stadt Ravenna das zweite bauliche Projekt, bei dem sich die Menschen im Quartier aktiv einbringen können. Wie dieser Steg, der zwischen der Remlingstraße und der Paul-Egell-Straße liegen soll, aussehen könnte, präsentieren die Planungsbüros „Dr. Schütz Ingenieure“, „Schlaich Bergermann Partner“ und „Bollinger + Grohmann“ mit ihren Modellen. Ihre Entwürfe wurden vom Gestaltungsbeirat in die engere Auswahl genommen.

        Ganz einfach ist die Planung nicht: „Abgesehen davon, dass wir unterirdische Öl- und Gashochdruckleitungen berücksichtigen müssen“, beschreibt Projektleiter Steffen Schwendy, „soll der Steg auch barrierearm ausgebildet werden, aber es gibt nicht genügend Platz für Rampen.“ Eine Herausforderung für die Planungsteams ist zudem, dass bei der Zuständigkeit für Bundesstraßen auch der Landesbetrieb Mobilität als verantwortliche Behörde das Einverständnis erklären muss. „Bei der Veranstaltung ist es uns wichtig, die Menschen im Quartier bei dem Prozess mitzunehmen“, erklärt Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler. Daher gibt es bis 19:30 Uhr viel Raum für einen Austausch und die Gelegenheit, Anmerkungen zu den Entwürfen zu hinterlassen. Im Anschluss werden die städtischen Gremien über das Vorhaben entscheiden. Danach folgt die detaillierte Planung; der Bau kann voraussichtlich 2021 erfolgen.

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