Mannheim – IHK-Umfrage: Wolken am Konjunkturhimmel

        Mannheim/Mosbach/Neckar-Odenwald-Kreis/Metropolregion Rhein-Neckar, 22. Oktober 2019.
        Exporterwartungen sinken, Wirtschaftspolitik wird zunehmend zum Risiko
        Im Herbst 2019 ziehen weitere Wolken am Konjunkturhimmel im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar auf. „In der Industrie überwiegen aktuell die negativen Einschätzungen bedingt vor allem durch die weltweiten Handelskonflikte. Stabilisierend wirken hingegen immer noch der Handel und das Dienstleistungsgewerbe“, kommentiert IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Axel Nitschke die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage, an der sich 504 Unternehmen beteiligt haben. Dass immer mehr Betriebe in der Wirtschaftspolitik ein Risiko sehen, betrachtet Nitschke mit Besorgnis: „Vor dem Hintergrund der Unsicherheiten auf den Auslandsmärkten ist es für die Unternehmen wichtig, dass wirtschaftspolitisch gute Rahmenbedingungen gesetzt werden. Dazu gehören neben verlässlichen internationalen Partnern hierzulande mehr Investitionen in Infrastruktur, weniger Bürokratie und ein transparentes Steuersystem.“

          „Der langjährige Beschäftigungsaufbau geht damit zunächst zu Ende, die Lage auf dem Arbeitsmarkt bleibt jedoch gut“, so Nitschke zur Situation am Arbeitsmarkt. „Die Unternehmen gehen von eher gleich bleibenden Mitarbeiterzahlen aus.“ 18 Prozent der Unternehmen erwarten steigende, 63 Prozent gleich bleibende und 19 Prozent fallende Beschäftigtenzahlen. Die Arbeitslosenquote im IHK-Bezirk beträgt im September 4,1 Prozent. Im Neckar-Odenwald-Kreis nähert sich die Situation der Vollbeschäftigung: Die Arbeitslosenquote beträgt dort 3,1 Prozent.

          Im Herbst 2019 erwarten 22 Prozent der Betriebe höhere Investitionsausgaben, 45 Prozent rechnen mit gleich bleibenden und 18 Prozent mit sinkenden Investitionen. „Aufgrund der leicht steigenden Investitionen und des hohen Beschäftigungsniveaus bleibt die Binnennachfrage voraussichtlich auch in den nächsten Monaten eine Stütze der Konjunktur“, so Nitschke.

          Umsätze und Auftragseingänge der hiesigen Industriebetriebe sind tendenziell rückläufig. Ein Viertel der Unternehmen schätzt per saldo seine Lage als gut ein, im Frühsommer waren es noch 40 Prozent. Jeder zehnte Betrieb im verarbeitenden Gewerbe erwartet per saldo, dass sich seine Geschäfte in den nächsten 12 Monaten verschlechtern werden.

          Nitschke sieht vor allem in den vielfältigen außenwirtschaftlichen Risiken eine Herausforderung für die Industrieunternehmen: „Zum ersten Mal seit 10 Jahren liegt der Saldo der Exporterwartungen im negativen Bereich. Neben den andauernden Konfrontationen zwischen den USA und China wirken sich die Auseinandersetzungen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten auf die Erwartungen an das Auslandsgeschäft aus.“ Das Geschäft mit den Ländern Asiens stockt und für den nordamerikanischen Markt gehen die Industrieunternehmen von rückläufigen Ausfuhren aus. Das stagnierende Europageschäft der Industrie ist von Unsicherheiten rund um den Brexit geprägt. Per saldo gehen 37 Prozent der Betriebe von fallenden Exporten in das Vereinigte Königreich aus.

          Die gute Binnennachfrage zeigt sich in den Einschätzungen des Handels: Jeder dritte Betrieb schätzt seine Lage aktuell positiv ein. Von den nächsten 12 Monaten erwarten sich die Händler jedoch insgesamt keine Umsatzimpulse. Während der Einzelhandel auf das Weihnachtsgeschäft hofft, nimmt der Großhandel, auch aufgrund seiner internationalen Vernetzung, seine Erwartungen deutlich zurück.

          Die Dienstleister zeigen sich immer noch positiv bei der Einschätzung der Geschäftslage. Ihre Geschäftserwartungen trüben sich etwas ein, bleiben jedoch im positiven Bereich. Die Unternehmen planen leicht steigende Investitionen und Beschäftigtenzahlen.

          Weniger Betriebe als in der Vorumfrage sehen im Fachkräftemangel eine Bedrohung für ihre wirtschaftliche Entwicklung. Er bleibt jedoch Geschäftsrisiko Nummer 1. Ein Abschwächen der Binnennachfrage steht auf Platz 2 der Risiken. Vor allem Handel und Industrie fürchten eine geringere inländische Nachfrage. „Aktuell fällt auf, dass die Wirtschaftspolitik von den Unternehmen stärker als Risikofaktor wahrgenommen wird als in den Vorumfragen. Besonders kritisch sind hier die Industriebetriebe. Die Eskapaden der internationalen Handelspolitik sind für sie nicht mehr nachvollziehbar. Zudem: Waren zusätzliche Vorgaben aus der Politik in konjunkturell besseren Zeiten für viele Unternehmen gut zu verkraften, so werden sie nun zunehmend kritischer gesehen“, erläutert der IHK-Hauptgeschäftsführer.

          Der aktuelle IHK-Konjunkturbericht ist abrufbar unter www.rhein-neckar.ihk24.de/konjunktur
          Quelle IHK Rhein-Neckar.

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