Ludwigshafen – Theater im Pfalzbau: #Festspiele Ludwigshafen 2019

        Ludwigshafen / Metropolregion Rhein-Neckar.
        Die Festspiele Ludwighafen 2019

        Schauspiel
        Nach Flaggschiffen wie dem Burgtheater Wien oder dem Residenztheater München präsentiert die Werkschau bei den Festspielen Ludwigshafen 2019 ein weiteres führendes Sprechtheater: Das Deutsche SchauSpielHaus Hamburg ist mit vier Produktionen zu Gast. Seit 2013 wird es von der Regisseurin Karin Beier geführt, unter ihrer Intendanz entstanden viele aufsehenerregende und preisgekürte Inszenierungen. Auch im Rahmen der Werkschau sind zwei Theatertreffen-Inszenierungen zu sehen.
        Ihre Karriere als Regisseurin begann Karin Beier mit innovativen Shakespeare-Auffüh-rungen, und dass sie noch immer einen besonderen Zugang zum Werk des englischen Dramatikers hat, zeigte sie bei den Festspielen 2018 mit Der Kaufmann von Venedig. Am 26./27.10.19 eröffnet ihre Inszenierung von William Shakespeares König Lear die diesjährige Werkschau.
        Für die Titelrolle konnte Karin Beier den Ausnahmeschauspieler Edgar Selge gewinnen. König Lear erzählt von einem missglückten Generationenwechsel: Der alte Herrscher versteht nicht mehr, was um ihn herum vorgeht und versucht in einem verzweifelten, irrationalen Akt einen Rest von Stabilität wiederzugewinnen. Die Folgen für ihn und sein Reich sind tragisch. Edgar Selges König Lear denkt und handelt aus einer heutigen Per¬spek¬tive. Selge spielt einen modernen Mann, der nicht begreifen will, dass seine Para¬meter nicht mehr funktionieren. Karin Beiers hochaktuelle Inszenierung wirft viele Fragen an unsere unerbittliche Zeit auf, deren Entwicklungen für Viele nicht mehr fassbar sind.
        Ein anderer vermeintlich irrational agierender Herrscher steht im Fokus von Elfriede Jelineks Stück Am Königsweg, das am 01./02.11.19 gezeigt wird. Dieser König ist ein blinder Ödipus, er bringt die Pest und sitzt in seinem goldenen Turm auf goldenen Stühlchen. Die Bezüge zu Amerikas Präsident Donald Trump sind deutlich, obwohl sein Name nie genannt wird. Er steht für alle, die in seinem Geist handeln, für die offiziellen Vertreter eines Rechtspopulismus, der zunehmend bedrohlicher wird.

        Elfriede Jelineks Stück scheut kein Klischee, keine Trivialität und findet doch zu einer sehr eigenen und bösen Analyse der Gegenwart. Der renommierte Regisseur Falk Rich-ter dreht die Schraube noch ein Stück weiter und verpackt den Text in eine überbor-dende Grand-Guignol-Show. Das Ensemble – darunter der großartige Benny Claessens als Schauspieler des Jahres 2018, die Grande Dame des Schauspiels Ilse Ritter und die Comedienne Idil Baydar – vollführt eine rasante Maskerade am Rand der Geschmack-losigkeit, aber im steten Bewusstsein der ernsten Lage.
        Die Inszenierung ist vielfach preisgekrönt: Sie wurde zum Berliner Theatertreffen 2018 eingeladen, mit dem Publikumspreis der Mülheimer Theatertage 2018 ausgezeichnet und in der Kritikerumfrage der Zeitschrift theater heute zum Stück des Jahres und zur Inszenierung des Jahres gekürt. Außerdem wurde Benny Claessens für seine darstel-lerischen Leistungen in der Hamburger Inszenierung zum „Schauspieler des Jahres“ ernannt, Andy Besuch erhielt die Auszeichnung “Kostüme des Jahres”.
        Ab jetzt, eine Komödie des gerade 80 Jahre alt gewordenen britischen Dramatikers Alan Ayckbourn steht fast seit Beginn der Intendanz von Karin Beier auf dem Spielplan. In einem Londoner Vorort lebt Jerome nach der Trennung von seiner Frau und der gemein¬samen Tochter mit einem weiblichen Roboter zusammen. Er verschanzt sich hinter Fen¬sterläden aus Stahl, denn draußen haben die sogenannten „Töchter der Finsternis“ die Herrschaft übernommen. Jerome ist Komponist und leidet unter einer kreativen Blocka¬de. Um wieder Zugang zu seinen künstlerischen Ressourcen zu bekommen, bräuchte er die Nähe seiner Tochter. Im Kampf um das Sorgerecht greift er zu extremen Mitteln.
        Karin Beiers geglückte Inszenierung treibt die Satire auf die Spitze. Das gelingt ihr nicht zuletzt durch ein hervorragendes Ensemble, allen voran Götz Schubert als Jerome sowie die großartige Lina Beckmann als gescheiterte Schauspielerin Zoe. Am 29./30.11.19 ist die Erfolgsproduktion in Ludwigshafen zu sehen.
        Ein bekannter Stoff, ganz neu erzählt, beschließt am 14.12.19 die Werkschau und zu-gleich die Festspiele. Effi Briest – allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie ist eine sehr freie Adaption des Romans von Theodor Fontane. Die Geschichte der 17jährigen Effi, die mit ihrem viel älteren Ehemann nicht recht glücklich wird, in eine belanglose Affäre stolpert und dafür teuer bezahlen muss, wurde schon viele Male verfilmt und auf der Bühne gezeigt. Im Grunde war also alles gesagt. Die Regisseurin Barbara Bürk und der Musiker und Schauspieler Clemens Sienknecht wollten es sich dennoch nicht nehmen lassen, die Geschichte noch einmal zu erzählen – auf ihre eigene, sehr unkonventionelle Weise. Im Format einer Radioshow rückt, eben mit anderem Text und herrlich schräger Musik, die alte Story aus wilhelminischer Zeit wieder ganz nah an uns heran. Auch diese Inszenierung wurde (im Jahr 2016) mit einer Einladung zum Berli¬ner Theatertreffen geadelt.
        Am 06./07.11.19 ziehen die Festspiele Ludwigshafen ins Gläserne Foyer. Auf der kleinen Bühne dort ist Ahmed revient zu sehen, eine One-Man-Show, die in Frankreich seit lan¬gem Kult ist. Der Schauspieler Didier Galas hat nach einem Roman von Alain Badiou die Theaterfigur Ahmed geschaffen. Ahmed trägt eine Maske und steht in der Tradition der Komödiendichtung des Aristophanes, der Komödien Molières, der burlesken Hirnge¬spinste der Marx Brothers oder der surrealistischen Spinnereien von Monty Python. Geboren in den Außenbezirken des vorigen Jahrhunderts, wirft er einen unbedarften Blick auf die Gesellschaft von heute. Er tritt auf die Bühne, um über die Liebe und die Poesie, über Identität, Rassismus, Laizismus oder den Islam zu sprechen. Ahmed macht seinen Zuhörern die Lebendigkeit und die Freude an der Philosophie und dem Theater zum Geschenk.
        Ein weiteres bedeutendes Schauspielhaus, ein weiterer bedeutender Regisseur ist am 09., 10., 11.11.19 zu erleben. Bertolt Brechts Dreigroschenoper gastiert in einer Insze-nierung von Robert Wilson am Berliner Ensemble. Damit kehrt der geniale Theaterer¬neuerer zurück nach Ludwigshafen, wo vor längerer Zeit schon seine spektakulären Auf¬führungen von The Black Rider, Poe und Alice zu sehen waren. Wilsons Theaterarbeiten sind hochästhetische Gesamtkunstwerke mit surrealem Einschlag, und auch seine am Berliner Ensemble gefeierte Dreigroschenoper funktioniert als elegante, perfekt choreo¬graphierte und opulente Version des Brechtklassikers. Raffinierte Ton- und Lichteffek-te, kunstvolle Animation, herausragende Darsteller und die herrlich schräge Musik Kurt Weills lassen die Aufführung zu einem einmaligen Erlebnis werden.
        Die Wiederaufnahme von Johann Wolfgang von Goethes Götz von Berlichingen in der Regie von Tilman Gersch am 22./23.11.19 ist der Auftakt zu einer weiteren Auffüh-rungsserie über die Spielzeit hinweg. In einer kompakten Fassung für sieben Spieler untersucht Tilman Gersch den Mythos des Querkopfs mit der eisernen Faust und dem goldenen Herzen. Vier Schauspieler und drei junge Männer aus Ludwigshafen erzählen Goethes frühes Sturm und Drang-Stück auf ihre Weise. Sie zeigen die Ambivalenz des Ausnahmecharakters Götz; seine Unbelehrbarkeit und Selbstüberschätzung genauso wie seine optimistische Kraft und entwaffnende Anarchie. Wenn Gottfried am Ende sagt, er habe sich überlebt, ist das die kluge Erkenntnis eines leider gebrochenen Mannes.
        Mit Europa flieht nach Europa kommt am 08.12.19 ein mehr als aktuelles Stück vom Badischen Staatstheater Karlsruhe nach Ludwigshafen. Die österreichische Autorin Miroslava Svolikova befasst sich darin mit der mythologischen Figur Europa, einer Frau in einer schwierigen Lage. Mit Sprachkraft und beißendem Humor singt sie ein doppeldeutiges Loblied auf Eigenverantwortung, Selbstoptimierung und ewigen Wett-bewerb. Kompromisslos entwirf Svolikova die Chronologie unserer Kolonialgeschichte als Farce: Eine Geschichte der Eroberung, der Kriege und Klassenkämpfe.

        Tanz
        Das renommierte Israel Ballet setzte sich das Ziel, durch seine Arbeit die Kunst des klassischen Balletts zu bewahren und zu fördern. Zugleich bringt die Compagnie auch bahnbrechende, innovative künstlerische Werke hervor und betreibt dadurch einen kreativen Dialog zwischen dem klassischem Ballett und der neu entstehenden, vielfäl-tigen zeitgenössischen Kunst Israels. Beim Gastspiel zur Eröffnung der Festspiele Lud-wigshafen am 18. und 19.10.19 zeigt die Gruppe Andonis Foniadakis‘ hochkomplexe Choreographie Black Swan und Sharon Eyals packende Neuinterpretation des Klassikers Carmen unter dem Titel Nova Carmen.
        Beim spektakulären Tanzstück Vertikal der bekannten Hip-Hop-Formation Compagnie Käfig am 23.10.19 ist der Name Programm. Mourad Merzouki choreographierte hier ein wunderschönes Werk, in dem seine Tänzer die Gesetze der Schwerkraft zu überwin¬den scheinen. Gerade noch mit kraftvollen Tanzschritten am Boden, schweben sie plötzlich nahezu schwerelos über der Bühne. Benjamin Lebreton gestaltete ein Bühnenbild aus dekorativen, hoch aufgerichteten Mauern, an denen die Tänzer wie von Zauberkraft be¬wegt hochschnel¬len, in der Senkrechte tanzen, an langen Seilen hängend noch oben lau¬fen, schwingen und sich synchron bewegen. Inspiriert von Zirkusakrobatik und Danse vertical, erobert der Tanz hier eine atemberaubende neue Dimension.
        Choreograph Damien Jalet, bekannt für seine Zusammenarbeit mit Sidi Larbi Cherkaoui, entwarf sein fremdartig schönes und soghaftes Tanztheaterstück Omphalos für
        CEPRODAC, das einzige zeitgenössische Ensemble Mexikos. Ausgehend von einer mexi-kanischen Fabel über die Entstehung der Welt, entwickelt der Choreograph eine tänze-rische Reflexion über die menschliche Wahrnehmung von Raum und Zeit. Er bezog my-thologische und wissenschaftliche Kosmologie sowie das Unbewusste in seine Konzep-tion mit ein. So geben sich die Tänzer wie von einer fremden Macht gesteuert den dehn¬baren und vielfältigen Zyklen der Zeit hin, erleben Beschleunigung, Verzögerungen und unvorhersehbare schwindelerregende Spiralen. Das atemberaubende Stück gemahnt in großartigen Bildern an einen Mythos, der über die Zeiten hinweg Göttlichkeit, Mensch¬liches und Dämonisches vermischt und trennt.
        Sidi Larbi Cherkaoui zählt zu den weltweit erfolgreichsten Choreographen des zeitge-nössischen Tanzes. Seine Aufsehen erregende Kreation Sutra wurde von der Fachzeit-schrift ballet-tanz zur Produktion des Jahres 2009 gekürt. Diese umwerfende Arbeit des flämisch-marokkanischen Tanzvisionärs, bei den Festspielen am 19. und 20.11.19 zu se¬hen, ist von der Kraft, Schönheit und Präzision der Shaolin-Kampfkunst inspiriert. Mit siebzehn buddhistischen Mönchen hat Cherkaoui ein Tanzstück entwickelt, das dem spi¬rituellen Kern dieser Kampfkunst nachspürt. Die von Turner-Preisträger Antony Gormley mit Lichteffekten dramatisch in Szene gesetzte beeindruckende Bühnenland-schaft besteht aus mannshohen Holzkisten, die in unterschiedlichen Formationen zum Einsatz kommen: ob Mauer, Brücke oder Tempel – die Verwandlungen finden mit be-wundernswerter Präzision und auf fesselnde Weise statt.
        „Dökk“ ist das isländische Wort für Dunkelheit und eine Metapher für eine gedankliche Ausdehnung im Unterbewusstsein. Das surrealistische Tanzstück von fuse* aus Italien, am 26. und 27.11.19 in Ludwigshafen zu Gast, wurde mit dem Ziel entwickelt, eine tiefe Verbindung zwischen Darstellern und digitalen Landschaften herzustellen. Im Zusam-menspiel von Licht, Raum, Ton und Bewegung werden Grenzen überschritten. Jede Auf¬führung greift auf Algorithmen in Echtzeit zurück, die es dem Publikum mit Hilfe von Sensoren ermöglichen, eins zu werden mit den lebhaften Landschaften auf der Bühne und somit Raum und Zeit zu überwinden. Ein Gefühl von Einheit mit dieser faszinie¬ren-den Welt entsteht.
        In der letzten Spielzeit faszinierte das Scapino Ballet Rotterdam die Ludwigshafener Zuschauer mit seinem Barock-Tanztheaterstück Scala, und in dieser Saison sind nun am 03.12.19 zwei weitere Choreographien des künstlerischen Leiters Ed Wubbe zu sehen.
        In Le Chat Noir nach dem berüchtigten Pariser Theatercafé des 19. Jahrhunderts ver-schmelzen Tanz, Musik und Varieté schwungvoll miteinander und lassen auf nostalgi-sche Weise den Geist des Veranstaltungsortes lebendig werden. Holland ist eine Hom-mage des Choreographen an seine holländische Heimat. Seine tiefe Zuneigung zu diesem Land und dessen goldenem Zeitalter in den Gemälden von Frans Hals, Rembrandt oder Vermeer übersetzt Ed Wubbe in die Sprache des abstrakten Tanzes und schafft so ein bezwingendes Spannungsverhältnis zwischen den verschiedenen Ebenen.
        Die São Paulo Dance Company, kürzlich mit dem Ballettklassiker Don Quixote in Lud-wigs¬hafen zu Gast, bereichert die Festspiele Ludwigshafen in diesem Jahr am 06. und 07.12.19 um ein gemischtes modernes Programm. Die 2008 gegründete Gruppe, eine der wichtigsten Lateinamerikas, beherrscht sowohl das klassische als auch das moderne Repertoire und offenbart in ihrem Gastspiel die beeindruckende Vielfalt und Dynamik der brasilianischen Tänzer. Der marokkanisch-kanadische Choreograph Édouard Lock hat mit Trick, Cell, Play ein Stück zum Thema Erinnern und Vergessen erarbeitet, über das kulturelle Gedächtnis der Menschheit und dessen Gefährdung. Hintergrund und Anlass war die Brandkatastrophe im Brasilianischen Nationalmuseum in Rio de Janeiro, bei der das kulturelle Erbe Lateinamerikas fast völlig vernichtet wurde. Zum hundertsten Geburtstag von Michel Fokines berühmtem Ballett Der Feuervogel entstanden, interpretiert Marco Goecke in seinem Pas de deux das russische Märchen auf faszinierende Weise neu. Er lässt darin zwei vollkommen unterschiedliche Naturen aufeinandertreffen: einen tanzenden Vogel und einen Menschen, der sich in die Lüfte erhebt. Inspiriert von den Flüchtlingsproblemen unserer Zeit, schickt die Choreographin Joëlle Bouvier schließlich in Odisseia zur Musik von Heitor Villa-Lobos und Bachs Matthäuspassion ihre Tänzer auf eine Reise zu sich selbst.

        Extras
        Gaye Su Akyol gilt als eine der überzeugendsten jungen Stimmen und aufregendsten Klangforscherinnen der Türkei. Als Singer-Songwriterin, Produzentin und audiovisuelle Konzept-Künstlerin setzt sie sich mit der eigenen Vergangenheit und ihren Wurzeln, dem extrem verlinkten Hier und Jetzt sowie einer digital hochlabilen Zukunft ausein-ander. Ihr neues Album mit dem Titel Istikrarlı Hayal Haki¬kattir, der übersetzt „Konse-quente Fantasie ist Realität“ bedeutet, hat Gaye Su Akyol selbst geschrieben, arrangiert und koproduziert. Sie kombiniert darin lebensfrohe Balladen, futuristischen Surf-Rock
        und Post-Punk. Das Album ist zutiefst poetisch, hoch politisch und trifft den Kern unse-rer Zeit. Das Konzert von Gaye Su Akyol bietet am 20.10.19 eine wunderbare Möglich-keit, die deutsch-türkische Freundschaft zu feiern.
        Die Reihe Wort & Wein mit Regionalbezug beginnt am 31.10.19. Wenn Georg Forster nicht gerade in Mainz Revolution betrieb, entdeckte er zusammen mit James Cook die Welt. Frank Vorpahl, aspekte-Redakteur und besessener Forster-Forscher, erzählt von einem reiselustigen Rebellen, der für den Rhein eine besondere Sympathie empfand. Im rheinhessischen Gundheim hat sich Ulrich Martin die Wiederentdeckung historischer Rebsorten auf die Fahnen geschrieben. Statt Riesling kultiviert er nun Räuschling und manch andere exotisch klingende Traube.
        Jan Philipp Reemtsma, ausgewiesener Kenner der Werke des großen Autors Arno Schmidt, erkundet in verschiedenen Texten bei seiner Lesung am 13.11.19 das Schmidt’sche poetische Terrain und macht dabei deutlich, welche intellektuelle Freude die Lektüre dieser originellen, geschliffenen Prosa bedeutet. Der bekannte Literatur- und Sozialwissenschaftler ist dem Dich¬¬ter seit vielen Jahren eng verbunden und gilt als „außerordentlicher Erzähler mit einem feinen Gespür“ für die Eigenheiten Arno Schmidts. Dieser zählt zu den bedeutendsten und einfluss¬reichsten deutschsprachigen Nachkriegsschriftstellern. Bereits in seiner frühen Er¬zählung Leviathan zeigte er sich als radikal experimentierender Avantgardist von hoher sprachlicher Artistik. Mit Veröffent¬lichungen wie Herz aus Stein, Seelandschaft mit Pocahon¬tas und vor allem Zettels Traum gilt sein Werk als ebenso komplex wie das des Iren James Joyce.
        Eine Kulturpolitische Diskussion zum Thema Brauchen wir Identität? steht am 18.11.19 auf dem Programm. Die Diskussionsteilnehmer stellen den umstrittenen Terminus auf den Prüfstand, fragen nach den Wurzeln des aktuellen Konflikts und nach der Chance, die eine neue Bewertung des Identitätsbegriffs für die gegenwärtige Kultur bedeuten könnte. Zu Gast sind u.a. der Germanist Prof. Dr. Dieter Borchmeyer, der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer und die Schauspielerin und nachtkritik-Ko-lumnistin Lara-Sophie Milagro. Die Moderation übernimmt Frank Pommer.
        Mit dem Klimawandel und der Gletscherschmelze setzt sich die multimediale Klang-installation Gletschermusik am 04. und 05.12.19 auseinander. In der magischen Musik, die sich thematisch auf das Schmelzen der Gletscher bezieht, erleben die Zuschauer ein faszinierendes musikalisches Zusammenspiel von uralter kaukasischer Tradition und neuen künstlerischen Ideen. Das vom Goethe-Institut in Almaty und Taschkent initiierte, international gefeierte deutsch-armenisch-georgische Projekt fördert den Austausch von Kunst und Wissen¬schaft und lenkt Aufmerksamkeit auf die von Menschen verursach¬te prekäre Lage der Natur. Im zweiten Teil des Konzertes steht ein großer Chor auf der Bühne.
        Quelle Theater im Pfalzbau © Alen Ljubic 7,36 M

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