Mannheim – IHK-Hauptgeschäftsführer: „Durch Fachkräftemangel geringere Einkommen und Investitionen in der Region als möglich“ IHK-Prognose: 2 Milliarden Euro Wertschöpfungsverlust pro Jahr

        Mannheim/Metropolregion Rhein-Neckar, 12. August 2019. „Den Unternehmen unserer Region fehlen auch bei etwas schwächerer Konjunkturlage nach wie vor in einer Vielzahl von Berufsgruppen die nötigen Fachkräfte. Durch diesen Fachkräftemangel entgeht der Region im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar, also in den Stadtkreisen Heidelberg und Mannheim sowie den Landkreisen Rhein-Neckar und Neckar-Odenwald, jedes Jahr eine Wertschöpfung im Wert von mehr als 2 Milliarden Euro“, fasst IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Axel Nitschke die Ergebnisse des neuen IHK-Fachkräftemonitors zusammen. „Dieses Geld könnte der Region für mehr Lohn und Einnahmen und damit letztendlich für mehr Steuern und Investitionen zur Verfügung stehen, wenn die Unternehmen das nötige Personal hätten. An diesen Aussagen wird deutlich, dass der Fachkräftemangel nicht nur ein Problem für die betroffenen Unternehmen ist, sondern auch für die Menschen und die Steuerkassen unserer Region.“

        Hauptursache für die zunehmende Fachkräfteknappheit ist der demografische Wandel. Während immer mehr Fachkräfte aus geburtenstarken Jahrgängen in Rente gehen, rücken immer weniger Fachkräfte nach. „Viele Unternehmen der Region können nicht jeden möglichen Auftrag annehmen, weil oft Stellen aufgrund fehlender qualifizierter Bewerber nicht besetzt werden können – so erklärt sich der Wertschöpfungsverlust in der Gesamtwirtschaft“, erklärt Nitschke. Hinzu kommt: „Sechs von zehn Unternehmen in der Region stufen den Fachkräftemangel als Geschäftsrisiko ein, wie wir aus unseren Konjunkturumfragen wissen.“ Nitschke appelliert an die Unternehmen, künftig noch stärker auf die Aus- und Weiterbildung ihrer Belegschaft zu setzen: „Die digitale Transformation führt dazu, dass sich Berufsbilder und die Anforderungen an die Mitarbeiter zukünftig schneller und häufiger ändern. Aus- und Weiterbildung wird immer wichtiger. Man lernt nie aus.“

        Allein in diesem Jahr fehlen in der Region 32.000 Fachkräfte, die in den Betrieben eine Wertschöpfung von 2,2 Milliarden Euro erzielen könnten. Im Jahr 2030 wird der Mangel an qualifiziertem Personal voraussichtlich auf 50.000 angewachsen sein, was einen Wertschöpfungsverlust von 3,6 Milliarden Euro bedeuten würde.

        Das Fachkräfteangebot in der Region wird innerhalb der elf Jahre bis 2030 um ein Fünftel schrumpfen. Sind es heute noch 434.000 Personen, werden 2030 nur noch 349.000 Qualifizierte für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Die Belegschaften der Unternehmen werden jedoch nicht nur kleiner, sie werden zudem immer älter: Das Durchschnittsalter der Beschäftigten wird zwischen 2019 und 2030 von 44,1 Jahre auf 46,6 Jahre ansteigen.

        Nach Qualifikationsniveau betrachtet wird der Fachkräftemangel bei akademischen Fachkräften sowohl 2019 und 2030 jeweils 4.700 offene Stellen aufweisen, während die Zahl der offenen Stellen bei den beruflich qualifizierten Fachkräften in diesem Zeitraum von 27.000 auf 44.000 steigt.

        Derzeit gibt es Personalengpässe in technischen Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionssteuerungsberufen sowie Berufen im Maschinenbau und der Betriebstechnik, zudem bei Büro- und Sekretariatsberufen und medizinischen Gesundheitsberufen sowie Berufen in der Unternehmensorganisation und im Personalwesen. Bis 2030 wird der Fachkräftemangel vor allem in zwei Berufsgruppen zunehmen – den technischen Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionssteuerungsberufen sowie den sozialen und hauswirtschaftlichen Berufen.

        Hintergrund: Der IHK-Fachkräftemonitor
        Der IHK-Fachkräftemonitor ist ein Prognoseinstrument, das das Wirtschaftsforschungsinstitut WifOR GmbH für die IHKs in Baden-Württemberg entwickelt hat und jährlich aktualisiert. Der aktuelle Fachkräftemonitor 2019 ist unter www.fachkraeftemonitoring-bw.de als interaktive Webanwendung verfügbar. Mit der Webanwendung lässt sich die Fachkräfteentwicklung in repräsentativen Wirtschaftszweigen und Regionen anschaulich visualisieren und vergleichen. Ergänzt wird der IHK-Fachkräftemonitor von dem ebenfalls jährlich aktualisierten IHK-Demografierechner www.demografierechner-bw.de, der Unternehmen die Analyse ihrer betrieblichen Altersstruktur und ihres künftigen Bedarfs an Fachkräften ermöglicht.

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