Landau – In fünf Jahren viel vorangebracht – EWL gut aufgestellt für die Zukunft – Amtsperiode des Verwaltungsrates endet

        Landau/Metropolregion Rhein-Neckar. Als kommunales Unternehmen bewegt sich der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) im Spannungsfeld von Bürgerservice, der immer strengeren Umweltgesetzgebung und wirtschaftlichen Anforderungen. „Die Arbeit ist anspruchsvoll und die Themen werden komplexer. Aber gemeinsam bewegen wir viel für Landau. Von der kommunalen Daseinsvorsorge bis zu einem ansprechenden Stadtbild – der EWL trägt und übernimmt Verantwortung. Die Bürgerinnen und Bürger können sich auf den EWL verlassen“, erklärte Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron. Er steht seit dem 1. Januar 2016 als Vorsitzender dem wichtigsten Gremium des kommunalen Unternehmens, dem Verwaltungsrat, vor. Die fünfjährige Amtsperiode des Gremiums endet mit der Neubesetzung durch den Stadtrat, voraussichtlich am 27. August 2019. In dieser Zeit tagten die 19 Mitglieder des Gremiums bisher 32 Mal und trafen dabei wichtige Entscheidungen, die den EWL fit für die Zukunft machen. Dafür investierte das kommunale Unternehmen 29,88 Millionen Euro in der laufenden Amtsperiode.

        Wichtige Schritte bei Abwasserbeseitigung
        Dichte Rohre für die Abwasserführung, energieeffizientes Arbeiten in der Kläranlage. Diese beiden Großprojekte treibt der EWL seit einigen Jahren voran und investiert, auch mit Blick auf die Klimabilanz der Kommune. So erneuert das städtische Unternehmen konsequent Kanalabschnitte oder dichtet ältere Betonrohre mit modernen Verfahren ab. Seit 2014 wurden auf diese Weise für rund 9,3 Mio. Euro 15,1 Kilometer Abwasserleitungen für die nächsten 30 Jahre fit gemacht. Begleitend wurden defekte Haus- und Sinkkastenanschlüsse erneuert. In die Kläranlage hat der EWL in den letzten Jahren rund 1,5 Millionen Euro investiert. Im Juni dieses Jahres machte der Verwaltungsrat durch Grundsatzbeschluss den Weg frei für den nächsten Entwicklungsschritt der Einrichtung: Diese soll bis 2021 energieautark und damit klimaneutral arbeiten. Dafür sollen 950.000 € investiert werden. Hier zeigt sich der EWL als ein Vorreiter in Deutschland.

        Vorsorge ist auch ein wichtiger Punkt beim Schutz vor Überschwemmungen durch immer häufiger auftretende Starkregenereignisse. Auch damit hat sich der Verwaltungsrat mehrfach befasst. Im August 2018 beschloss das Gremium ein Präventionskonzept entwickeln zu lassen. Die Erarbeitung eines Hochwasservorsorgekonzeptes steht im Startblock. Die Leistung wurde ausgeschrieben und ein qualifiziertes Büro gefunden. Wenn die Förderzusage des Landes vorliegt, beginnt die Arbeit: In öffentlichen Begehungen und Workshops können sich die Bürger dann auch aktiv einbringen.

        Weichen bei Abfallentsorgung gestellt
        Erfolgreich gestartet ist die Sperrabfallsammlung in Landau Anfang Juni. In acht Sitzungen hatte der Verwaltungsrat sich intensiv mit den Rahmenbedingungen für den neuen Abholservice und dessen Finanzierung befasst. Die verbindliche Biotonne für alle Haushalte, die der Verwaltungsrat im Februar 2015 beschloss, sorgt für eine deutlich höhere Wiederverwertungsquote organischer Abfälle: Im ersten Schritt einer Trockenfermentierung mit Stromerzeugung, im zweiten Schritt wird wertvoller Kompost daraus. Dieses Vorgehen ist hocheffizient und leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz in Landau. An der Frage wie künftig Verpackungsabfälle und andere Wertstoffe erfasst werden, hatte der EWL die Bürger beteiligt. Aufgrund der Rückmeldungen wird nun die Gelbe Tonne in Landau schrittweise eingeführt. Mit der Einführung von Sammelplätzen und einem Behälterservice sorgt der EWL zudem seit gut drei Jahren für mehr Sicherheit bei der Abfallsammlung auf Landaus Straßen.

        Einen wichtigen Grundstein legte der Verwaltungsrat mit seinem Beschluss für den Bau eines neuen Wertstoffhofes im April 2015. Seit Januar 2018 ist die neue Einrichtung in Betrieb. Sie ist ein großer Gewinn für die Sicherheit anliefernder Personen und Mitarbeiter, außerdem werden die Abfälle exakter getrennt und in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt.

        Arbeiten am attraktiven Stadtbild
        Sauberkeit auf Landaus Plätzen und Straßen ist ein Punkt, zudem der Verwaltungsrat in der zurückliegenden Amtsperiode mehrfach diskutiert und wichtige Entscheidungen getroffen hat. So kümmern sich die Mitarbeiter des EWL-Bauhofes wieder direkt um die Reinigung der Fußgängerzone. Rege genutzt von den Bürgerinnen und Bürgern wird das Scherbentelefon, das mittlerweile auch über Messanger-Dienste erreichbar ist. Ob Scherben oder Unrat im Park – der EWL organisiert zügige Beseitigung. Eine ganze Reihe an Maßnahmen zeigt deutlich Wirkung, wie eine Analyse der städtischen Sauberkeit im vergangenen Jahr belegte. Zudem wartet der innerkommunale Arbeitskreis Stadtbildpflege mit einem neuen Konzept auf, hier hat der EWL die Federführung übernommen.

        Organisation und Kooperationen vorangebracht

        In mindestens 14 Sitzungen diskutierte der Verwaltungsrat den Schulterschluss mit anderen Städten und Gemeinden in der Region: Ob interkommunale Lösungen für die Abfallverwertung oder die Klärschlammentsorgung – nur gemeinsam lassen sich die großen Herausforderungen der Zukunft lösen. Diese stellt unter anderem der Gesetzgeber mit Blick auf den Schutz von Umwelt, Boden und Grundwasser. „Das ist gut und wichtig mit Blick auf die kommenden Generationen. All unsere Anstrengungen dienen dem Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen wie auch einer sauberen und intakten Lebenswelt. Ein nachhaltiges und vorausschauendes Handeln – das ist unser Anspruch und bildet für den EWL ein klares Leitbild“, hielt Dr. Maximilian Ingenthron fest.

        Eine besondere Herausforderung stellt dabei der zukünftige Betrieb des Müllheizkraftwerkes in Pirmasens dar. Der Zweckverband Abfallverwertung Südwestpfalz (ZAS) muss die Weichen für den Weiterbetrieb ab 2024 stellen. Intensiv arbeiten die entsprechenden Gremien des ZAS an einer wirtschaftlichen Lösung.

        Intern war der Umzug in die Georg-Friedrich-Dentzel-Straße ein großer Schritt für den EWL. Die Nutzung des ehemaligen DiZaP-Gebäudes nach Ende der Landesgartenschau entschied der Verwaltungsrat im Januar 2016. Das Gebäude befindet sich im Besitz des EWL und ermöglicht nun kürzere Wege innerhalb des Hauses für die Mitarbeiter. Das große Foyer bietet sich für Veranstaltungen an – unter anderem öffnet dort regelmäßig das Repair-Café. Die Neuordnung der Geschäftsbereiche schaffte leistungsfähigere Strukturen. Mit dem Beschluss eines Digitalisierungskonzeptes traf der Verwaltungsrat im Mai eine wichtige Entscheidung mit Blick auf Verwaltungseffizienz, auch vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung in Deutschland.

        Neues Gremium konstituiert sich

        In diesen Wochen endet die Amtsperiode des 19-köpfigen Verwaltungsrates. Dieser hat die Aufgabe, die Tätigkeit des Vorstandes zu begleiten und zu prüfen. Dem Gremium gehören derzeit neben Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron 13 gewählte Vertreter der im Stadtrat vertretenen Parteien, sowie fünf Beschäftigte des EWL an. Nach der Kommunalwahl vom 26. Mai wird sich das Gremium neu formieren, die konstituierende Sitzung ist für Oktober geplant. Künftig sollen dem Verwaltungsrat 15 gewählte Vertreterinnen und Vertreter von den im Stadtrat vertretenden Parteien angehören.

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