Landau – Für Bienen, Schmetterlinge und Co.: Stadt Landau und Universität Koblenz-Landau stellen Kooperationsprojekt „Bunte Wiese“ vor

        Landau / Metropolregion Rhein-Neckar.

          Schön und nützlich: Um die Artenvielfalt auf öffentlichen Rasen- und Wiesenflächen weiter zu fördern, haben die Stadtverwaltung Landau sowie Studierende und Lehrende der Universität Koblenz-Landau die „Initiative Bunte Wiese Landau“ ins Leben gerufen. Auf ausgewiesenen Parzellen im Goethepark und am Spionskopf werden die Rasenflächen künftig nur noch ein- bis zweimal jährlich gemäht und nicht gedüngt. Aus dem vorhandenen Potential der Rasenflächen und der Samen im Boden sollen sich Wiesenflächen entwickeln und damit ein vielfältiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen entstehen. Die Entwicklung der Flächen wird von der Universität wissenschaftlich begleitet. Gemeinsam mit Dr. Kai Riess vom Institut für Umweltwissenschaften und der Leiterin der städtischen Grünflächenabteilung, Sabine Klein, hat Beigeordneter und Umweltdezernent Rudi Klemm das Projekt jetzt vorgestellt und entsprechende Hinweisschilder an den Flächen angebracht.

          „Herkömmliche Rasenflächen werden 20 bis 30 Mal pro Jahr gemäht“, erklärt der Umweltdezernent. „Reduziert man die Mähgänge auf ein- bis zweimal jährlich, haben Kräuter und Blüten länger Zeit, sich zu entwickeln und dienen vielen Insekten und anderen Tieren als Lebensgrundlage“, so Klemm. In der Stadt seien es bereits 24 Hektar, also rund 30 Prozent der innerstädtischen Grünflächen, die auf diese Weise extensiv gepflegt werden, wie etwa im Quartier Vauban, im Westpark oder im Gewerbegebiet am Messegelände. „Gerade vor dem Hintergrund des Bienen- und Insektensterbens und der schrumpfenden Zahl an Singvögeln ist es wichtig, den Tieren Nahrungsquellen und Überwinterungsmöglichkeiten zu bieten. Mit der neuen Initiative möchten wir in Zusammenarbeit mit der Universität einen Beitrag zu mehr Artenvielfalt leisten, Vorbild sein und aufzeigen was passiert, wenn man selbst verhältnismäßig kleine Flächen wieder der Natur überlässt“, betont der Beigeordnete.

          Landau ist bundesweit die dritte Stadt, neben Tübingen und Stuttgart, in der das Projekt „Bunte Wiese“ umgesetzt wird. Bei regelmäßigen Durchgängen werden Studierende Flora und Fauna der Wiesenflächen untersuchen. Betrachtet werden insbesondere die Entwicklung von Gräsern und Kräutern, aber auch des Bestands an Insekten wie Wanzen, Spinnen und Zikaden. Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre angelegt; eine Erweiterung der Flächen ist bei Bedarf möglich. Eine erste Vorstellung der Untersuchungsergebnisse ist im Herbst dieses Jahres geplant.

          Die „Initiative Bunte Wiese“ trifft sich jeden letzten Dienstag im Monat um 17:30 Uhr zu einem Stammtisch im Bau G am Campus der Universität. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.
          Foto: Gemeinsam bei der Vorstellung des Kooperationsprojekts „Bunte Wiese“: Studierende der Universität Koblenz-Landau, Dr. Kai Riess vom Institut für Umweltwissenschaften (3.v.l.), Beigeordneter und Umweltdezernent Rudi Klemm (3.v.r.), Umweltamtsmitarbeiter Dr. David Elsaesser (2.v.r.) und die Leiterin der städtischen Grünflächenabteilung, Sabine Klein (r.).
          Quelle Stadt Landau

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