Frankenthal – Runder Tisch mit Kaffeeanbietern stimmt für gemeinsame Mehrwegbecherkampagne

Frankenthal/Metropolregion Rhein-Neckar. Die Städte Ludwigshafen, Frankenthal (Pfalz), Neustadt an der Weinstraße und der Rhein-Pfalz-Kreis hatten gemeinsam mit dem Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland Pfalz im März einen ersten Runden Tisch mit Kaffeeanbietern aus der Region ins Leben gerufen, um gemeinsam über den Einsatz von Mehrwegbechern zu diskutieren. Bei den ersten beiden Treffen wurden die zwei Mehrwegbecherlösungen vorgestellt, die in der Metropolregion derzeit vertreten sind. Dabei wurde intensiv über die Vor- und Nachteile diskutiert. Das wichtigste Ergebnis der unternehmerischen Runde: Alle sind sich einig, eine gemeinsame Mehrwegbecher-Kampagne durchführen zu wollen, an der sich möglichst alle beteiligen können. Die Mehrheit der Beteiligten sprach sich für das System Recup aus, unter anderem weil es ein umfassendes Pfandsystem ist und bereits bundesweit zum Einsatz kommt. Auch das Studierendenwerk Vorderpfalz wird dieses System demnächst an seinen Einrichtungen an der Hochschule Ludwigshafen einführen.

Doch auch die Mannheimer Kampagne „Bleib Deinem Becher treu“ fand bei einigen Anklang, da hier keine monatlichen Kosten entstehen. Sie stellt vor allem eine Alternative für kleinere Filialen dar, die nur wenige Becher pro Tag ausgeben. Beide Systeme lassen sich gut miteinander verbinden, sodass man mit diesen weiterarbeiten will. Für die pendelnde Kundschaft hat dies den Vorteil, dass dann beide Becher in der Metropolregion gekauft und auch wieder bei den am jeweiligen System teilnehmenden Betrieben abgegeben werden können. „Wir wollen mit der Mehrwegbecherkampagne einen Beitrag zur Schonung der Ressourcen leisten. Es freut mich, dass lokale Unternehmen sich an den Gesprächen zur Einführung eines Mehrwegbechers in der Region beteiligen und wir uns dabei auf einem guten Weg befinden“, erklärte der Frankenthaler Bürgermeister Bernd Knöppel.

Mit dieser Motivation ist für den 9. Mai 2019 um 18.30 Uhr ein weiteres gemeinsames Planungstreffen angesetzt, um eine Strategie zu erarbeiten, wie die Mehrwegbecherlösung in der Region möglichst erfolgreich implementiert werden kann. Bisher waren in einem ersten Schritt Bäckereien und Tankstellen kontaktiert worden. Mittelfristig ist jedoch angestrebt, auch andere Coffee-to-go-Anbieter wie etwa Cafés, Kioske oder Fastfood-Ketten mit ins Boot zu holen. An dieser Stelle sind also alle, die sich beteiligen möchten und bisher nicht kontaktiert wurden, herzlich eingeladen, sich bei Sebastian Felixberger, Klimaschutzmanager des Rhein-Pfalz-Kreises, zum kommenden Planungstreffen anzumelden.

Hintergrund
In Deutschland werden jede Stunde etwa 320.000 Einwegbecher für den schnellen Kaffeegenuss für unterwegs, also als Coffee-to-go, verbraucht. Pro Jahr kommen so fast drei Milliarden Becher zusammen. Große Mengen Energie und Ressourcen, die wir an anderer Stelle gut gebrauchen können, gehen auf diese Weise verloren.

Damit langfristig ein Mehrwegsystem für Coffee-to-go-Becher funktionieren kann, muss eine einfache und nutzerfreundliche Lösung für die Kundinnen und Kunden gefunden werden, die gleichzeitig umsetzbar und praktikabel für die teilnehmenden Betriebe ist.

Bei Rückfragen und Anmeldungen melden Sie sich bitte bei Herrn Sebastian Felixberger – Klimaschutzmanager des Rhein-Pfalz-Kreises.
Telefon: +49 (0)621 5909- 4050
E-Mail: Sebastian.Felixberger@kv-rpk.de

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