Heidelberg – Barrierearme Neugestaltung: Baubeginn am Neckarlauer: Bald mit Rollstuhl, Kinderwagen & Co. leichter an den Fluss – aufwändige Arbeiten am und im Wasser


        Erster Bürgermeister und Baudezernent Jürgen Odszuck (oben, im Führerhaus des Baggers) gab gemeinsam mit weiteren Beteiligten den Startschuss zum Bauprojekt am Neckarlauer.
        Foto: Philipp Rothe

        Heidelberg / Metepolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Baubeginn am Neckarlauer: Die Bauarbeiten zur barrierefreien Neugestaltung des Neckarlauers auf Höhe der Heidelberger Stadthalle starten am Montag, 22. Oktober 2018. Zukünftig soll der Neckarlauer für Menschen mit Kinderwagen, Rollstuhl sowie Rollator & Co. leichter zu erreichen sein. Ziel ist es außerdem, die Aufenthaltsqualität des Areals für Einheimische und Gäste der Stadt durch Sitzgelegenheiten und eine atmosphärisch angenehme Beleuchtung aufzuwerten. Der Umbau der ersten Hälfte des Neckarlauers soll innerhalb der Winterpause der Fahrgastschifffahrt von Oktober 2018 bis April 2019 ausgeführt und fertiggestellt werden. Die Umgestaltung des Neckarlauers ist das erste große Bauvorhaben des Projekts „Stadt an den Fluss“, mit dem Heidelberg Stadt und Fluss wieder stärker verbinden will. Perspektivisch soll der gesamte Neckarlauer neu gestaltet werden.

        Am Freitag, 19. Oktober 2018, machten sich Heidelbergs Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck, Alexander Krohn von der Stabsstelle „Stadt an den Fluss“ und weitere Vertreter städtischer Ämter ein Bild von der Baustelle. Daniel Gornik und Achim Denkel vom Heidelberger Büro „GDLA Gornik Denkel landschaftsarchitektur“ Orazio Randazzo von der Firma Bienco stellten das Gestaltungskonzept und die Ausführungsplanung vor. Mit dabei waren außerdem Karl Hofstätter als Vertreter für die „Weiße Flotte“ und das „Pier 4“, Dr. Johanna Reek, stellvertretende Leiterin des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Heidelberg, Jürgen Weber vom städtischen Tiefbauamt sowie Oliver Wolf, der Leiter des Kongresshauses Stadthalle. Heidelberg Marketing betreibt die Stadthalle und unterstützt die Stadt seit mehreren Jahren beim Thema Barrierefreiheit am Neckarlauer sowie bei der Pflege und dem Erhalt des Areals.

        EBM Jürgen Odszuck: „Bessere Verbindungen zum Neckar und dort attraktive Orte schaffen“

        „Der Neckar zählt zu den größten Freiräumen Heidelbergs und prägt den einzigartigen Charakter der Stadt. Die Weite und der Blick auf die bewaldeten Berghänge machen den Charme des Flusses aus – gerade im Kontrast zur dichtbebauten Altstadt“, betonte Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck. „Aktuell findet ein Großteil des Stadtlebens leider abseits des Flusses statt. Die Stadtverwaltung – und auch ich persönlich – will in der gesamten Stadt wieder bessere Verbindungen zum Neckar und dort attraktive Orte schaffen. Hier am Neckarlauer werden die Menschen künftig wieder auf Wasserniveau flanieren können“.

        Der Umbau – angeregt durch den Verein „Neckarorte e. V.“ – kostet insgesamt rund 1.250.000 Euro. Der Gemeinderat stimmte am Donnerstag, 18. Oktober 2018, einstimmig einer Erhöhung der bisherigen Maßnahmengenehmigung von 1.000.000 Euro auf 1.250.000 Euro zu. Grund für die Kostensteigerung sind die vergleichsweise aufwändigen Bauarbeiten am beziehungsweise im Wasser: Das gesamte Hafengebiet besteht aus Aushubmaterial aus Zeiten des Stadthallenbaus um das Jahr 1903. Es bedarf neuer Tragschichten, weil heutzutage zum Betanken und Beliefern der Schiffe auch Lastwagen den Neckarlauer befahren müssen. Zudem liegt das Areal im Überschwemmungsgebiet des Neckars. Der Neckarlauer muss also hochwassersicher umgebaut und gestaltet werden.

        Entlang der Baustelle werden Bauzäune mit historischen Aufnahmen und Visualisierungen der geplanten Neugestaltung zu sehen sein. An mehreren Stellen wird ein Blick auf die Bauarbeiten möglich sein.

        Höhere Aufenthaltsqualität – Verbesserungen im Detail

        Der Neckarlauer mit der Fahrgastschifffahrt der Weißen Flotte zieht jährlich über 200.000 Einheimische und Gäste an den Neckar. Doch der bisherige Zustand des Uferabschnitts lädt nicht zum Verweilen ein. Marode Treppen, unzureichende Beleuchtung und teilweise offen abgelagerter Müll machen den Uferbereich aktuell zu einem unattraktiven Aufenthaltsort. Das historische Kopfsteinpflaster macht Menschen im Rollstuhl, mit Krücken oder Kinderwagen gleichermaßen zu schaffen. Kleinere Verbesserungsmaßnahmen hatten keinen großen Effekt. Nun soll die Aufenthaltsqualität mit folgenden Maßnahmen erhöht werden:

        Umfassende Oberflächen-Erneuerung: An der Rampe von der Bushaltestelle hinunter zum Fluss soll es einen neuen, zwei Meter breiten Weg aus Sandstein geben, der das Gelände für alle leicht zugänglich macht. Rund um diesen Weg wird das historische Natursteinpflaster wieder eingebaut. Dadurch bleibt die ursprüngliche Charakteristik des Neckarlauers erhalten. Von den neuen Treppenabgängen zu den Bootsanlegern hin werden zudem kleinere Plätze aus Sandstein angelegt.
        Sitzgelegenheiten, Treppen, Beleuchtung: Um die Aufenthaltsqualität der Wartebereiche zu erhöhen, sind mehrere Sitzblöcke aus Sandstein vorgesehen. Einbauleuchten in den Sitzblöcken und auf dem Weg bieten in den Abendstunden eine Effektbeleuchtung. Aufgrund der Hochwassergefahr muss das Beleuchtungssystem wasserdicht sein. Die Treppen erhalten neue Geländer mit Beleuchtung.
        Mülltonneneinhausung: Die Mülltonnen auf Höhe der Bushaltestelle „Kongresshaus“ sollen vergrößert und gestalterisch eingehaust werden.

        Herausforderungen und Details zur Baustelle:

        Aufwändiger Aufbau für das Fundament: Damit der Untergrund auch schwere Fahrzeuge trägt, muss in bis zu einem Meter Tiefe ein stabiler Untergrund entstehen. Dafür werden zunächst das Kopfsteinpflaster und das Erdreich ausgehoben. Auf den Einbau einer neuen Trag- und Frostschutzschicht folgt eine Betonschicht. Auf dem Beton werden die neuen Sandsteinplatten und das alte Kopfsteinpflaster zementgebunden verlegt.
        Bauarbeiten unter Wasser: Am Neckarlauer entspricht der Grundwasserstand dem Wasserstand des Neckars. Für Bauarbeiten unter Wasser wäre teurer Unterwasserbeton nötig. Um dies zu vermeiden, wird der Grundwasserstand in der Baugrube mit Hilfe von Pumpen abgesenkt.
        Hochwasser: Ein Blick in die vergangenen Jahre zeigt leider, dass gerade im November Hochwasserereignisse sehr wahrscheinlich sind. In der Anfangsphase muss deshalb besonders zügig gearbeitet werden. Denn bevor der Beton nicht ausgehärtet ist, wäre jedes Hochwasser eine Gefahr für den gesamten Zeitplan der Bauarbeiten. Die Baustelleneinrichtung muss deshalb auch so organisiert sein, dass sämtliche Materialien und Maschinen schnell vor Hochwasser gesichert oder abtransportiert werden können.
        Betrieb der Fahrgastschifffahrt und des Restaurants Pier 4: Die Saison der „Weißen Flotte“ ist je nach Wetterlage zwischen April und Ende Oktober. Der Umbau soll deshalb zum Start der Saison 2019 fertig sein. Das schwimmende Lokal „Pier 4 Restaurant Ponton“ ist ganzjährig geöffnet. Der Zugang zum Lokal wird trotz der Bauarbeiten möglich sein.

        Das Projekt „Stadt an den Fluss“ startete im Jahr 2016. Bei insgesamt vier Veranstaltungen in verschiedenen Stadtteilen entlang des Flusses wurden zusammen mit dem „Neckarorte e.V.“, weiteren lokalen Organisationen, Stadtteilvereinen sowie Bürgerinnen und Bürgern Ideen und konkrete Vorschläge zur Gestaltung und Nutzung der einzelnen Orte gesammelt, untersucht und diskutiert.

        Aus diesen Ideen ist 2017 ein Arbeitsprogramm entstanden. Mit kleinen Teilprojekten soll der Neckar als öffentlicher Raum an vielen Stellen mit unterschiedlicher Nutzung erlebbar sein und qualitativ aufgewertet werden. An möglichst vielen Abschnitten soll es künftig uferbegleitende, attraktive Fuß- und Radwege geben. Die Projektgruppe „Stadt an den Fluss“ arbeitet – unter Leitung des Ersten Bürgermeisters und Baudezernenten Jürgen Odszuck – die Nutzungs- und Gestaltungspläne weiter aus. Weitere Informationen gibt es online unter www.heidelberg.de/neckarorte.

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