Heidelberg – Das Sozialfestival gegen Armut und Ausgrenzung

        Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak/cn/jsr) – 1992 hat die UN den 17. Oktober zum „Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut“ erklärt. Seit 2004 findet deshalb im Oktober die Heidelberger Aktionswoche gegen Armut und Ausgrenzung statt – heuer zum 15. Mal. Es ist das gemeinsame Anliegen von 52 Bündnispartnern aus dem Sozialbereich, aktiv zur Herstellung annähernd gleicher Chancen und Lebensbedingungen aller Bürgerinnen und Bürger beizutragen. Die Öffentlichkeit und besonders auch die Kommunalpolitik soll für dieses zentrale Thema interessiert und sensibilisiert werden, um Armut und Ausgrenzung aber auch deren strukturellen Ursachen zu bekämpfen. In diesem Jahr liegt das besondere Augenmerk der Aktionswoche auf dem Motto: „Mehr Mut zum Handeln“. Auf den inzwischen gut bekannten schwarzen Plakaten ist das Wort Mut in dem Wort Armut integriert. Wer ist gemeint?
        Im nächsten Mai ist Gemeinderatswahl. Die Aktionswoche fordert die Heidelberger Kommunalpolitik zu mehr Mut zum Handeln auf in der nächsten fünfjährigen Gemeinderatsperiode. Zum Ausdruck kommt dies in dem aktuell in den Gemeinderat kommenden neuen Bericht zur sozialen Lage in Hei-delberg, in dessen Erstellung erstmals Betroffene und Fachleute aus den Organisationen ein kleines Stück eingebunden waren. In dem in Kürze öffentlichen Bericht wird es neu erarbeitete Handlungs-empfehlungen geben. Es wird schnell erkennbar, dass es Handlungsbedarf gibt. Die Frage ist, was davon realisiert werden kann. Dazu muss es einen politischen Willen geben, um die notwendigen Res-sourcen zur Verfügung zu stellen. Die erste Veranstaltung der Aktionswoche ist nun bereits heute am Donnerstag, den 11.10. um 19:30h im Katholischen Gemeindehaus in der Hildastr. 6. Es werden diese Handlungsempfehlungen sowie deren Wirksamkeit und Umsetzung besprochen. Diese Diskussion wird auch bei der Eröffnungsveranstaltung am Sonntag, den 14.10. in der Bonifatius-kirche in der Weststadt angesprochen. Nach der Eröffnungsrede des Bündnisses spricht Prof. Dr. Georg Cremer zu den kommunalen Möglichkeiten, Armut zu bekämpfen. Vor der Eröffnung um 18.00 Uhr ist ab 17.00 Uhr die Vernissage der mittlerweile traditionellen Kunstaustellung „ArTmut“. Die Arbeiten der diesjährigen ArTmut sind zum Thema „Ich habe einen Traum!“, was von einem sehnlichen Wunsch oder einer Fantasie oder einer psychischen Aktivität während des Schlafes handeln kann. Der Bezug zur Aktionswoche steht in der Einladung: „Träumen Sie etwas Schönes!“ Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung durch den Heidelberger Beschwerdechor. Den Mut als politischen Rahmen der Aktionswoche spricht auch die Veranstaltung am Dienstag „Was verbindet die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDG) und die sozialen Ziele vor Ort?“ an. Die von den Vereinten Nationen beschlossenen globalen Nachhaltigkeitsziele haben eine starke soziale Dimension. Wie weit sieht Heidelberg bei der Umsetzung der oft und gern zitierten „sustainable development goals“ auch das soziale Element als Teil einer strategischen politischen Ausrichtung von Nachhaltig-keit. Die 46 sozialpolitische Positionen des Heidelberger Bündnisses in acht Handlungsfeldern, die von den Heidelberger Parteien und Wählergemeinschaften vor der Gemeinderatswahl 2014 sehr positiv be-wertet wurden, sollen in einer weiteren Veranstaltung „Wahlprüfsteincheck am Mittwoch überprüft werden. Bei der „Großveranstaltung“ am Donnerstag zum Thema „Bedingungsloses Grundeinkommen“ mit dem bekannten Armutsforscher Christoph Butterwegge wird die Frage gestellt, ob dieses ein „Mittel gegen Armut und soziale Ausgrenzung“ sein kann. Auch das allgegenwärtige Wohnungsproblem in Heidelberg ist Thema. Das Bündnis sieht, dass in den letzten Jahren tausende von neuen, aber fast nur teure Wohnungen entstanden und stellt fest, dass Wohnraum für die Menschen mit durchschnittlichen und geringen Einkommen fehlt. Am Freitag den 19.10 geht es deshalb um „Leistbare Wohnungen: Es ist Zeit zum Handeln!“.
        Die 52 Mitglieder des Bündnisses präsentieren mit großem Engagement und Begeisterung außer den politischen Veranstaltungen auch 14 Veranstaltungen „Treffpunkte“ mit vielfältigen Angeboten und 11 mal „Rat&Hilfe“ direkt für Betroffene. Alle genauen Daten der insgesamt 32 Veranstaltungen der Aktionswoche stehen unter www.das-heidelberger-buendnis.de. Das jährliche Heidelberger „Sozialfestival“, für das das Heidelberger Bündnis einen ebenso hohen gesellschaftlichen Rang sieht wie die vielen guten Kulturfestivals in der Stadt, bietet Betroffenen, Akti-ven und der Bevölkerung einen Rahmen, sich über Integration aller Benachteiligten und Bekämpfung von Armut zu verständigen. Dieser positive Druck soll im kommenden Gemeinderatswahlkampf an die Politik weitergegeben werden, so der Wunsch des Heidelberger Bündnis.

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