Heidelberg – Radverbindung über den Neckar: Gemeinderat beschließt Beteiligungskonzept! Öffentliches Forum am 17. Juli – Online-Beteiligung ab dem 13. Juli unter www.heidelberg.de/radverbindung

Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Die Stadt Heidelberg plant, eine neue Rad- und Fußwegverbindung über den Neckar zwischen Bergheim und dem Neuenheimer Feld. Dabei entsteht auch eine neue Brücke zwischen der Ernst-Walz-Brücke und dem Wieblinger Wehr. Das Ziel ist eine komfortable Anbindung der südlichen und südwestlichen Stadtteile an das Neuenheimer Feld, eine Entlastung der Ernst-Walz-Brücke und der Mittermaierstraße sowie eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Umfeld der neuen Brücke in Bergheim. In einem nun folgenden zweistufigen Planungswettbewerb sollen die Bürgerschaft und wichtige Interessensgruppen (Stadtteilvereine, Bezirksbeiräte, Universität, Beirat für Menschen mit Behinderungen, ADFC, Interessengemeinschaft Rad, Interessengemeinschaft Fuß) intensiv beteiligt werden – das entsprechende Konzept hat nun der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 28. Juni einstimmig beschlossen.

„Die neue Verbindung wird eine enorme Verbesserung für Radfahrer und Fußgänger mit sich bringen – sie kommen künftig schneller, sicherer und komfortabler ins Neuenheimer Feld und zurück. Für Bergheim und Wieblingen wollen wir zudem im Umfeld der Brücke die Aufenthaltsqualität verbessern und für die ganze Stadt und das weltberühmte Neckarpanorama eine architektonisch ausdrucksstarke Lösung finden“, sagt Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck.

Beteiligungsmöglichkeiten bereits im Juli

Für die erste Wettbewerbsstufe – dem sogenannten Ideenwettbewerb – muss nun zunächst gemeinsam mit der Bürgerschaft die Aufgabenstellung für die Planungsbüros erarbeitet werden. Hierfür gibt es bereits im Juli sowohl ein öffentliches Bürgerforum, als auch eine Online-Beteiligung. Das Bürgerforum findet am 17. Juli, 18 Uhr, im Bürgerhaus Bahnstadt statt. Die Online-Beteiligung läuft vom 13. Juli bis zum 29. Juli unter www.heidelberg.de/radverbindung. Die Aufgabenstellung betrifft unter anderem die Brückengestaltung und -konstruktion, die Gestaltung/Umgestaltung der Zu- und Abfahrten sowie die städtebauliche und freiraumplanerische Konzeption im Umfeld der neuen Brücke.

Die Aufgabenstellung wird dann vom Gemeinderat beschlossen und anschließend an die teilnehmenden Planungsbüros gegeben. Eine Jury-Entscheidung über die eingereichten Entwürfe ist dann für das erste Halbjahr 2019 vorgesehen. Daran schließt sich die zweite Phase – der sogenannte Realisierungswettbewerb – an. Hier werden die vielversprechendsten Entwürfe aus dem Ideenwettbewerb vertiefend bearbeitet. Eine erneute Jurysitzung mit Entscheidung ist dann für das zweite Halbjahr 2019 vorgesehen.

Hintergrund: Im Juli 2017 beschloss der Gemeinderat, den Fuß- und Radverkehr zwischen Bergheim und Neuenheimer Feld, der bisher über den Wehrsteg führt, zukünftig über eine eigenständige Brücke zu führen. Im Oktober 2017 wurde diese Rad- und Fußgängerquerung als Kandidat für die Internationale Bauausstellung Heidelberg (IBA) aufgenommen. Entstehen soll demnach eine etwa sechs Meter breite Querung über den Autobahnzubringer, die Vangerowstraße und den Neckar, die innovativ, baukonstruktiv und gestalterisch die Integration von Stadt- und Landschaftsraum gewährleistet. Die zukünftige Rad- und Fußwegeverbindung über den Neckar ist Teil der geplanten Radhauptachse zwischen Mannheim und Schwetzingen. Die Linienführung der Brücke ist vom nördlichen Neckarufer kommend über den Gneisenauplatz bis zum Anschluss an die projektierte Gneisenaubrücke westlich des Hauptbahnhofes, welche die Stadtteile Bergheim und die Bahnstadt verbindet, vorgesehen. Neben dieser Bedeutung für den regionalen Radverkehr, bringt sie aber auch entscheidende Vorteile für das Heidelberger Radwegenetz: Sie stellt eine attraktive Verbindung zwischen dem Süden und Norden Heidelbergs her. Auf diesem Weg gelangen Radfahrende aus den südlichen Stadtteilen, Bergheim, Wieblingen, Rohrbach, West- und Südstadt, Kirchheim und auch Schwetzingen und Patrick-Henry-Village direkt ins Neuenheimer Feld. Die bestehende Radverbindung über die Mittermaierstraße wird damit entschieden entlastet. Durch eine entsprechende Rampe und mögliche zusätzliche Aufgänge werden die Stadtteile Bergheim und Wieblingen eine gute Anbindung an die Brücke erhalten. Weiterhin ist angedacht, im Wettbewerb auch Ideen dafür zu generieren, wie die entstehenden Freiräume unter sowie die bereits bestehenden Grünräume um die Brücke herum so gestaltet werden könnten, dass sie einen Nutzen für Bergheim haben werden und diesem Stadtraum eine gute Aufenthaltsqualität geben. Eine verbesserte Infrastruktur für den Radverkehr lässt auch eine Reduzierung des Autoverkehrs im Stadteingang Bergheim erwarten, was eine Entlastung für den Stadtteil bedeuten würde.

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