Mannheim/Metropolregion Rhein-Neckar. Im Beisein zahlreicher Gäste aus dem kirchlichen und politischen Leben sowie der bereits eingezogenen und vielen künftigen Bewohner wurde am Freitag, 22. Juni, in Neuostheim das evangelische ThomasCarree feierlich eingeweiht. Mit diesem Bau direkt neben der Thomaskirche setzt die Evangelische Kirche in Mannheim ein unübersehbares Zeichen in die hiesige Pflegelandschaft. „Wir sind stolz und glücklich“, sagte Dekan Ralph Hartmann. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Thomaskirche errichtet, stehe das ThomasCarree dafür, dass „wir Heimat bieten wollen in ganz unterschiedlichen Lebenslagen“, betonte Hartmann: Heimat, die sich gut einfüge in den Stadtteil und in das Miteinander vor Ort. Der Neubau biete zudem mit 80 Arbeitsplätzen auch Heimat für 80 Mitarbeitende. Das ThomasCarree solle „ein Ort sein, an dem Kirche spürbar ist“, sagte Hartmann. Damit die Seelsorge ausreichend Raum finde, werde ab Herbst ein Seelsorger seinen Dienst ausschließlich in den vier kirchlichen Heimen aufnehmen, die zu den Evangelischen Pflegediensten Mannheim (EPMA) gehören.
Bei der Einweihung stellte Pfarrer Stephan Scholpp das Haus unter den Schutz und den Segen Gottes. Für den künftigen Raum der Stille, der ein Herzenswunsch der maßgeblich an den Planungen beteiligten früheren Gemeindepfarrerin Martina Egenlauf-Linner gewesen sei, überreichte der Bauherr Alex Zimmermann von FWD für die Anschubfinanzierung einen Scheck. Er dankte allen Beteiligten für die hervorragende Zusammenarbeit und zeigte sich froh über die unfallfrei verlaufene Bauphase.
„Einzigartig in der Metropolregion“
Mit seiner Pflegekonzeption sei das ThomasCarree „einzigartig in der Metropolregion“, sagte EPMA-Geschäftsführer Peter Grewe. „Wir arbeiten im kirchlichen Auftrag und diakonischen Sinne“. Stadtrat Claudius Kranz, der die Grüße des Oberbürgermeisters Dr. Peter Kurz überbrachte, bezeichnete den Neubau als „ein außergewöhnlich gelungenes Werk“ und „einen Meilenstein in der Pflegelandschaft Mannheims.“ Er dankte der Evangelischen Kirche dafür, dass sie sich „auf dem Markt der Pflege“ einbringe und damit eine wesentliche Verantwortung für die Gesellschaft übernehme.
Die Redner dankten allen, die an der Konzeption und der Realisation des ThomasCarree beteiligt waren. Insbesondere der Ältestenkreis mit seiner Vorsitzenden Dr. Gerlinde Kammer sowie Pfarrerin Martina Egenlauf-Linner, die gemeinsam mit ihrer, wie Hartmann betonte, „mutigen und zukunftsweisenden Entscheidung“ das ThomasCarree denkbar gemacht hatten. In den Dank schloss er ausdrücklich „die katholischen Geschwister“ mit ein. Denn „ohne die Idee des ökumenischen Zentrums an St. Pius hier in Neuostheim wäre auch die Idee des ThomasCarrees nicht möglich gewesen“. Nachdem die evangelische Thomaskirche 2009 durch einen doppelten Wasserschaden unnutzbar worden war, begannen Protestanten und Katholiken die gemeinsame Nutzung der katholischen Kirche St. Pius zu planen. Dieses ökumenische Zentrum wird auch ein Kinderhaus, Gemeinderäume sowie ein evangelisches Pfarrhaus umfassen.
Das ThomasCarree bietet auf fünf Geschossen Raum für 40 Eigentumswohnungen (Betreutes Wohnen), 36 Mietapartments (Pflegenahes Wohnen), 77 vollstationäre Pflegeplätze, zehn bis zwölf Tagespflege-Plätze sowie Raum für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege. Ein Bistro-Café sowie Fitnessraum, Sauna und Räume für unter anderem Ergo- und Physiotherapie ergänzen das Angebot. Bauherr des ThomasCarree ist die FWD Hausbau und Grundstücks GmbH aus Dossenheim, die das Gebäude errichtet und für 30 Jahre an die Evangelischen Pflegedienste Mannheim (EPMA) vermietet. Die Pläne haben die PiA Architekten, Mannheim, entworfen. Trägerin des ThomasCarree ist die EMPA. Deren Gesellschafterin sowie Grundstückseigentümerin ist die Evangelische Kirche in Mannheim. Info: www.thomascarree.de
Zuletzt aktualisiert am 25. Juni 2018, 14:25



































