Mannheim – Bundesregierung erteilt Zuschlag für “Digital Hub Rhein-Neckar” im Technologiezentrum Ludwigshafen

Technologiezentrum LudwigshafenMannheim / Metropolregion Rhein-Neckar – Rhein-Neckar-Region erhält Zuschlag für „Digital Hub“ der Bundesregierung –

Ein weiterer Erfolg für Rhein-Neckar auf dem Weg zur Digitalen Modellregion: Heute gab Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries sieben weitere sogenannte „Digital Hubs“ bekannt. Hierzu zählt der Digital Hub „Ludwigshafen / Mannheim“ mit den Branchenschwerpunkten Chemie und Gesundheit. Mit der „Digital Hub“-Initiative will die Bundesregierung die Zusammenarbeit von Start-ups, Wissenschaft, Mittelstand und Großunternehmen weiter stärken, um so die branchenspezifischen Innovationspotenziale der Digitalisierung in den verschiedenen Regionen noch besser zu heben. „In Deutschland gibt es vielleicht kein Silicon Valley, dafür aber viele exzellente Valleys mit eigenen Stärken“, so Zypries. Darüber hinaus soll in den Hubs der Austausch mit internationalen Unternehmen und Investoren ermöglicht werden.

Bewerbung im regionalen Schulterschluss
Der Ernennung vorausgegangen war eine gemeinsame Bewerbung von rund 40 Partnern aus der Metropolregion Rhein-Neckar, darunter Unternehmen, Cluster, Wissenschaftseinrichtungen sowie Wirtschaftsförderungen verschiedener Städte. Die Federführung lag bei der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH. Der Zuschlag im Rahmen der „Digital Hub“-Initiative ist der zweite Erfolg für die Metropolregion Rhein-Neckar binnen kurzer Zeit. Bereits im Februar stellte das Bundeswirtschaftsministerium 300.000 Euro zum Auf- bzw. Ausbau der „Koordinierungsstelle Intelligente Vernetzung“ zur Verfügung. „Die Ernennung zum Digital Hub unterstreicht die wirtschaftliche und wissenschaftliche Stärke und Innovationskraft der Rhein-Neckar-Region in den Bereichen Chemie und Gesundheit. Zugleich ist sie Anerkennung und Lohn für die regionale Netzwerkarbeit“, so Luka Mucic, Vorstandsvorsitzender des Vereins Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar und Mitglied des Vorstands SAP SE. Mitte Juni findet zudem der Digital-Gipfel der Bundesregierung in der Rhein-Neckar-Region mit dem Hauptaustragungsort Ludwigshafen statt.
Der „Digital Hub Ludwigshafen / Mannheim“ wird seinen Hauptsitz im Technologiezentrum Ludwigshafen haben.

Zypries: Sieben neue Digital Hubs ausgewählt
Die nächsten sieben Digital Hubs stehen fest. Ausgewählt wurden die Städte: Köln, Dresden/Leipzig, Karlsruhe, Stuttgart, Ludwigshafen / Mannheim, Potsdam und Nürnberg / Erlangen. Darmstadt verstärkt zudem den FinTech Hub in Frankfurt um den Schwerpunkt Cyber Security.
In den Hubs vernetzen sich junge Startups, etablierte Wirtschaft und exzellente Wissenschaft, um gemeinsam digitale Innovation zu schaffen.

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries: „Ich freue mich, dass unsere Digital Hub Initiative so großes Interesse geweckt hat. Wir konnten unter erstklassigen Bewerbungen sieben hervorragende, neue Digital Hubs auswählen. Die ausgewählten Städte stehen für Branchenschwerpunkte, von Chemie über Gesundheit bis zur Künstlichen Intelligenz, ihre Initiativen werden dem Gründerstandort Deutschland Aufwind geben.“
Die Initiative hat zum Ziel, die einzelnen Standorte durch eine Hub Agency untereinander besser zu vernetzen. Gerade in den stärker industriegeprägten Städten fehlt oft ein enger Kontakt mit der innovativen Startup Szene. Dabei profitieren beide: die etablierte Wirtschaft von den frischen Ideen der Startups und die
jungen Gründer von den Erfahrungen und Kontakten der Alteingesessenen. Zudem soll eine internationale Werbekampagne die einzelnen Standorte und Stärken
Deutschlands in der Gründerszene noch bekannter machen. Insgesamt stehen nun alle 12 deutschen Hubs der Digital Hub Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums fest. Frankfurt, Hamburg, Dortmund, Berlin und München wurden bereits Ende 2016 ausgewählt. Bei der Auswahl hat ein hochrangiger Expertenbeirat mitgewirkt.

Was genau ist die Digital Hub Initiative?
Mit der Digital Hub Initiative will das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Entstehung digitaler Hubs in Deutschland unterstützen. Der „Hub“-Idee liegt zugrunde, dass die Zusammenarbeit von Unternehmen und Gründern auf engem Raum (wie im Silicon Valley) gerade auch im digitalen Zeitalter Innovation befördert. Nötig dafür sind Hubs mit internationaler Ausstrahlung, in denen sich deutsche und internationale Gründer, Wissenschaftler, Investoren und etablierte Unternehmen gegenseitig stärken. Eine gemeinsame Dachmarke (de:hub) und eine gemeinsame Hub Agency, betrieben von der Digitalagentur RCKT, werden die Vernetzung und den Austausch von Know-how erleichtern. Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Berlin, Dortmund, Dresden/Leipzig, Karlsruhe, Stuttgart, Mannheim/Ludwigshafen, Potsdam und Nürnberg/Erlangen sind Teil der Initiative. Jeder dieser Standorte arbeitet mit einem branchenspezifischen Fokus, um den sich vielfältige andere Themen gruppieren können.
Das BMWi möchte diese Hubs nicht schaffen, sondern bestehende Stärken unterstützen – durch eine kreative nationale Vernetzung und eine schlagkräftige internationale Werbekampagne.

Warum braucht Deutschland 12 Hubs?
Im Silicon Valley ballt sich IT-Kompetenz aus allen Bereichen, und das exzellent: wegweisende Wissenschaft, erfolgreiche große Firmen und finanzkräftige Start-ups, die den Markt prägen. Diese Ballung an einem Ort gibt es in Deutschland nicht – die einzelnen Kompetenzen aber sehr wohl. Es gibt über Deutschland verteilt lebhafte Start-up Szenen, internationale Weltmarktführer in der etablierten Wirtschaft und anerkannte wissenschaftliche Exzellenz.
Deutschlands Stärken können daher nur in mehreren Hubs abgebildet werden. Beliebig darf es aber auch nicht werden – daher haben wir die Zahl im Vorfeld auf 10–12 beschränkt.

Was sind die Ziele der Digital Hub Initiative?
Ziel der BMWi-Hub-Initiative ist es, die Hub-Standorte besser zu vernetzen. Dabei geht es um eine Vernetzung auf unterschiedlichen Ebenen: Innerhalb der Hubs geht es um die Vernetzung von Start-ups, Wissenschaft, Mittelstand und Großunternehmen. Die Vernetzung der Hubs untereinander beschleunigt Innovationsprozesse einzelner Branchen und treibt die digitale Transformation somit voran. Gerade in den stärker großindustriegeprägten Städten fehlt oftmals die Vernetzung mit der innovativen Start-up-Szene. Und dabei profitieren beide: die etablierte Wirtschaft von den frischen Ideen der Start-ups und die jungen Gründer von den Erfahrungen und Kontakten der Alteingesessenen.
Darüber hinaus soll in den Hubs auch der internationale Austausch mit Weltmarktführern und möglichen Investoren aus dem Ausland ermöglicht werden. Hierzu ist es notwendig, Hubs mit internationaler Strahlkraft entstehen zu lassen, die für internationale Gründer, Wissenschaftler, Unternehmer und natürlich auch Investoren reizvoll sind.
Das BMWi entwickelt dafür zusammen mit der Hub Agency und der GTAI eine kreative internationale Werbekampagne, die dafür sorgen soll, dass internationale Start-ups sich im Industrieland Deutschland ansiedeln. Es soll deutlich werden, dass sie gerade hier die besten Voraussetzungen für industrie- und ingenieurorientiertes Denken und Arbeiten vorfinden, das dann mit neuesten digitalen Möglichkeiten und Produkten verknüpft werden muss.

Welche Herausforderungen mussten Standorte erfüllen, um Teil der Initiative zu werden?
In der Region eines Hubs sollten Unternehmen, die in einer jeweiligen Branche auf globaler Ebene Markt- bzw. Innovationsführer sind sowie branchenspezifische Forschungs- und Bildungseinrichtungen vorhanden sein. Zudem ist eine Start-up-Community wichtig und ein Netzwerk aus Persönlichkeiten, die als Mentoren und Berater tätig sein können. Ziel der einzelnen Hubs muss es sein, eine internationale Spitzenposition einnehmen zu wollen.

Zur Metropolregion Rhein-Neckar GmbH
Die Metropolregion Rhein-Neckar GmbH wurde 2006 gegründet. Ihre Gesellschafter sind neben dem Verband Region Rhein-Neckar und dem Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar die Industrie- und Handelskammern Rhein-Neckar, Pfalz, Darmstadt sowie die Handwerkskammern Mannheim und Rhein-Main. Im regionalen Zusammenspiel der Institutionen koordiniert die Regionalentwicklungsgesellschaft die Projektarbeit in den Bereichen Arbeitsmarkt, Bildung, Digitalisierung, Energie und Umwelt, Kultur, Verwaltungsvereinfachung und Wirtschaftsförderung. Darüber hinaus leistet sie durch Standortmarketing und Öffentlichkeitsarbeit einen wichtigen Beitrag dazu, die Region zu positionieren und bekannt zu machen.

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