Mannheim – Nahe dran am gesellschaftlichen Leben Johannes-Diakonie weihte ihr erstes stationäres Wohnangebot in Mannheim ein

        170208_Einweihung_Obere-Riedstraße (002)Mannheim/Metropolregion Rhein-Neckar. Die Wohnung im Dachgeschoss ist hell und freundlich. Der große Gemeinschaftsraum mit Couch und Wohnküche strahlt Gemütlichkeit aus. Er ist Lebensmittelpunkt für drei Menschen mit Behinderung, die in einer Wohngemeinschaft zusammenleben. Vom Fenster geht der Blick über den Balkon zu Häusern und Gärten der Mannheimer Reihersiedlung und bestätigt den Eindruck, nahe dran zu sein am gesellschaftlichen Leben der Stadt.

        Die Wohnung ist Teil des Wohnangebots in der Oberen Riedstraße, das die Johannes-Diakonie Mosbach im vergangenen Herbst im Stadtteil Käfertal in Betrieb genommen hat. Insgesamt stehen verteilt auf drei Obergeschosse 24 Wohnplätze in größeren und kleineren Wohngruppen für erwachsene Menschen mit einer geistigen Behinderung zur Verfügung. Im Erdgeschosse gibt es Räume für tagesstrukturierende Angebote. Jetzt wurde in dem Haus mit vielen Gästen Einweihung gefeiert.

        Der Pädagogische Vorstand der Johannes-Diakonie, Jörg Huber, begrüßte bei der Feierstunde im Gemeinschaftsraum unter anderem offizielle Vertreter der Stadt Mannheim, der örtlichen Kirchengemeinden, der Johannes-Diakonie sowie viele weitere dem Haus verbundene Gäste. Er erinnerte an die Anfänge der Zusammenarbeit zwischen Stadt Mannheim und Johannes-Diakonie, die 2011 mit einer Rahmenzielvereinbarung begonnen hatte. Das Ziel: Passgenaue Wohn- und Unterstützungsangebote für rund 140 Mannheimer Bürgerinnen und Bürger schaffen, die zum größten Teil bisher an den Standorten der Johannes-Diakonie in Mosbach und Schwarzach gewohnt haben oder noch dort wohnen. Neben mehreren ambulant betreuten Wohnstätten sei mit dem Haus in der Oberen Riedstraße nun das erste stationäre Angebot fertiggestellt, ein „optisch wie fachlich gelungenes, den Bedürfnissen der Bewohner angepasstes Gebäude“, wie Huber betonte und verband sein Grußwort mit einem Dank an alle am Neubau beteiligten Partner.

        Zuvor hatten die Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde, das Ehepaar Kyra Seufert und Gerd Frey-Seufert, der Ältestenkreisvorsitzende Wolfgang Mentzel sowie der Pfarrer der Johannes-Diakonie, Richard Lallathin, in einer Andacht Segenswünsche für Haus und Bewohner gesprochen. Lallathin erinnerte zudem an die Ursprünge der Behindertenhilfe und die Gründung der Johannes-Diakonie, zu deren ersten Klienten im Jahre 1880 auch Mannheimer Bürgerinnen und Bürger gehörten. Als traditionelles Geschenk überreichte das Ehepaar Frey-Seufert Brot und Salz.

        Der Neubau in der Oberen Riedstraße 63-65 wurde unter anderem durch die finanzielle Unterstützung des Kommunalverbands für Jugend und Soziales (KVJS) ermöglicht. Dessen Verbandsdirektor Prof. Roland Klinger hob in einem Grußwort die Schwierigkeit hervor, die knappen Geldmittel zur Förderung inklusiver Projekte zielgerichtet und effizient einzusetzen. Das Haus in der Oberen Riedstraße nannte er als positives Beispiel: „Johannes-Diakonie und Stadt Mannheim haben bewiesen, dass sie sich mit diesem Projekt auf den Pfad der Inklusion begeben haben“, sagte Klinger.

        Als Vertreter der Stadt ordnete Sozialbürgermeister Michael Grötsch das Wohnprojekt in das Vorhaben ein, Bürgern mit Behinderung in Mannheim soziale Teilhabe zu ermöglichen und Menschen die derzeit noch an anderen Orten versorgt werden, die Rückkehr in ihre Heimatstadt zu ermöglichen. Daher freue sich die Stadt, in der Oberen Riedstraße zurückgekehrte Mannheimer begrüßen zu können. „Hier stimmt das Gesamtkonzept. Es passt sich gut in den Stadtteil ein und kommt den Bewohnern zu Gute.“ In diesem Zusammenhang lobte Grötsch auch das geplante inklusive Angebot für Senioren, das in den Räumen der Johannes-Diakonie entstehen und das Zusammenleben im Stadtteil festigen soll.

        Die zuständige Regionalleiterin der Johannes-Diakonie, Yvonne Jelinek, blickte zufrieden auf Bau, Einzug und auf die erste Zeit im neuen Gebäude zurück. Bewohner und Mitarbeitende hätten sich gut eingelebt. Gleichzeitig stellte sie klar: „Ohne Unterstützung von außen ist ein solches Projekt nicht zu stemmen.“ Ihr Dank galt daher den Verantwortlichen der Stadt Mannheim, weiteren Unterstützern und nicht zuletzt dem Architekten Andreas Schmucker. Letzterer hob die besonderen Bedingungen hervor, unter denen der Bau entstanden sei: Auf kleiner Fläche musste Wohnraum für bis zu 24 Menschen mit Behinderung geschaffen werden und das mit einer Architektur, „die sich harmonisch ins Stadtbild einpasst“. Das Gebäude konnten die Gäste bei Rundgängen näher kennen lernen und im Erdgeschoss Buffet und Getränke genießen, wozu Pianist Alfred Antosz die passenden Klänge beitrug.

        Mit der offiziellen Einweihung des ersten stationären Wohnangebots der Johannes-Diakonie in Mannheim ist jedoch erst ein Etappenziel erreicht. Das nächste wird schon im April mit dem Bezug eines weiteren Wohnheims auf dem ehemaligen Turley-Areal folgen.

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