Mannheim – Beistehen statt Rumstehen – Ehrung für couragiertes Eingreifen

        img_7671Mannheim/Metropolregion Rhein-Neckar. Gleich mehrfach entblößt sich ein Mann auf Straßenbahnfahrten vor Fahrgästen. Einer rnv-Mitarbeiterin ist das Gesicht des Täters bekannt: sie kennt es durch ihre Arbeit, da sie das Material aus den Überwachungskameras auswertet. Als sie Mitte Dezember letzten Jahres privat als Fahrgast unterwegs ist, erkennt sie den Mann wieder. Sie alarmiert sofort Polizei und Straßenbahnführer, so dass der Mann an der nächsten Haltestelle gestellt und festgenommen werden kann.

          In einem Supermarkt in Mannheim-Rheinau bedroht eine Frau einen Kassierer mit einem 30 Zentimeter langen Küchenmesser und fordert die Herausgabe des Geldes. Mitsamt der Beute flüchtet sie, wird aber von dem laut rufenden Kassierer verfolgt. Durch das Rufen wird wiederum ein Supermarkt-Kunde auf das Verbrechen aufmerksam und nimmt ebenfalls die Verfolgung auf. Die Täterin kann schließlich mithilfe einer weiteren Passantin gestellt und der Polizei übergeben werden.

          Der Kunde, der so geistesgegenwärtig reagiert hat und eingeschritten ist, ist der 26-jährige Mannheimer Alexander Metzger. Zusammen mit der im ersten Fall genannten Mannheimerin Cornelia Beger, 35 Jahre, wurde er heute mit dem Preis „Beistehen statt Rumstehen“ ausgezeichnet. Bei einer Feierstunde im Polizeipräsidium Mannheim überreichten Erster Bürgermeister und Sicherheitsdezernent Christian Specht, Polizeipräsident Thomas Köber und Professor Dr. Jörg Schmidt vom Verein Sicherheit in Mannheim (SiMA) e.V. eine Urkunde, einen Glaskubus mit der Inschrift „Beistehen statt Rumstehen“ und einen Einkaufsgutschein.

          „Sie haben hingesehen und sofort richtig reagiert“, lobte Specht die Geehrten bei der Übergabe des Preises. „So haben Sie nicht nur zur Ergreifung der Täter beigetragen, sondern vor allem auch dazu, dass sich die Bürgerinnen und Bürger in Mannheim sicherer fühlen können. Mit Ihrem schnellen und mutigen Einschreiten sind Sie ein Vorbild, für Ihr Handeln gilt Ihnen unser Dank.“

          Über den Preis:
          Der Förderverein Sicherheit in Mannheim e.V. (SiMA e.V.) zeichnet vorbildliches Verhalten in der Öffentlichkeit aus. Er trägt damit dazu bei, den Mut zum Eintreten für normgerechtes Verhalten und zum Schutz angegriffener bzw. gefährdeter Personen zu fördern und couragiertes Handeln zu belobigen. Er will der Unkultur des Wegschauens entgegentreten. So sollen gefährdete Personen in der Gemeinschaft hilfsbereiter Mitmenschen geschützt werden und dadurch sowohl die subjektiv empfundene wie auch die objektive Sicherheit in der Öffentlichkeit steigen.

          Die Auszeichnung erhalten Menschen, die als Mannheimer Bürger oder im Bereich des Polizeipräsidiums Mannheim bei Bedrohungen von Mitmenschen interveniert haben, damit Problem- und Pflichtbewusstsein zeigten und dazu beitrugen, Straftäter zu verunsichern, Straftaten zu verhindern oder Opfern beizustehen. Für den Erhalt der Auszeichnung genügt ein formloser Bericht zur Darstellung des Sachverhalts an den Förderverein. Der Verein entscheidet im Einvernehmen mit dem Polizeipräsidium und der Stadt Mannheim über die Verleihung der Ehrung. Ausdruck der Ehrung sind der Glaskubus „Beistehen statt Rumstehen“, eine Urkunde und eine Ehrengabe.

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              Mannheim. (pd/and). Dass die Corona-Krise bundesweit gravierende wirtschaftliche Folgen haben wird, hat sich schon im letzten Jahr gezeigt. Wie hoch die finanziellen Verluste in diesem und den kommenden Jahren nach derzeitigem Stand ausfallen könnten, hat nun die jüngste Steuerschätzung des zuständigen Arbeitskreises von Bund, Ländern und Kommunen offengelegt. Diese Woche wurden die aktuellen Ergebnisse der Mai-Steuerschätzung bekanntgegeben. Sie unterstreichen deutlich die schwierige finanzielle Lage für die Kommunen als Folge der Pandemie.»

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