Heidelberg – Bauchlandung zum Start der Playoffs – Drei Viertel machen Hoffnung für zweites Spiel

Heidelberg/ Metropolregion Rhein-Neckar. Die MLP Academics Heidelberg verlieren aufgrund eines sehr schwachen ersten Viertels 77-64 bei den Gießen 46ers. Damit gehen die favorisierten Lahnstädter in der Playoff-Viertelfinal-Serie mit 1:0 in Führung. Doch bereist an Ostermontag wollen die Heidelberger mit einer konzentrierteren und besseren Leistung ihrerseits den Ausgleich schaffen.

Null von neun Würfen aus der Zwei-Punkte-Distanz, Null von sechs Würfen aus der Drei-Punkte-Distanz, nur vier Treffer bei sechs Wurfversuchen von der Freiwurflinie und erst in der siebten Spielminute der erste Korberfolg – die Startbilanz der MLP Academics Heidelberg in das erste Viertel der Partie bei den Gießen 46ers war alles andere als eine hervorragende Leistung. Trotz großer Vorfreude, einer intensiven Vorbereitung und der Unterstützung der mitgereisten Fans im Rücken kamen die Heidelberger innerhalb der ersten zehn Spielminuten überhaupt nicht ins Spiel. Eine Team-Effektivität von -17 und kein einziger getroffener Feldwurf sowie auf Gießener Seite eine sehr gute und aggressive Verteidigung, tolles Teamplay und eine gute Trefferquote ließen die Partie bereits bis zum Ende des ersten Spielabschnittes vorentscheidend auf 20-4 kippen.
Doch ab den zweiten zehn Minuten der Partie fanden die MLP Academics Zugriff zum Spiel und konnten ihre Spielanteile auch in Korberfolge ummünzen. Nico Adamczaks Dreier beendete die viel zu lange anhaltende Durststrecke ohne Korberfolg bereits im ersten Angriff dieses Viertels. Auch die anschließenden erfolgreichen Aktionen von Kelvin Martin, Jack Eggleston und Waverly Austin führten jeweils zu zwei Punkten, sodass die Heidelberger weiterhin mit den an beiden Enden des Feldes hochkonzentriert spielenden 46ers mithalten konnten. Da allerdings auch jetzt einige Unkonzentriertheiten Einzug ins Heidelberger Spiel fanden und auch eine Auszeit von Headcoach Frenki Ignjatovic nicht den gewünschten Erfolg brachte, hielten die Körbe von Marco Grimaldi und Co. lediglich den Abstand zu den Lahnstädtern aufrecht. Zur Pause sahen die 2715 Zuschauer in der Sporthalle Ost eine 42-27-Fürhrung des Hauptrunden Dritten.
Auch nach der Halbzeitpause versuchten die Heidelberger weiterhin, Druck auf den Gießener Korb auszuüben. Obwohl die MLP Academics in diesem Spielabschnitt wohl ihr dominantestes Spiel an diesem Abend aufziehen konnten und durch Bradley Tinsley, Martin und Eggleston zu einigen erfolgreichen Aktionen kamen, konnten sie den Rückstand zu keiner Zeit entscheidend verkürzen.
So auch im letzten Viertel der ersten Partie der Best-of-five-Serie: Heidelberg versuchte noch einmal, heranzukommen – mehr als der Korberfolg von Nils Menck zum 66-56 wollte aber nicht mehr gelingen. Allen voran Routinier Björn Schoo führte seine Mannschaft gegen seinen alten Arbeitgeber mit 18 Punkten und einer perfekten Trefferquote aus dem Zwei-Punkte-Bereich zum letztlich zu keiner Zeit gefährdeten Heimsieg. Nach einem schlechten Start gewannen die Heidelberger zwar jeden der folgenden Spielabschnitte mit einem Punkt, konnten die 46ers aber zu keiner Zeit der Partie in ernsthafte Schwierigkeiten bringen.
Heimspiel soll wichtigen Sieg bringen – Vertrag mit Ahmad Smith aufgelöst
Für die MLP Academics bleibt nach dem verpatzten Start der Blick auf den Nachmittag des Ostermontags. Gemeinsam mit den eigenen Fans im sicherlich gut gefüllten OSP wollen die Spieler von Frenki Ignjatovic nach der sonntäglichen Fehleraufarbeitung wieder voll durchstarten und im zweiten Spiel der Viertelfinal-Playoffs über 40 Minuten alles geben und (mindestens) dagegen halten. Tipp-Off ist um 17 Uhr. Mit der Unterstützung der eigenen Fans sowie einer eigenen Leistungssteigerung soll der bereits im ersten Spiel anvisierte Sieg eingefahren werden, um so ein viertes Spiel/zweites Heimspiel zu erzwingen und den Favoriten ins Wanken zu bringen.
Wie auch in Gießen wird Ahmad Smith auch am kommenden Montag nicht zum Aufgebot der Heidelberger gehören. Der 30-jährige US-Amerikaner bat, ob der während der Hauptsaison erlittenen Verletzung und mangels rechtzeitiger Genesung dieser, um Auflösung seines Vertrages. Smith möchte in die USA zurückkehren und seine Verletzung dort in den nächsten Wochen auskurieren. Die MLP Academics entsprechen diesem Wunsch und wünschen Ahmad Smith für seine berufliche und private Zukunft alles Gute. Smith kam in zehn Einsätzen im Heidelberger Trikot innerhalb von durchschnittlich 24:22 Minuten auf 4,8 Punkte und 3,3 Assists und leistete besonders während der Abwesenheit von Marco Grimaldi tolle Arbeit.
Für Heidelberg spielten: John Eggleston 15 Punkte/8 Rebounds, Bradley Tinsley 15/7, Kelvin Martin 13, Waverly Austin 6, Nico Adamczak 5, Nils Menck 5, Marco Grimaldi 3, Kai Barth 2 und Niklas Würzner.
Für Gießen spielten: Björn Schoo 18, TJ DiLeo 11, Eric Palm 11, Benjamin Lischka 10, Cameron Wells 10, Aaron Hawley 5, Yorman Polas 4, Andre Marhold 1, und Jonathan Malu 1.

Frenki Ignjatovic: Dieses Spiel ist relativ leicht zu analysieren. Wir haben das Spiel praktisch in den ersten zehn Minuten verloren. Da hätten wir schon nachhause fahren können. Man konnte auf der einen Seite eine Mannschaft sehen, die wusste, worum es geht und auf der anderen Seite eine Mannschaft die nicht wusste, worum es ging und dazu nicht bereit für dieses Spiel war. Man kann vor den Playoffs spielen und trainieren, aber man muss zu Beginn der Partie dann auch da sein. Zumal wir eigentlich gesehen haben, dass die vor dem Spiel besser platzierte Mannschaft mehr unter Druck steht. Dennoch haben über drei Viertel gesehen das Spiel gewonnen. Nichts desto trotz bin ich mit der gesamten Mannschaft unzufrieden. Auch am Teamplay hat man die Überlegenheit Gießens gesehen – sie hatten 20 Assists wir acht. Glückwunsch an Denis. Wir haben vieles probiert, allerdings kamen wir dann leider nur noch durch Einzelaktionen zum Erfolg. Am Montag wollen wir versuchen, die Serie um mindestens ein Spiel zu verlängern.
Denis Wucherer: Heute hatten wir das erste Spiel in einer wichtigen Serie. Die letzten sechs Monate haben wir hart für diesen Moment gearbeitet – und auch für diesen Vorteil. Wir sind gut rausgekommen. Wenn sechs Mannschaften schon im Urlaub sind und am Strand liegen, wollen man Spiele gewinnen. Genauso sind wir herausgekommen. Nun haben wir ein Spiel gewonnen, dass wir gewinnen wollten und mussten und was von außen auch erwartet wurde. Am Montag erwartet uns ein anderer Gegner – gerade im ersten Viertel – dafür müssen wir bereit sein. Wenn du hoch führst, fällt es vielleicht dem einen oder anderen Spieler schwer, die Intensität hochzuhalten. Heidelberg hat in den letzten drei Viertel gezeigt, dass sie gut sind, wenn man sie lässt und wieso sie in den Playoffs stehen.
Info:
MLP Academics Heidelberg vs. Gießen 46ers
Montag 06.April 2015, Tipp-Off 17 Uhr, Olympiastützpunkt Rhein-Neckar, Im Neuenheimerfeld 710, 69120 Heidelberg
Together we play – Together we win!

Lukas Robert

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