Heidelberg – Ausstellung ArTmut „Zuhause“ ist das Thema der zweiten ArTmut, bei der Künstlerinnen und Künstler ihre Erfahrungen mit Armut und psychische Probleme veranschaulichen

Bild:                 Juan Carlos Rabie-Blanchemin Fotografie:       Anna Delong
Bild: Juan Carlos Rabie-Blanchemin
Fotografie: Anna Delong

Heidelberg / Metropolregion Rhein Neckar – Die „Heidelberger Aktionswochen gegen Armut und Ausgrenzung“ haben schon Tradition und sind aus dem Veranstaltungskalender der Stadt nicht mehr wegzudenken. Mit diversen Vortrags-, Informations- und Diskussionsveranstaltungen sowie Ausstellungen und Workshops schafft es das Heidelberger Bündnis jedes Jahr wieder, das brisante Thema Armut in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. 2014 wird die Aktionswoche, die vom 12. – 19. Oktober 2014 stattfindet, von der Kunstausstellung „ArTmut“ eröffnet.

 

Die künstlerische Leitung obliegt Anna Delong, Mitarbeiterin beim VBI Heidelberg und selbst Künstlerin und Kunsthistorikerin. Sie hatte die Idee, weil sie vielen Künstlern begegnet ist, die ein hohes Maß an Talent und Kreativität besitzen, aber aufgrund ihrer persönlichen Situation keine Beachtung und Wertschätzung erhalten.

 

Anna Delong zeigt auf, dass in unserem Land viele kreativ Tätige von ihrer Arbeit nicht leben können, sondern auf staatlichen Transferleistungen wir Arbeitslosengeld II (Hartz IV) angewiesen sind. „Manche sind zudem obdachlos und krank“, weiß sie aus ihrer VbI-Tätigkeit zu berichten. „Und trotzdem sind sie nicht arbeitslos, sondern bereichern mit ihren Arbeiten und Werken unseren Geist, regen zum Nach-Denken an oder begeistern einfach.“

 

Die diesjährigen Bilder, Fotos und Textilarbeiten eröffnen eine eigene Perspektive auf den Aspekt des „Zuhause“-Seins. Die Veranstalter möchten aber auch den Schaffenden die gesetzlich festgelegten Ausstellungshonorare bezahlen, die auf dem sogenannten „freien Markt“ häufig unterschlagen werden. „Wir möchten den Künstlern die Aufmerksamkeit zuteilwerden lassen, die sie verdient haben und sie bekräftigen in ihrem künstlerischem Tun“ sagt Matthias Meder vom SKM Heidelberg.

 

Eine Besonderheit der ArTmut sind zudem die Ausstellungsräumlichkeiten. „Seit vier Jahren pflegen wir die Tradition, dass im Rahmen der Aktionswoche eine Ausstellung in unserer Kirche St. Bonifatius stattfindet. Die ArTmut passt genau in das Konzept, gesellschaftliche Missstände sichtbar zu machen und zu thematisieren“, begeistert sich Pfarrer Christof Heimpel für die Idee. Er leitet die Seelsorgeeinheit Philipp Neri Heidelberg, zu der auch die Gemeinde St. Bonifatius zählt und wird als Gastgeber auch die einführenden Worte bei der Vernissage sprechen.

 

Die ArTmut bietet somit nachdenklich-begeisternde Kunst. Es werden Gemälde, Graphiken, Bildhauerwerke, Zeichnungen und Fotografien gezeigt.

 

Ausstellungsbesucher dürfen sich freuen auf Werke von: Sabine Arner-Pargen, Guiseppe Bacino, Tobias Benstz, Andrea Clasen, Veronika Drop, Bernd Gehrig, Hannelore Gerent, Wolfgang Geyer, Barbara Grabara, Justine Güthlein, Bianca Hertel, Walter Kühne, Edith Liewke, Carl-Phillip Meiser, Valerija Mezhybowska, Ela Nowak, Juan Carlos Rabie-Blanchemin, Tamara von Rechenberg, Petra Scheurig (Watsi), Andrea Sommer, Aurelie Staiger und auf eine Gruppenarbeit von Bettina Singer, Maguli Köklü, Waltraud Kirchner, Yasemin Uncu.

 

Nicht nur für Kunstinteressierte also ein idealer Anlass, um außergewöhnliche Kunst im Rahmen einer außergewöhnlichen Ausstellung kennen zu lernen.

 

Die Vernissage mit einer Einführung durch Pfarrer Christof Heimpel findet am 12. Oktober 2014 um 17.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Bonifatius am Wilhelmsplatz in Heidelberg (Weststadt) statt. Die Ausstellung ist von 13. Oktober bis 16. November 2014 täglich von 8.00 – 18.00 Uhr zu sehen.

 

Infos zu den Werken:a.delong@vbi-heidelberg.de

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