Ludwigshafen/ Metropolregion Rhein-Neckar. Wie zu Beginn des Monats angekündigt wurden in der 21 Kalenderwoche verstärkt Kontrollen von Fahrradfahrern durch Beamte der Polizeiinspektion Ludwigshafen 1 im Stadtgebiet Ludwigshafen durchgeführt.
Das Angebot, der Polizei im Vorfeld Örtlichkeiten mitzuteilen, an denen sich Verkehrsteilnehmer nach Meinung der Einwohner der Stadt Ludwigshafen regelmäßig falsch verhalten, wurde bereitwillig angenommen, denn zahlreiche emails sowie Zuschriften und Anrufe erreichten die Polizeiinspektion Ludwigshafen 1.
In der Woche vom 19.-25.05.14 folgten dann zahlreiche Kontrollen, wobei selbstverständlich auch jene Örtlichkeiten im Bereich der Polizeiinspektion 1 überprüft wurden, die vorab seitens der Bevölkerung als besonders gefahrenträchtig für oder durch das Verhalten der Fahrradfahrer genannt worden waren.
Über das Ergebnis der Überprüfungen an den einzelnen Örtlichkeiten werden die Mitteiler in geeigneter Form in Kenntnis gesetzt.
Im Ergebnis wurden bisher insgesamt etwa 500 Fahrradfahrer kontrolliert. Bei mehr als der Hälfte konnten entweder falsches Verhalten beim Fahrradfahren oder Mängel im Zusammenhang mit der Ausstattung der Fahrräder festgestellt werden. Wie auch in der Vergangenheit lag die Mehrzahl der festgestellten Ordnungswidrigkeiten im Bereich der falschen Benutzung des Radweges entgegen der zugelassenen Richtung. Ein Fehlverhalten, das nicht selten zu Verkehrsunfällen führt. So kam es auch in dieser Woche in der Mundenheimer Straße aus genau diesem Grund zu einem Verkehrsunfall, bei dem zwei Fahrradfahrer kollidierten, nachdem einer der Beiden den Radweg in falscher Richtung befahren hatte. Beide Radfahrer trugen hierbei Verletzungen davon.
In den festgestellten Fällen wurden entweder gebührenpflichtige Verwarnungen ausgesprochen oder entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Meist wurde deutlich, dass der Radweg entgegen der vorgeschriebenen Richtung benutzt wird, um die Fahrtstrecke ein wenig abzukürzen, ohne die Fahrbahnseite wechseln zu müssen.
Auch bei diesen Kontrollen bestätigte sich, dass die Bereitschaft, einen Fahrradhelm zu tragen, nach wie vor bei lediglich einem Viertel aller Fahrradfahrer vorhanden ist.
Größtenteils war ein Einsehen in das eigene Fehlverhalten bei den kontrollierten Radfahrern festzustellen, wenngleich längst nicht jedermann Verständnis für die Kontrollen zeigte. Überwiegend interessiert zeigten sich die Radfahrer, wenn die ordnungsgemäße Ausstattung der Fahrräder erläutert oder Tipps zur Diebstahlsicherung gegeben wurden. Eine fehlerhafte Ausstattung war bei fast 35 Prozent der kontrollierten Fahrräder zu beanstanden. Die Schwerpunkte lagen hier bei fehlender bzw. defekter Beleuchtung und Reflektoren.
Insgesamt zeigte sich jedoch erfreulicherweise, dass die Zahl der Beanstandungen mit zunehmender Fortdauer der Woche stetig abnahm. Folglich darf angenommen werden, dass die Kontrollen ihre Wirkung nicht gänzlich verfehlt haben und vielleicht ein paar Unfälle in der Zukunft vermieden werden können. Zudem konnten auch zwei wegen Diebstahls ausgeschriebene Fahrräder anlässlich der Kontrollen sichergestellt werden, in einem weiteren Fall wurde bei der Personalienüberprüfung eines Radfahrers festgestellt, dass er mit Haftbefehl gesucht war.
Foto:Kontrollstelle in der Saarlandstraße Ecke Kurfürstenstraße am Donnerstag, 22.05.2014
Zuletzt aktualisiert am 2. Juli 2016, 14:34
































