Mannheim / Metropolregion Rhein Nekar – Regionalverbände FrankfurtRheinMain und Rhein-Neckar machen sich in einem Brief an den Bundesverkehrsminister für Ausbau der Zugstrecke Frankfurt – Mannheim stark . Eine Reduzierung der Fahrtzeit zwischen Frankfurt und Mannheim auf unter 30 Minuten, eine gute Anbindung an den Fernverkehr der Städte Darmstadt, Heidelberg, Mainz und Wiesbaden sowie die Auslastung der Gleise in der Nacht durch den Güterverkehr. Das sind nur drei der Forderungen für eine schnelle Realisierung einer neuen Bahnstrecke zwischen Frankfurt und Mannheim, die jetzt die erste Beigeordnete des Regionalverbandes Frankfurt/Rhein-Main, Birgit Simon, und der Direktor des Verbandes Region Rhein-Neckar, Ralph Schlusche, in einem Brief an den Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt formuliert haben. „Der Abschnitt zwischen den Regionen ist der höchstbelastete in dem europäischen Fernverkehrskorridor Rotterdam-Genua, zugleich zeigen sich hier dramatische Engpässe hinsichtlich der Leistungsfähigkeit“, heißt es in dem Schreiben.
Ferner ist darin zu lesen, dass die Vertaktung von Fern- und Nahverkehrszügen verbessert werden und die Pünktlichkeitsquote erhöht werden müsste. Auch sollte die Neubaustrecke so konzipiert werden, dass die Nahverkehrsentwicklung gesichert wird. Die beiden Verbandsspitzen sind sich aber auch darüber einig, dass die Anwohnerinnen und Anwohner vor Lärm geschützt werden sollten. So fordern sie eine schnelle Umrüstung der Loks und Waggons sowie auch einen Lärmschutz an den schon bestehenden Strecken. Derzeit müssen nur neue oder ausgebaute Strecken mit einer Lärmschutzwand ausgestattet werden. Simon und Schlusche fordern zudem eine neue gesetzliche Regelung dahingehend, dass Lärm von verschiedenen Verkehrsträgern, beispielsweise von Autos und Zügen, in der Summe gesehen und dagegen auch etwas unternommen wird. Bislang werden die Quellen einzeln betrachtet, so dass diese oftmals die geltenden Grenzwerte einzeln nicht überschreiten.
Schließlich fordern die beiden Regionalpolitiker einen Ausbau der Mittelmeerhäfen für die Belieferung der Städte und Kommunen im Hinterland. Derzeit würden viele Schiffe Rotterdam ansteuern und die Waren dann per Zug über den Korridor Rotterdam – Genua noch Oberitalien gebracht. Dieser Güterstrom von Norden nach Süden könnte so erheblich reduziert werden.
„Als Planungsträger verfügen unsere Institutionen über die Kompetenz, diesen Prozess auf der planerischen Seite zu begleiten. Zudem sind wir in unseren Regionen mit den Städten und Gemeinden sowie weiteren relevanten Akteuren gut vernetzt“, heißt es abschließend in dem Brief an Alexander Dobrindt, um die Unterstützung der Verbände für das weitere Vorgehen zu signalisieren.
Das Schreiben geht auf ein Treffen der Anrainer-Kommunen zurück, die die beiden Rgionalverbände gebeten hatten, ihre Positionen in Berlin deutlich zu machen.
Zuletzt aktualisiert am 8. April 2014, 16:06

































