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      Heidelberg – Exzellente gefäßbiologische Forschung an den Universitäten Heidelberg und Frankfurt weiter gefördert

        Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar – Erfolgreicher SFB-TR 23 „Vascular Differentiation and Remodeling“ geht in die dritte Förderperiode – Der Verbund von Gefäßforschern in Mannheim, Heidelberg, Frankfurt und Bad Nauheim schöpft die maximal mögliche Förderdauer durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) voll aus: Der Sonderforschungsbereich SFB-TR 23 „Vascular Differentiation and Remodeling“ geht in die dritte und damit letzte mögliche Runde. Das hat jetzt der Bewilligungsausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) entschieden. Für die Fortführung bis 2017 hat die DFG mehr als 10 Millionen Euro bewilligt.

          Der 2005 gegründete SFB-TR 23 war der erste und lange Zeit einzige Sonderforschungsbereich in Deutschland, der sich ausschließlich der Blutgefäßforschung widmet. In der jetzt erfolgten weiteren Bewilligung sieht der Sprecher des SFB Professor Dr. Hellmut Augustin, Inhaber des Lehrstuhls für Vaskuläre Biologie und Tumorangiogenese der Aventis-Stiftung an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg und Leiter der Abteilung Vaskuläre Onkologie und Metastasierung am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), einen großen Erfolg, der nur durch die intensive Zusammenarbeit aller beteiligten Arbeitsgruppen ermöglicht wurde. „Sonderforschungsbereiche haben eine wichtige strukturbildende Funktion im deutschen Forschungssystem. Der SFB-TR 23 hat dazu beigetragen, dass sich die Rhein-Main-Neckar Region zu einer der forschungsstärksten Regionen der Gefäßbiologie in Europa entwickeln konnte“, so Augustin.

          Auch der stellvertretende Sprecher des SFB-TR 23 Professor Dr. Karl-Heinz Plate, Inhaber des Lehrstuhls für Neuropathologie an der Goethe Universität Frankfurt, ist hocherfreut über die weitere Förderung. „Der Wettbewerb um die Forschungsgelder der DFG wird immer härter, sodass nur noch die allerbesten international erfolgreichen Verbund-projekte bestehen können“, bewertet Plate die Entscheidung der DFG.

          Das Blutgefäßsystem ist ein Organsystem, das den gesamten Körper durchdringt. Aufgrund seiner filigranen Verästelungen wird es aber kaum als Organ wahrgenommen. Dennoch: Alle Blutgefäße im menschlichen Körper zusammengenommen erreichen eine Länge von bis zu 90.000 Kilometern und die das Gefäßsystem auskleidenden Endothelzellen machen insgesamt eine Masse von rund einem Kilo aus. Gewichtiger als man vielleicht denkt ist auch die Rolle des Blutgefäßsystems bei einer Vielzahl von Erkrankungen, unter diesen die so genannten Volkskrankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebserkrankungen, aber auch Bluthochdruck, Augen- und Hauterkrankungen. Insgesamt gehen zwei Drittel aller Erkrankungen direkt oder indirekt auf Störungen der normalen Funktion von Blutgefäßen zurück. Dies schlägt sich auch in der Todesstatistik nieder: Gefäßerkrankungen sind an drei Viertel aller Todesfälle beteiligt.

          Insgesamt 17 Arbeitsgruppen erforschen in den kommenden vier Jahren die komplexen zellulären Interaktionen bei der Neubildung und dem Umbau von Gefäßen. An den beiden Medizinischen Fakultäten der Universität Heidelberg, in Mannheim und Heidelberg, und dem DKFZ sind insgesamt zehn Projekte angesiedelt, an der Universität Frankfurt und dem Max-Planck-Institut in Bad Nauheim sieben. Dabei beschäftigen sich die Wissenschaftler mit folgenden Fragestellungen: Was wirkt auf die Endothelzellen ein (Mediatoren und Effektoren), wie werden die Signale in den Zellen verarbeitet (zelluläre Antworten) und wie interagieren Endothelzellen mit ihrer Umgebung (zelluläre und systemische Interaktionen)?

          Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, systematisch normale und gestörte Funktionen von Blutgefäßen auf der molekularen und zellulären Ebene zu analysieren, um damit die Basis für die Entwicklung von neuen therapeutischen und diagnostischen Verfahren zu schaffen. „Grundlagenforschung findet nicht mehr im Elfenbeinturm statt. Vielmehr arbeiten Grundlagenwissenschaftler heute eng mit klinischen Wissenschaftlern zusammen, um die gewonnenen Erkenntnisse so rasch wie möglich zum Nutzen der Patienten umzusetzen“, so die Einschätzung des Sprechers des SFB-TR 23, Professor Dr. Hellmut Augustin.

          Sonderforschungsbereich TransRegio 23:

          Im SFB-TR 23 erforschen in den kommenden vier Jahren die folgenden 17 Arbeitsgruppen die Funktion und die Differenzierung von Zellen in gesunden und erkrankten Blutgefäßen:

          A3 Hellmut Augustin (Mannheim/Heidelberg)
          A6 Ingrid Fleming (Frankfurt)
          A7 Andreas Fischer (Heidelberg/Mannheim)
          A8 Johannes Eble (Frankfurt)
          A9 Stefan Schneider (Mannheim)
          A10 Stefanie Dimmeler (Frankfurt)
          B1 Sergij Goerdt, Cyrill Géraud (Mannheim)
          B2 Marina Schorpp-Kistner, Peter Angel (Heidelberg)
          B6 Thomas Wieland (Mannheim)
          B7 Stefan Liebner (Frankfurt)
          C1 Yvonne Reiss, Karl Plate (Frankfurt)
          C5 Thomas Korff (Heidelberg)
          C6 Markus Hecker (Heidelberg)
          C7 Stefan Offermanns, Nina Wettschureck (Bad Nauheim/Frankfurt)
          C8 Didier Stainier (Bad Nauheim/Frankfurt)
          Z1 Tobias Bäuerle (Heidelberg)
          Z5 Jens Kroll (Mannheim)

            

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