Weinheim – Wohnungsbrand im Langgassenweg – ein Feuerwehrmann verletzt – Ehepaar kann sich aus dem Haus retten

Weinheim/Metropolregion Rhein-Neckar –
[RM] Kurz nach 24 Uhr meldete die Feuerwehrleitstelle Rhein-Neckar einen Zimmerbrand im Langgassenweg. Die Feuerwehr Weinheim rückte unter der Einsatzleitung von Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht und Abteilungskommandant Patrick Müller mit dem Löschzug zur Einsatzstelle in die Nordstadt aus. Die Wohnungsinhaber, ein älteres Ehepaar hatte bereits mit den Löschmaßnahmen begonnen, mussten diese dann aber aufgrund der starken Rauchentwicklung abbrechen. Bereits auf der Anfahrt war der Feuerschein weithin sichtbar. Auch die Leitstelle teilte den Einsatzkräften mit, dass es weitere Notrufe gebe und vermutet wird, dass sich der Brand bereits auf das Dachgeschoss ausgeweitet hatte. Bei Ankunft der Weinheimer Feuerwehr waren bereits alle Personen aus dem Gebäude. Ein Zimmer, im ersten Obergeschoss des Einfamilienhauses, stand bereits im Vollbrand und die Flammen loderten meterhoch aus dem Balkonfenster auf den Dachstuhl. Im ersten Obergeschoss, hatte der dicke schwarze Brandrauch, bereits die komplett Sicht zwischen Decke und Boden genommen. Dadurch konnte sich die Feuerwehr nur noch mit einer Wärmebildkamera orientieren. Das Feuer breitete sich rasant aus und der erste Angriffstrupp hatte durch die massive Wärmestrahlung Probleme sich zum Brandherd vorzukämpfen. Während ein Trupp das Feuer mit einem Rohr im Innenangriff bekämpfte, baute ein zweiter Trupp eine Riegelstellung von außen auf und konnte dadurch das Übergreifen auf den Dachstuhl verhindern. Weitere Trupps bauten die Wasserversorgung auf und versuchten durch schließen von Fenster und Türen die Ausbreitung des Brandrauchs zu verhindern. Die Drehleiter wurde mit einem Wenderohr vor dem Gebäude in Stellung gebracht und die Einsatzstelle ausgeleuchtet. Das Ehepaar wurde vorsorglich durch den Rettungsdienst versorgt und zur weiteren Kontrolle in ein Krankenhaus eingeliefert. Dieses konnten Sie noch in der Nacht verlassen. Vor Ort unterstützte der stellvertretende Kreisbrandmeister Axel Schuh die örtliche Einsatzleitung. Der erste Bürgermeister und Feuerwehrdezernent Dr. Torsten Fetzner machte sich persönlich vor Ort ein Bild der Lage und bot seine Hilfe an. Während des Einsatzes wurde die Abteilung Sulzbach auf Bereitschaft alarmiert. Vor Ort mussten die Feuerwehrangehörigen aus Sulzbach nicht mehr in den Einsatz gebracht werden. Die Abteilung Stadt, die mit vierzig Einsatzkräften vor Ort war, konnte den Brand gegen 0:40 Uhr unter Kontrolle bringen. Die Abteilung Sulzbach stellte in dieser Zeit den Brandschutz mit sechzehn Feuerwehrangehörigen im Stadtgebiet sicher und konnte gegen 2 Uhr aus dem Einsatz entlassen werden. Nachdem das Feuer unter Kontrolle war, musste die abgehängte Decke mit Strohmatten entfernt werden, da sich hier auch das Feuer rein gefressen und Glutnester gebildet hatte. Auch viele verbrannte Bücher, Unterlagen und Regalteile mussten ins Freie gebracht und dort abgelöscht werden. Hier wurden die immer wieder auflodernden Glutnester gelöscht. Auch mehrere Lüfter sorgten dafür, das der Brandrauch aus dem Gebäude gedrückt wurde. Ein Feuerwehrmann des ersten Trupp, der zur Brandbekämpfung vorgegangen war zog sich am Oberkörper, trotz der speziellen Einsatzkleidung eine handgroße Verbrennung zweiten Grades zu. Diese wurden von den Rettungssanitätern vor Ort erstversorgt und im Krankenhaus weiterbehandelt. Er konnte noch in der Nacht das Krankenhaus verlassen, muss seine Verbrennung weiter behandeln lassen. Gegen 3 Uhr konnte die Feuerwehr Weinheim mit den meisten Fahrzeugen einrücken. Der Gerätewagen Licht und das Tanklöschfahrzeug blieben bis am nächsten Morgen um 6 Uhr vor Ort für eine Brandwache. Die Einsatzstelle wurde an die Polizei Weinheim übergeben.

Zur Schadenshöhe und Brandursache können keine Angaben gemacht werden.

Foto / Text von Ralf Mittelbach

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