Worms – Blechbläser-Festival „Luther in Brass“ schafft bleibende Werte

        Worms -Metropolregion Rhein-Neckar – Die innovative Kraft der (Blechblas-)Musik – Wormser Blechbläser-Festival schafft bleibende Werte/ Festivalpremiere erfolgreich

        Am Sonntag ging in Worms das rheinland-pfälzische Blechbläser-Festival „Luther in Brass“ zu Ende. Alle, die die Veranstaltungspremiere erlebt haben, waren begeistert, ob teilnehmende Blechbläser oder Besucher. Mitinitiator Volker Gallé: „Viele sagten danach, so etwas hätten sie nicht erwartet: nicht eine solche Qualität und Modernität der Ensembles aus dem kirchlichen Raum, nicht solche außergewöhnlichen Programme von „Mnozil Brass“ und „Maybebop“, nicht eine solch gegenwärtige Wirkungskraft von Lutherchorälen. Die Posaunenchorverbände, der Kultursommer Rheinland-Pfalz e.V. und die Stadt Worms hätten sich aber mehr Teilnehmer und Besucher gewünscht.“ Die Veranstalter hatten zwar im Vorfeld lange und intensiv geworben, aber das überraschend Neue des musikalischen Programms ließ sich nur einem kleinen Interessentenkreis vermitteln. Die Veranstalter gehen aber davon aus, dass nicht nur das Festivalerlebnis, sondern auch das Bläserheft mit seinen zeitgenössischen Arrangements und Kompositionen sowie der 2013 im Worms-Verlag erscheinende Tagungsband dafür sorgen werden, dass der innovative Schub des ersten rheinland-pfälzischen Blechbläserfestivals „Luther in Brass“ nachhaltig nutzbar wird.

        Blechblasmusik überall: Ob von den Kirchtürmen der Stadt, aus dem Inneren der Gotteshäuser, in der Fußgängerzone, vor dem ehrwürdigen Lutherdenkmal, aber auch im Fußballstadion sowie im Tagungszentrum – von Freitag, 31. August bis Sonntag, 1. September war Worms in der Hand der Posaunen, Trompeten, Hörner und Tuben. „Luther in Brass“, das rheinland-pfälzische Blechbläser-Festival lockte bei seiner Premiere rund 2400 Teilnehmer und Besucher in die Lutherstadt am Rhein. Diese waren begeistert vom abwechslungsreichen Kulturprogramm mit Turmblasen, Konzerten, Workshops und einer Tagung. Neben neuen Arrangements von Luther-Chorälen war auch moderne Blechblasmusik von Jazz über Tango bis hin zu Filmmusik zu hören.

        Open-Air-Konzert als Festival-Highlight
        Das Festival-Highlight für Teilnehmer und Besucher war ein gemeinsames Open-Air-Konzert aller Blechbläser zusammen mit dem österreichischen Star-Ensemble „Mnozil Brass“ und der bekannten A-Cappella-Band „Maybebob“ am frühen Samstagabend in der EWR-Arena. Zusammen mit den rund 400 Festival-Teilnehmern verwandelten die Profi-Musiker für vier Stunden das Fußballstadion in Worms in eine riesige Konzertbühne. Zu hören gab es nicht nur eigens für diesen Anlass komponierte Werke, die sich mit Martin Luther und seinen Chorälen auseinandersetzen, sondern auch alte und moderne, schnelle und langsame, kirchliche und weltliche Stücke von Whitney Houston, REM, Madonna bis hin zu Rammstein. Vor allem die Improvisationen von „Maybebob“ im Zusammenspiel mit dem Publikum und den Blechbläsern sorgten für Standing Ovations.

        So begeisterte beispielsweise Oliver Gies von „Maybebop“ mit einem besonderen Arrangement des Lutherchorals „Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort“ bei dem er Techniken des A-Cappella-Gesangs für Bläser fruchtbar machte: Einzelne Instrumentengruppen ließen dabei mehrere Töne gleichzeitig erklingen, indem jeder Musiker selbst die Reihenfolge und das Tempo der vorgegebenen Töne improvisieren durfte, wodurch ein spannender, fließender Klang entstand.

        Festival schafft bleibende Werte
        Für die Blechbläser, die überwiegend aus der Pfalz, Rheinhessen, Hessen und dem Rheinland angereist waren, stand während der drei Tage das gemeinsame Musizieren und Netzwerken an erster Stelle. Viele neue Bekanntschaften wurden dabei geschlossen und neue musikalische Erfahrungen gemacht. Denn erstmals trafen bei einem Bläserfestival in Rheinland-Pfalz sowohl kirchliche Posaunenchöre als auch Musikschulen und freie Ensembles aufeinander. Musikalisch durchaus eine Herausforderung, da evangelische Posaunenchöre ihre Notensätze traditionell als C-Partituren lesen, während Blasmusiker anderer Verbände in der Regel so genannte transponierende Stimmen verwenden.
        „Wir hoffen natürlich, dass vom Festival auch nachhaltige Impulse in den Musikeralltag ausgehen und es in der Zukunft mehr verbindende Projekte geben wird“, so Volker Gallé, der das Projekt als Kulturkoordinator von Seiten der Stadt Worms betreute. Extra für das Festival entstand deshalb auch ein Bläserheft, in dem die verschiedenen Noten-Lesearten berücksichtigt wurden. Viele der Musikstücke in der Edition des Strube-Verlags haben einen direkten oder indirekten Bezug zu Martin Luther, es finden sich aber auch viele Bearbeitungen und Arrangements aus der Pop-, Film- und Unterhaltungsmusik darin sowie viele eigens für das Festival neu komponierte Lieder mit ungewöhnlichen Spiel- und Satz-Techniken.

        Bereits am Samstagvormittag begeisterten die Musiker von „Mnozil Brass“ als Dozenten. Im Wormser Tagungszentrum konnten sich die teilnehmenden Blechbläser Tipps von den sympathischen Profis abholen, die ohne Berührungsängste und mit viel Spaß ihre musikalischen Kniffe weitergaben.

        Ein buntes Programm begeisterte die Gäste
        Auch für die Besucher des Festivals bot „Luther in Brass“ viele Highlights: Es gab Konzerte unterschiedlicher Formationen, ein Turmblasen, ein Nachtschwärmer-Programm und musikalische Gottesdienste. Im Rathaus beschäftigte sich die Tagung „Ein neues Lied wir heben an“ mit Luthers Wirkung als Liederdichter. Einige der Angebote waren kostenfrei, so dass auch hier das Festivalmotto „Grenzen überwinden“ zum Tragen kam. Vor allem beim Turmblasen und der Blechbläsermusik in der Innenstadt konnten Passanten und Neugierige in die Welt der Blechblas-Musik hineinschnuppern.

        Bereicherung der Wormser Kulturlandschaft
        Insgesamt war es für Volker Gallé eine gelungene Premiere, die für ihn eine Bereicherung der städtischen Kulturlandschaft darstellt: „Durch das Festivalformat wird die Lutherdekade für Bewohner und Touristen erlebbar. Die Musik schafft neue Zugänge, und das wäre dann auch ganz im Sinn Luthers.“ Für den Kulturkoordinator ist das Festival deshalb ein sinnvoller Baustein in der städtischen Positionierung als „Lutherstadt“. Für den Kultursommer Rheinland-Pfalz e.V. ist es zudem ein wichtiger und gelungener Beitrag zum diesjährigen Kultursommer-Motto „Gott und die Welt“.

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