Mannheim – Fachkräfte gefragt – IHK Rhein-Neckar liefert neue Zahlen zur Fachkräftesituation in der Region

        Mannheim/Metropolregion Rhein-Neckar – Laut aktueller Prognose des neuen IHK-Fachkräftemonitors nimmt der Fachkräftemangel in der Region ab dem Jahr 2012 deutlich zu. In den nächsten drei Jahren könnten im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar durchschnittlich über 19.000 Personen pro Jahr fehlen. „Bedingt durch die demographische Entwicklung erwarten wir in den kommenden Jahren einen deutlichen Rückgang des Fachkräfteangebots, der die Spanne zwischen Nachfrage und Angebot weiter vergrößern wird“, so Hauptgeschäftsführer Axel Nitschke zu den aktuellsten Zahlen des Fachkräftemonitors. Die interaktive Webanwendung(www.fachkraeftemonitor-bw.de) bietet einen regionalen Ausblick auf die Entwicklungen des Fachkräfteangebots und der Fachkräftenachfrage bis zum Jahr 2025. In Baden-Württemberg werden bereits in diesem Jahr rund 230.000 Fachkräfte fehlen.

          Bei den Akademikern ist der Fachkräftemangel in den Berufen der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) am größten.
          Insbesondere bei der Suche nach Ingenieuren, Informatikern und Naturwissenschaftlern werden viele Unternehmen bei der Besetzung offener Stellen zunehmend vor einer großen Herausforderung stehen. Viele Unternehmen interessieren deshalb bereits Studenten, z.B. über Praktika, frühzeitig für das Unternehmen, um auf diese Weise ihren Fachkräftebedarf zu sichern. Neben den klassischen technischen Fachkräften sind zukünftig auch bei den Fachkräften mit wirt-schaftswissenschaftlichem Hintergrund Engpässe zu erwarten. Insgesamt rechnet die IHK Rhein-Neckar damit, dass bis zum Jahr 2015 jährlich rund 4.000 Akademiker fehlen werden.

          Noch gravierender fällt der Mangel bei den Nichtakademikern mit technischer Qualifizierung aus. Bis zum Jahr 2015 könnten im IHK-Bezirk hier jährlich ca. 9.500 Fachkräfte fehlen. Insbesondere Techniker und Meister werden schon heute häufig vergeblich gesucht. Bei den kaufmännischen Berufen geht die IHK Rhein-Neckar davon aus, dass sich das Angebot an Fachkräften und die Nachfrage in den kommenden vier Jahren nahezu decken. „Das bedeutet für die Unternehmen jedoch keinesfalls, sich auszuruhen und auf eine gezielte Fachkräftestrategie zu verzichten“, warnt Nitschke. Denn ab dem Jahr 2018 wird sich die Schere zwischen Angebot und Nachfrage vor allem aufgrund der demographischen Entwicklung vergrößern. Zudem gibt es bereits heute bei den kaufmännischen Berufen durchaus schon Wirtschaftszweige, in denen Fachkräfte fehlen. Dies gilt insbesondere für die Hotellerie und den Gesundheits- und Pflegebereich.

          „Der Fachkräftemangel ist kein flächendeckendes Phänomen, sondern er tritt in einzelnen Berufsgruppen und Wirtschaftszweigen massiv auf, in anderen noch gar nicht“, hält Nitschke fest. Ausschlaggebend sei vor allem das Qualifizierungsniveau der Mitarbeiter. So ist bei den Helferberufen kein Fachkräftemangel, sondern ein Fachkräfteüberschuss zu erwarten. Über den gesamten Betrachtungszeitraum, d.h. bis zum Jahr 2025, übersteigt das Angebot an Fachkräften die entsprechende Nachfrage. Hier sieht die IHK ein Fachkräftepotential, das in den kommenden Jahren erschlossen werden sollte.Durch gezielte Weiterbildungsmaßnahmen können mögliche Lücken in höheren Qualifikationsstufen ausgeglichen und Menschen bessere Perspektiven eröffnet werden.

          An die Politik appelliert Nitschke, die Rahmenbedingungen so anzupassen, dass weitere Fachkräftepotentiale erschlossen werden können. Dazu zählen die Verbesserung der schulischen und universitären Bildung, die gezielte Weiterbildung gering qualifizierter Arbeitskräfte und die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Auch bei der Anwerbung ausländischer Fachkräfte sieht Nitschke Handlungsbedarf. Die Absenkung der Bruttojahresgehaltsgrenze sei ein erster wichtiger Schritt gewesen. Zudem müssten die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse und der Arbeitsmarktzugang für ausländische Absolventen deutscher Hochschulen erleichtert werden. „Wir brauchen in Deutschland eine Willkommenskultur.
          Ausländische Fachkräfte sollen gerne nach Deutschland kommen und auch in unserem Land bleiben wollen“, so Nitschke weiter.

          Der IHK-Fachkräftemonitor wurde 2008 im Auftrag der baden-württembergischen IHKs von dem Wirtschaftsforschungsinstitut WifOR, Darmstadt, entwickelt.
          Die Webanwendung wurde nun erweitert und enthält neben aktuellen Daten zahlreiche neue Funktionen und eine verbesserte Nutzerfreundlichkeit. Der IHK-Fachkräftemonitor basiert auf Daten der IHK-Konjunkturumfragen, der Bundesagentur für Arbeit, der Statistischen Ämter sowie des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung.

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