Bensheim – Skimming-Fall in der Hauptstraße

        Bensheim / Metropolregion Rhein-Neckar – Bislang noch keine Geschädigten – Polizei rät zu erhöhter Vorsicht am Geldautomaten

        Bei einem Geldautomaten im Vorraum einer Bank in der Hauptstraße (obere Fußgängerzone) ist am Mittwochnachmittag (2.6.10) kurz vor 18 Uhr eine zum Ausspähen der EC-Kartendaten installierte so genannte “Skimming-Einrichtung” entdeckt worden. Bislang sind der Polizei noch keine Schadensfälle von Kunden der betroffenen Bank bekannt. Kunden der Bank, die vor der Entdeckungszeit Geld an dem Automaten geholt haben, sollte jedoch ihre Kontoauszüge aufmerksam prüfen und bei unberechtigten Kontobewegungen sofort mit ihrem Geldinstitut Kontakt aufnehmen und bei der Polizei Strafanzeige erstatten. Die noch unbekannten Täter hatten Manipulationen am Karteneinzug vorgenommen, diesen mit einem Kartenlesegerät versehen und verdeckt ein Mobiltelefon mit Kamerafunktion zum Ausspähen der PIN angebracht. Die Polizei stellte die Geräte sicher. Die Kriminalpolizei (K23) in Heppenheim ermittelt. Die Ermittlungen dauern an. Erst in der letzten Woche hatten bislang unbekannte Täter an einem Geldautomaten in der Heppenheimer Friedrichstraße Daten von Bankkunden ausgespäht (wir haben berichtet- siehe unsere PM vom 1.6.2010). Hier haben sich inzwischen mehrere Betroffene an die Polizei gewandt und Strafanzeige erstattet. Auch in Darmstadt kam es in der letzten Woche während des Schlossgrabenfestes zu Angriffen auf Geldautomaten.

        Beim “Skimming” handelt es sich um das Ausspähen von Kartendaten von Bankkunden. Vorwiegend werden von den Tätern nicht überwachte “Außenautomaten” mit hoher Kundenfrequenz ausgesucht. Sie bringen an den Karteneinschubschlitz ein Vorsatzgerät an, welches in Art und Aufmachung dem Original entspricht und von Kunden nicht auf den ersten Blick als Manipulation erkannt wird. In dem Vorsatzgerät befindet sich die Elektronik zum Auslesen der Kartendaten. Die PIN-Nummern werden durch versteckt bzw. getarnt angebrachte Miniaturkameras oder durch Tastaturaufsätze ausgespäht. Beim Einschub der Zahlungskarte durch einen Kunden werden die Kartendaten dann ausgelesen und gespeichert. Die so erlangten Daten werden auf Magnetstreifen von Kartenrohlingen kopiert und diese dann ausschließlich an Geldausgabeautomaten im Ausland eingesetzt. In Deutschland können diese Kartendubletten aufgrund bestimmter Sicherheitsmerkmale auf den Originalkarten nicht eingesetzt werden. Die Polizei rät Bankkunden bei Transaktionen an Geldautomaten besonders aufmerksam zu sein. Sollten sich Verdachtsmomente auf illegal angebaute Lesegeräte oder anderes ergeben, sollten sich die Kunden unmittelbar mit dem Bankpersonal und der Polizei in Verbindung setzen. Besonders an viel frequentierten Geldautomaten rät die Polizei zu erhöhter Wachsamkeit. Decken Sie die Eingabe Ihrer PIN zum Beispiel auch vorsorglich immer mit der zweiten Hand ab.

        Darüber hinaus bittet die Polizei, sollten sich Hinweise darauf ergeben, dass Personen an einem Geldautomat manipulieren, sie sofort zu informieren (Polizei-Notruf 110) und diese Person(en) nach Möglichkeit bis zum Eintreffen der Beamten im Auge zu behalten. Auch in dem aktuellen Fall aus Bensheim sucht die Polizei nach Zeugen, die am Mittwoch (2.6.10) oder an den Tagen zuvor an dem Automaten oder in dessen Nähe verdächtige Personen beobachtet haben. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei in Heppenheim unter der Telefonnummer 06252/706 0 entgegen.
         

        • PREMIUMPARTNER
          Pfalzbau Ludwigshafen


          PREMIUMPARTNER
          Partyservice Weber


          PREMIUMPARTNER
          HAUCK KG Ludwigshafen

          PREMIUMPARTNER
          Schuh Keller


          PREMIUMPARTNER
          VR Bank Rhein-Neckar

          PREMIUMPARTNER
          Hochschule Ludwigshafen


          PREMIUMPARTNER


          

          web
stats

          ///MRN-News.de      
          NACH OBEN SCROLLEN
          X