Ludwigshafen – Festival “Kindertheater International 09”

        Ludwigshafen / Metropolregion Rhein-Neckar – 54 Vorstellungen in Ludwigshafen, Speyer, Bad Dürkheim und Haßloch vom 1. bis 11. November 2009
        Eine Maulwurffamilie mit Migrationshintergrund, eine Schildkröte namens Tranquilla Trampeltreu, eine weinende Elfe, ein Kamel, das einen Löwen zum Freund hat, graue Männer, die Zeit stehlen – diese und weitere spannende sowie anrührende Geschichten stehen vom 1. bis 11. November 2009 auf dem Programm des Festivals “Kindertheater International 2009”. Insgesamt 15 verschiedene Stücke werden in 54 Theatervorstellungen vor Kindern und Jugendlichen gezeigt. Die Reihe wird unter dem bewährten Motto “Freundschaft, Feindschaft, Fremdsein, Anderssein” gemeinsam von den Städten Speyer, Bad Dürkheim, Haßloch und Ludwigshafen veranstaltet.
        “Das ,Festival Kindertheater International’ soll dazu beitragen, den jungen Zuschauern klarzumachen, wie wichtig gute Freunde sind und dass die Werte Toleranz und Zivilcourage für Menschen auf der ganzen Welt richtungsweisend sein sollten”, erklärte Kulturdezernentin Prof. Dr. Cornelia Reifenberg in einer Pressekonferenz am 9. Oktober 2009. “In diesem Sinne dürfen wir uns auf anregende Theaterwochen freuen, die ausdrücklich vermitteln, dass Anderssein eben auch nur völlig normal ist”, ergänzte die Beigeordnete.
        In den elf Tagen wird dem Publikum ein vielseitiges, humorvolles aber auch nachdenkliches Programm geboten. So wird zum Beispiel eine Produktion vom Kinder- und Jugendtheater Speyer nach einer Fabel von Michael Ende aufgeführt: Tranquilla Trampeltreu. Ein Stück, in dem eine langsame Schildkröte das rauschende Hochzeitsfest des Sultans Leo miterleben will. Allerdings ist sie mit ihren kurzen, stämmigen Beinen nicht wirklich schnell. Es bleibt offen, ob sie das Fest rechtzeitig erreichen wird.
        Ebenfalls von Michael Ende kommt der Stoff für Momo, umgesetzt vom Theater Blaues Haus aus Krefeld-Hüls. Ein kleines Mädchen mit Lockenkopf, das so gut zuhören kann, dass es mitbekommt, wie seltsame graue Männer den Menschen Zeit stehlen, und diese dadurch immer unfreundlicher werden. Und dann verschwindet auch Momo…
        In Insalata Makkaroni hingegen geht es um das Zusammenleben von einer italienischen Maulwurfsfamilie und einer gewissen Frau Schneckenburger, die sich auf das Anlegen eines neuen Salatfeldes freut. Allerdings sind ihr dazu die Italiener im Weg. Wird das Salatfeld trotzdem noch bestellt werden? Das Figurentheater Hille Puppille aus Dülmen wird es verraten.
        Eine weitere spannende Frage stellt das aus Klotten stammende Tearticolo Theater: Kann man aus einem gelben und einem schwarzen Farbtopf einen Tigerbruder für die kleinen Schweinchen zaubern? Das fragt sich der Schweinepapa und macht sich ans Werk. Wie sich das Verhältnis vom Tigerbruder und den Schweinchen in Die Geschichte vom Tigerschweinchen entwickelt, das wird sich zeigen.
        In eine phantasievolle und zauberhafte Welt entführt Miriam Paul aus Stuttgart mit Lena´s Fenster. Lena wohnt in einem Haus im Garten. Eines Tages sitzt eine weinende Elfe auf ihrem Fensterbrett. Wie Lena und die Elfe sich näher kommen, ist im November zu erfahren.
        “Tierisches” bringt das Na und Theater aus Dortmund mit Glück für den Pechvogel mit. Dieser fällt aus dem Nest, doch wird er von den Tieren im Garten herzlich aufgenommen.
        Fast jedes Kind kennt wohl die Biene Maja. Ihre Geschichte wird von der Ludwigshafener Gruppe KiT’Z Theaterkumpanei gezeigt. Sie handelt von einer berühmten Ausreißerin, wie sie Waldemar Bonsels im Jahr 1912 erfunden hat. Die Vorführung wird in einem Zelt im Gemeinschaftshaus in Ruchheim zu sehen sein.
        Ebenso bekannt sind die Erzählungen rund um das Rumpelstilzchen, welches sich mit Liedern und Spinnradschlagzeug an das kleine und große Publikum wendet. Seit 1993 ist das Tamalantheater aus Fintel als professionelles Theater tätig und inszeniert klassische Märchen. Dabei wird die Einzigartigkeit der verschiedenen Vorstellungen durch eigene Musik mit Ohrwurmcharakter untermalt.
        Das Theater Freinsheim trifft mit ihrem Stück Irgendwie anders bereits im Titel direkt das Motto des Festivals. Auch wenn man irgendwie anders ist, kann das Leben mit den richtigen Freunden trotzdem doch irgendwie schön sein.
        Ich bin ich und Großvater und die Wölfe sind beides Werke des Berliner Theaters auf der Zitadelle. In ersterem glaubt ein Igel, dass er sich den anderen anpassen muss, um akzeptiert zu werden. Schließlich merkt er aber, wie besonders er mit seinen Stacheln und kurzen Beinen ist.
        Im zweiten Stück geht es abstrakter zu. Mina hat Probleme, die ihre Eltern nicht ernst nehmen. Also machen sich ihr Bruder, ihr Opa und sie auf in die Berge, um eine Lösung für ihre Probleme zu finden.
        Es ist klirrend kalt in der Antarktis. Auf einer Eisscholle haben sich das ungewöhnliche Paar Eisbär und Pinguin zusammengerauft, um sich gegen den mächtigen “King” und seine Bande durchzusetzen. Eiskalte Zeiten, ebenfalls vom Figurentheater Hille Puppille, vermittelt das gute Gefühl, gemeinsam stark zu sein.
        Noch ein ungleiches Paar geben Murat und Boltan ab. Murat das Kamel, das so durstig ist, dass es von der Quelle des gefürchteten Löwenkönig Boltan trinkt. Statt es zu fressen, beschließt Boltan sich vom weit rumgekommenen Kamel Geschichten erzählen zu lassen. Ein bisschen wie in Tausend und einer Nacht geht es in Ein Freund für Löwe Boltan vom Nürnberger Theater Mummpitz zu.
        Eine packende Geschichte für die Kinder hält auch das Erfreuliche Theater aus Erfurt mit ihrem Stück von Wölfen und anderen Schafen für die Kinder bereit. Von Wölfen, die alle zwölf mal zwölf Jahre das Image der Wölfe einmal anders auslegen dürfen. Mal sehen, was der weiße Wolf sich dieses Mal hat einfallen lassen…
        Schließlich trifft r@usgemobbt.de den Nerv der Zeit. Die Darbietung von Comic on! aus Köln behandelt die missbräuchliche Nutzung von Handys und Computern im jugendlichen Alter. Mit viel Musik verdeutlicht das Theaterstück auf einfühlsame, aber auch drastische Weise, wie der Umgang mit den neuen Kommunikationsmitteln immer aus-geprägter wird und wie sich dieser auf das Handeln auswirkt.
        Das “Festival Kindertheater International” wird finanziell unterstützt durch die Beauftragte der Landesregierung für Migration und Integration, Maria Weber.
        Das Programm gibt es  im Bürgerservice des Rathauses und in der Stadtbibliothek. Außerdem kann es im Internet unter www.ludwigshafen.de heruntergeladen werden.

        • PREMIUMPARTNER
          Pfalzbau Ludwigshafen


          PREMIUMPARTNER
          Congressforum Frankenthal


          PREMIUMPARTNER
          HAUCK KG Ludwigshafen

          PREMIUMPARTNER
          Schuh Keller


          PREMIUMPARTNER
          VR Bank Rhein-Neckar

          PREMIUMPARTNER
          Hochschule Ludwigshafen


          PREMIUMPARTNER


          

          web
stats

          ///MRN-News.de      
          NACH OBEN SCROLLEN
          X