Landau / Rhein-Neckar – Nach dem Besuch im Fort und der Besichtigung der dortigen Gänge stärkten sich die „Land(l)auskinder“ am vergangenen Freitag in der Zooschule beim Mittagessen. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung Landau waren an der Reihe, einen Ferientag im Rahmen des neuen Betreuungskonzeptes zu gestalten. Und dieses Konzept für Kinder von Mitarbeitern elf Landauer Behörden und Institutionen geht auf: Die knapp30 „Land(l)auskinder“ waren mit Eifer beim vielfältigen Programm der ersten Ferienwoche dabei. Auch die Beigeordnete und zuständige Dezernentin Maria Helene Schlösser machte sich vor Ort ein Bild von dem bunten Treiben und begrüßte die Gruppe.
Christine Hörbel und Melanie Reinhold sind als pädagogische Fachkräfte täglich dabei und werden von den jeweiligen Mitarbeitern der Institutionen unterstützt. „Auf was freut ihr euch denn heute am meisten?“, wollte Hörbel wissen, nachdem die kleinen Mägen mit Frikadellen, Kartoffeln und Schokopudding gefüllt waren. „Schildkröten, Vögel, Schlangen, Reptilien, Ziegen streicheln, Raubtiere schauen“, kam sofort die Antwort aus verschiedenen Mündern. In zwei Gruppen aufgeteilt ging es auf Besichtigungstour mit den ….Katleen und Heike. „Seid bitte nicht so laut, die Tiere wohnen hier und wir wollen ja nicht unhöflich sein, indem wir rumschreien“, wurde der Nachwuchs noch gebeten. Dann gings ins Warm- und Affenhaus zu Wasserschildkröten, Kaimanen und Äffchen. Neugierig und interessiert stellten die Kinder Fragen zu den Tieren und erfuhren dabei, dass Wasserschildkröten und Kaimane im gleichen Becken schwimmen können, weil die Panzer der Echsen zu hart für die kleinen Krokodile aus Südamerika sind. Und dass die Stacheln der Bartagame gar nicht so hart und spitz sind wie sie aussehen.
Am Ende dieses weiteren aufregenden Tages der Woche waren die kleinen Naturforscher müde: „Die Eltern bekommen ihre Sprösslinge ausgetobt zurück“, erklärt Schlösser mit einem Lächeln.
Die Betreuung für schulpflichtige Kinder zwischen 6 und 15 Jahren wurde organisiert von der Arbeitsgruppe „Land(l)auskinder“, die sich aus Vertretern von 10 Landauer und Behörden und Institutionen sowie der Bundespolizeiabteilung in Bad Bergzabern zusammensetzt. Zwischen 7 und 17 Uhr werden 30 Kinder pro Woche in den ersten beiden Ferienwochen betreut.
Pro teilnehmender Behörde seien drei Plätze für Kinder vergeben worden, welche auch schnell ausgebucht gewesen seien. „Durch Zuschüsse des Innenministeriums und des Landesjugendamtes und natürlich durch den Arbeitseinsatz der Mitarbeiter liegen die Kosten pro Kind und Woche bei 50 Euro“, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadtverwaltung, Anja Bischoff-Fichtner, die mit zum Organisationsteam gehört. Jede der Behörde und Institutionen gestaltet einen oder zwei Tage während des Ferienprogramms – in jeder nur möglichen Form. Die Universität beteiligt sich finanziell, die Sparkasse übernimmt das Catering, die kostenlose Kontoführung die VR-Bank.
Es sind außerdem jeweils einige Mitarbeiter zur Betreuung vor Ort, sie unterstützen die beiden täglich anwesenden pädagogischen Fachkräfte. Die Mitarbeiter erhalten hierfür Sonderurlaub, da diese Tätigkeit dem Engagement in einem Verein gleichgestellt ist. Es werde als keine Arbeitszeit unrechtmäßig verschwendet. „Der Aufwand pro Behörde ist relativ gering, der Nutzen für viele Mitarbeiter allerdings hoch“, ergänzt die Gleichstellungsbeauftragte. Angeboten werden Ausflüge sowie lehr- und spaßreiche Tagesgestaltungen.
Zuletzt aktualisiert am 26. Dezember 2013, 00:47

































