Mannheim – Universität beruft Nachwuchswissenschaftler

Mannheim / Metropolregion Rhein-Neckar – Juniorprofessur als Karrieresprungbrett – Mit dem 34-jährigen Informatiker Professor Heiner Stuckenschmidt hat die Universität Mannheim erstmals innerhalb des eigenen Hauses einen Juniorprofessoren auf eine ordentliche Professor berufen. Sie tritt damit dem Argument entgegen, Juniorprofessoren hätten keine Chance auf eine langfristige Perspektive an der eigenen Universität.


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Sieben Jahre nach Ihrer Einführung im Jahr 2002 wurde die Juniorprofessur vielfach bereits zum gescheiterten Experiment erklärt. Die Idee des neuen Instrumentes war es, viel versprechenden Nachwuchswissenschaftlern möglichst früh die Möglichkeit zur selbstständigen Forschung und Lehre zu geben und so die Abhängigkeit von etablierten Lehrstuhlinhabern zu verringern. Hierdurch sollen junge Wissenschaftler in die Lage versetzt werden, möglichst früh ein eigenes Profil zu entwickeln. Es wurde jedoch häufig kritisiert, dass die Juniorprofessur durch die meist fehlende Option einer Übernahme auf eine Lebenszeitprofessur im internationalen Vergleich zu wenig attraktiv sei.

An der Universität Mannheim findet sich nun ein Beispiel dafür, dass die Juniorprofessur als Karrieresprungbrett in der Wissenschaft taugt. Heiner Stuckenschmidt hat  einen Ruf der Universität Mannheim auf eine Professur für Künstliche Intelligenz im neu geschaffenen Zentrum für Wirtschaftsinformatik angenommen. Vorangegangen waren die erfolgreiche Zwischenevaluation durch die Fakultät sowie ein Ruf auf einen Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik an der Universität Paderborn. “Professor Stuckenschmidt hat die an ihn als Juniorprofessor gestellten Erwartungen in jeder Hinsicht weit übertroffen. Wir sind daher froh, dass es uns gelungen ist, ihn mit einer vorgezogenen Besetzung des Lehrstuhls Praktische Informatik II dafür zu gewinnen, an unserer Fakultät zu bleiben. Über seine Entscheidung freuen wir uns sehr, trägt er doch in Forschung und Lehre enorm zur Reputation des Instituts für Informatik bei”, kommentiert Professor Felix Freiling, Dekan der Fakultät für Mathematik und Informatik, die Entscheidung von Professor Stuckenschmidt, weiterhin an der Universität Mannheim zu forschen.

Die im Rahmen der Besetzung neu ausgerichtete Professur beschäftigt sich mit Grundlagen und Anwendungen der so genannten Künstlichen Intelligenz, die es zum Ziel hat, Systeme zu bauen, die intelligentes Verhalten aufweisen. Schwerpunkt ist hierbei die Entwicklung intelligenter Suchmaschinen für das so genannte Semantic Web, welches sich zum Ziel gesetzt hat, die Inhalte des World Wide Web stärker zu strukturieren und so in formaler Form zu beschreiben, dass die Inhalte von entsprechenden Suchmaschinen besser verstanden werden. Hieraus ergeben sich für den Benutzer völlig neue Informationsmöglichkeiten und Dienstleistungen, die auf der Auswertung von Webinhalten basieren. Die neue Ausrichtung ist Teil des Ausbaus der Wirtschaftsinformatik an der Universität, die in die Gründung einer Fakultät für Wirtschaftsinformatik münden soll.

Die Professur startet unter guten Vorzeichen: Bereits im Herbst letzten Jahres wurde durch das Bundesforschungsministerium das Spitzencluster “Organische Elektronik” mit einem Fördervolumen von 40 Millionen Euro in die Metropolregion Rhein-Neckar vergeben. An dem Projekt sind neben Professor Stuckenschmidt mit Professor Guido Moerkotte vom Lehrstuhl für Praktische Informatik III ein weiterer Informatiker sowie die Fakultät für Betriebswirtschaftslehre mit Professor Michael Woywode vom Lehrstuhl für Mittelstandsforschung und Entrepreneurship der Universität Mannheim beteiligt. Außerdem steht ein Vorhaben zur Entwicklung einer Europäischen Infrastruktur zur Unterstützung der Evaluation von Semantic Web Technologien kurz vor der Förderung durch die EU Kommission. “Wir leisten zwar in diesen Projekten nur einen kleinen Beitrag zum Gesamtkonzept, sind aber stolz darauf, an solch wegweisenden Projekten sowohl in der Region als auch europaweit beteiligt zu sein”, freut sich Professor Stuckenschmidt.

 

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