Weinheim – „Problemen nicht aus dem Weg gehen“

        Weinheim / Rhein-Neckar – OB Heiner Bernhard spricht beim Neujahrsempfang von einem „stattlichen kommunalen Konjunkturprogramm“ – Weinheims Oberbürgermeister Heiner Bernhard ist, wie fast alle Rathauschefs im Land, ein Fan des Stuttgarter Alt-OB Manfred Rommel. Das neue Buch des schwäbischen Urgestein-Politikers hat er zu Weihnachten bekommen, und beim traditionellen Neujahrsempfang am Sonntag (11. Januar) im Schloss zitierte Bernhard gerne daraus. Es heißt: „Die Zukunft gestalten“.
        Unter dieses Motto stellte Heiner Bernhard auch seine Neujahrsansprache, die stets im Mittelpunkt des Empfangs steht.
        Gerade in Weinheim, wo ein Jahr der Entwicklung und Bewegung hinter den Bürgerinnen und Bürgern liege, werde man den Problemen nicht aus dem Weg gehen. In seiner Rede forderte Bernhard zupackendes Handeln, Mut und Kreativität. Resignation in Zeiten der Krise wäre der falsche Weg, appellierte er und formulierte als Botschaft in Anlehnung an Barack Obamas Wahlslogan: „Ja, wir können“. Diesen Spruch höre man – zumindest auf Deutsch – leider meistens nur hinter vorgehaltener Hand.
        Dabei kündigte er für Weinheim ein „für unsere Verhältnisse stattliches Konjunkturprogramm an“. Sei 2008 das Jahr des Durchbruchs bei den großen Zukunftsprojekten der Stadt gewesen, wie der künftigen „Weinheim Galerie“ und dem Neuen Burgenviertel, so werde 2009 ein „Jahr des Aufbaus“ werden. Schon am 22. Januar werde der Grundstein für das große Shopping-Center in der Innenstadt gelegt. Bernhard: „Wir werden nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern in die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt investieren.“ Rund 30 Millionen Euro seien in der mittelfristigen Finanzplanung bis 2012 geplant, überwiegend für den Öffentlichen Personennahverkehr und in Einrichtungen der Bildung und Erziehung, also Schulen und Kindergärten – dafür nehme die Stadt auch „eine nicht geringe Neuverschuldung“ in Kauf. „Zum Nutzen der folgenden Generationen“, wie der OB betonte, „denn die Gleise der S-Bahn führen direkt in die Zukunft, Schulen und Kindergärten öffen die Türen dorthin.“
        Weinheim wolle das Mittelzentrum der Bergstraße sein, bekräftigte der Oberbürgermeister, „auch als Einkaufs- und Wirtschaftsstandort, wie wir das im kulturellen, gesellschaftlichen und touristischen Bereich schon lange sind“.
        Die Investitionen seien aber kein Anlass, betonte der OB, an kommunalen Steuerschrauben zu drehen. Andererseits seien aber auch keine Entscheidungen möglich, die Einnahmeverluste zur Folge haben. In diesem Zusammenhang verteidigte Bernhard auch die Preispolitik der Stadtwerke. Die GmbH müsse ihre Einkaufspreise auch an die Kunden weitergeben. „Alles andere würde die Ertragskraft schwächen, und das wäre unverantwortlich.“ Es dürfe nicht passieren, dass lokale Stadtwerke mit ihrer Verwurzelung vor Ort, ihren Arbeitsplätzen, ihrer Kundennähe und kommunalen Anbindung aus der Stadt verschwänden.
        Traditionell übergab der OB mit gespielter Entrüstung einen symbolischen Rathausschlüssel an die Blüten-Faschingsprinzessin Kim I. Die Fastnachter, die ebenso wie die Bürgerwehr den Rahmen für den Neujahrsempfang boten, haben in diesem Jahr besonderen Grund zu feiern. Die „Blüten“ gründeten sich vor 55 Jahren, das ist für Narren ein besonderes Jubiläum, wie Präsident Wolfgang Piorkowski betonte.
        Schreinermeister Helge Eidt wünschte dem Oberbürgemeister namens der Weinheimer Handwerksinnungen viel Erfolg im neuen Jahr und überreichte symbolisch Brot, Wurst und Woinemer Wasser, bevor die Faschings-Originale Bas Gret und Vetter Philpp der Empfangsgesellschaft gereimt die besten Grüße übermittelten.     

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