Mannheim – MVV investiert 48 Millionen in Fernwärme

        Mannheim / Rhein-Neckar – Fernwärme ist praktizierter Klimaschutz – MVV Energie legt Stufenplan zum weiteren Ausbau der umweltfreundlichen Fernwärme in Mannheim vor – Investitionen von über 37 Millionen Euro und Förderprogramm mit fast 11 Millionen Euro Mit einem Stufenprogramm will das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie in den nächsten 20 Jahren die umweltfreundliche Fernwärme in der Quadratestadt konsequent weiter ausbauen und damit die Klimaschutzziele der im Frühjahr vorgelegten Fernwärmestudie bis 2030 umsetzen. „Mannheim ist bereits heute mit einem Fernwärmeanteil von rund 59 Prozent Vorbild für Großstädte in Deutschland und Europa“, betonte MVV Vorstandsmitglied Dr. Werner Dub am Dienstag bei der Vorstellung des Maßnahmenpakets. „Unser Ziel bis 2030 heißt 70 Prozent“, ergänzte sein Vorstandskollege Matthias Brückmann. „Und das werden wir erreichen.“

          Auch für Mannheims Umweltbürgermeister Lothar Quast bildet der Ausbau der umweltfreundlichen Fernwärme „einen zentralen Baustein unseres städtischen Klimaschutzprojekts KliMA“. Dr. Werner Dub: „Fernwärme ist und bleibt eine der Schlüsseltechnologien, um in Städten Klima- und Umweltschutz auf der einen und Versorgungssicherheit mit bezahlbarer Wärmeenergie auf der anderen Seite unter einen Hut zu bringen.“ „Mit dem vorgesehenen Ausbau vermindern wir gleichzeitig auch die Belastungen unserer Bürger aus den Wärmegesetzen, da sie mit einem Anschluss an das Mannheimer Fernwärmenetz dies gesetzlichen Auflagen erfüllen,“ hob Mannheims Erster Bürgermeister Christian Specht die Bedeutung des Ausbaus für die Bürger hervor.

          In der ersten Stufe hat die MVV Energie nun die in den nächsten fünf Jahren umsetzbaren und wirtschaftlich Erfolg versprechendsten Stadtgebiete mit dem höchsten Anschlusspotenzial untersucht. „Wir wollen und werden bis 2013 insgesamt 37,5 Millionen Euro in die Verdichtung und den weiteren Ausbau unseres Fernwärmenetzes investieren,“ kündigte Dr. Dub an. Der Schwerpunkt des Netzausbaus ist dabei in den Stadtteilen Neckarstadt, Käfertal und Rheinau vorgesehen. Parallel will die MVV Energie in allen Stadtteilen innerhalb des bestehenden Netzgebietes – Rheinau im Süden bis zum Waldhof, zur Schönau und Sandhofen im Norden, der Schwetzinger- und der Innenstadt im Westen bis zur Vogelstang und Seckenheim im Osten – eine Verdichtung der Hausanschlüsse erreichen. Durch diese Erweiterung des Fernwärmenetzes schafft die MVV Energie nach Spechts Worten in Mannheim neue Vermögenswerte: „Durch das Netz wird Energie, gewissermaßen auf einer Straße, durch das Stadtgebiet transportiert. Dieses Netzt steht auch anderen Energieträgern langfristig zur Verfügung,“ weist Specht auf den wirtschaftlichen Wert der Infrastrukturmaßnahme hin. „Insgesamt,“ so MVV-Vertriebsvorstand Brückmann, „sehen wir in dieser ersten Stufe ein Ausbau- und Verdichtungspotenzial von rund 6.500 Hausanschlüssen.“ Davon will das Unternehmen bis zu 70 Prozent für die Fernwärme gewinnen. „Wenn uns das gelingt, werden wir in den nächsten Jahren knapp 20.000 Wohnungen neu an die Fernwärme anschließen.“ Dafür, dass das gelingt, legt die MVV Energie auch ein attraktives Förderprogramm für neue Fernwärmekunden auf. „Mit einer auf die individuellen Gegebenheiten zugeschnittenen Wechselprämie von durchschnittlich 2.700 Euro unterstützen wir die erforderlichen Arbeiten zum Umstellung der Wärmeversorgung in Bestandsgebäuden.“ Insgesamt, so rechnete Brückmann vor, stellt die MVV Energie damit bis 2020 knapp 10,8 Millionen Euro zur Verfügung: „Ein Wechsel zur umweltfreundlichen und kostengünstigen Fernwärme war in Mannheim noch nie so günstig.“

          Mannheim wird damit nach Überzeugung von Bürgermeister Quast zur „Modellstadt für eine ökologische und zukunftsorientierte Wärmeversorgung“. Mannheim nutze damit seine einzigartige Chance, den Klimaschutz entscheidend voranzubringen und mit dem Ausbau nachhaltiger Energietechnologien auch neue Arbeitsplätze zu schaffen. Mannheim und die Metropolregion Rhein-Neckar verfügen nach Quasts Worten bereits über eines der größten und modernsten Fernwärmenetze in Deutschland. Daraus ergebe sich nun auch das Potenzial für einen wirtschaftlich sinnvollen weiteren Ausbau. Gleichzeitig wolle die Stadt in Zusammenarbeit mit der MVV Energie alle Möglichkeiten des Energiesparens und der Steigerung der Energieeffizienz konsequent nutzen: „Die Fernwärmestudie hat gezeigt, dass wir bis 2030 den Energieverbrauch im Wärmebereich um 21 Prozent senken können, auch wenn im gleichen Zeitraum die zu beheizende Fläche um 20 Prozent zunehmen wird.“ „Damit werden auch“, so ergänzt Erster Bürgermeister Specht, „unsere ausgewiesenen Neubau- und Verdichtungsgebiete interessant. Durch einen kostengünstigen Anschluss an die Fernwärmeversorgung werden für „Häuslebauer“ die Vorgaben des Wärmegesetzes erfüllt. Dies ist gegenüber den Neubaugebieten der Nachbargemeinden ein erheblicher Standortvorteil“. So müssten in den Nachbargemeinden die Grundstückseigentümer erheblich in den Ausbau in die Versorgung mit Erneuerbaren Energien investieren: „Mannheim braucht auch aus finanziellen Gründen den Zuzug junger Familien, gleichzeitig muss die Abwanderung in die Nachbargemeinden verhindert werden.“ Für jeden Einwohner erhält die Stadt Mannheim nach Spechts Worten Zuweisungen aus den Steuereinnahmen und aus dem kommunalen Finanzausgleich. Der Ausbau der Fernwärme ist für ihn daher ein Angebot in Mannheim Eigentum zu erwerben und gleichzeitig etwas für die Umwelt zu tun.

          Bei der Fernwärme erntet Mannheim nach Auffassung von MVV Vorstand Dr. Werner Dub heute und in Zukunft die Früchte der zukunftsweisenden Entscheidungen in den 60er und 70er Jahren, als die Weichen für diese umweltfreundliche Wärmeversorgung gestellt wurden. Fernwärme werde heute sowohl von der Bundesund der Landesregierung als auch von der EU-Kommission in den unterschiedlichen Wärmegesetzen und –verordnungen zu Recht gleichgesetzt mit den Erneuerbaren Energien – zumal sie in Mannheim ausschließlich auf der Grundlage der besonders geförderten Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt wird. Mit dem geplanten Ausbau der Fernwärme und der verstärkten Nutzung Erneuerbarer Energien wird gleichzeitig der Wärmemarkt-Anteil der fossilen Energieträger weiter gesenkt. Quast: „Wir müssen gemeinsam diese Stellschraube nutzen, um auf lokaler und regionaler Ebene mit lokalen und regionalen Maßnahmen Umwelt- und Klimaschutz tatsächlich und direkt voran zu bringen.“ Mannheim stelle sich damit „an die Spitze der Bewegung“ und werde dies auch in ein regionales Energie- und Klimaschutzkonzept einfließen lassen. 

          www.mvv.de

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