Ludwigshafen – Arbeitskreis für Behindertenfragen

        Die SPD-Stadtratsfraktion hat einen neuen Arbeitskreis gegründet, der von Hans-Joachim Weinmann geleitet wird. Es ist der Arbeitskreis für Behindertenfragen, dem neben Weinmann auch Gabriele Albrecht, Carmine Ferrara, Udo Scheuermann, Dr. Michael Twertek und Arno Taglieber angehören.
        Arno Taglieber ist der 1. Vorsitzende der Interessengemeinschaft Behinderte und ihrer Freunde e. V. (IBF) und Dr. Michael Twertek ist Mitglied im Fahrgastbeirat der VBL/RNV. In diesem Arbeitskreis geht es unter Einbeziehung Betroffener vor allem um die Barrierefreiheit bestehender baulicher Anlagen und der barrierefreien Planung neuer Bauten in unserer Stadt. Dabei will der Arbeitskreis der SPD-Stadtratsfraktion und dem Arbeitskreis Soziales des Marketing-Verein Ludwigshafen e. V. zuarbeiten, um die Barrierefreiheit von Wohnungen, Geschäften, Praxen und öffentlichen Einrichtungen zum Dauerthema zu machen. So ist auf Anregung und Mitfinanzierung der IBF der Spielewanderweg an der Großen Blies in Angriff genommen worden und der erste Bauabschnitt ist unter Sicherstellung der Rollstuhlfahrergerechtigkeit abgeschlossen. Die nächsten Bauabschnitte sind zwar geplant, müssen aber noch finanziert werden.
        Als weitere aktuelle Themen nennt Weinmann:
        –        Sitzplätze für Rollstuhlfahrer im normalen Zuschauerbereich des Pfalzbaus.
        –        Rollstuhlfahrergerechter Umbau im Bereich der Umkleidekabinen, Toilettenanlagen und beim Zugang zum großen Schwimmbecken im Hallenbad Süd.
        –        Im Freibad Willersinnweiher ist der Zugang für Rollstuhlfahrer im Kassenbereich zu schmal und auch die Umkleidekabinen und Duschen sind nicht ausreichend groß. Das 50-Meter-Becken ist durch eine seitliche Treppenanlage auch im Interesse älterer Mitbürger zu erschließen. Für körperlich sehr eingeschränkte Besucher müsste ein Hublifter eingebaut werden.
        –        Im Wilhelm-Hack-Museum sind Aufzug und Toiletten auf ihrer Rollstuhleignung zu überprüfen. Die Ausstellungsfläche im Tiefgeschoss an der Seite zur Miro-Wand ist für Rollstuhlfahrer zu erschließen.
        –        Der Ebertpark soll zwar nun durch eine den Erfordernissen auch wirklich entsprechenden Rampe am Haupteingang stufenlos erschlossen werden, die Erreichbarkeit mit geeigneten Bussen und Straßenbahnen lässt aber mehr als zu wünschen übrig.
        Auch die Toilettenanlage im Ebertpark ist wenig zufriedenstellend: Die Eignung und der Standort der Anlage der Firma Decaux bzw. ein Standort im Parkgelände sind zu prüfen.
        –        ÖPNV-Haltestellen: Das Tiefbauamt der Stadt muss eine Prioritätenliste für die barrierefreie Umgestaltung der Haltestellen erarbeiten. Dies ist vorallen Dingen beim anstehenden Umbau der Endstelle Oppau sowie beim Ausbau der Hohenzollernstraße zu beachten. Die Haltestelle Kaiser-Wilhelm-Straße muss wegen der Erreichbarkeit des Pfalzbaus auch bald in Angriff genommen werden. Auch die Tiefhaltestellen Rathaus-Center und Hauptbahnhof sind zur Zeit für Rollstuhlfahrer absolut nicht nutzbar. Die Ausflugsziele im Nahbereich wie Parkinsel, Willersinn-Weiher, Riedsaumpark, Eulenpark und Wildpark Rheingönheim sind in die weiteren Überlegungen dringend mit einzubeziehen. Hier muss nach Meinung des Arbeitskreises ein konkreter Zeitplan über mehrere Jahre aufgestellt werden, der auch die Finanzierung (und mögliche Zuschussansprüche) beinhaltet. 
        Angesichts der demographischen Entwicklung hat eine grundsätzliche Betrachtung zum Thema barrierefreie Wohnungen in einzelnen Stadtquartieren zu erfolgen. Ein ständiger Kontakt mit den großen Wohnungsbaugesellschaften in der Stadt ist sicherzustellen. Grundsätzlich wünscht sich der Arbeitskreis, dass die Barrierefreiheit im Interesse aller Bewohnerinnen und Bewohner unsere Stadt als besonderes Recht anerkannt wird. Klar ist den Mitgliedern, dass dies einen großen finanziellen Aufwand bedeutet, der nicht von heute auf morgen erbracht werden kann. Bei der entsprechenden Planung von Anfang an könnten hier aber in Zukunft beträchtliche Mittel für spätere Änderungen eingespart werden.

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