Mannheim – Vorsicht erneute “Skimming” Fälle

        Mannheim (ots) – Vorsicht am Geldautomaten! Polizei registriert erneut Fälle des “Skimmings” in Mannheim
         
        Haben sie in der letzten Zeit schon einmal auf Veränderungen am Geldautomaten ihrer Bank geachtet? Das machen Sie nie? Sollten Sie aber – so die Experten der Polizei.
         
        Seit längerer Zeit haben skrupellose Ganoven die Nutzer dieser praktischen Maschinen als Opfer im Visier. Immer raffinierter wird hierbei die Vorgehensweise. Beim so genannten “Skimming” (engl. für: “abschöpfen”) montieren die Täter Lesegeräte am Kartenschlitz des Automaten oder am Türöffner und gelangen so an die elektronischen
        “Daten” der Bankkarte. Was nun noch fehlt, ist die dazugehörige PIN. Da die Kameras immer kleiner werden, stellt auch das kein größeres Problem für die Betrüger dar. Schnell ist ein entsprechendes Gerät oder gar eine manipulierte Tastatur platziert. Nun noch die ausgelesenen Daten auf eine Blankokarte, wie man sie in jedem gut
        sortierten Fachgeschäft erhält, übertragen und das Konto kann unbemerkt, meist durch Verfügungen im europäischen Ausland, geplündert werden.
         
        Im Jahr 2005 wurden beim Polizeipräsidium Mannheim erstmals zwei Fälle des “Skimmings” registriert. Im Folgejahr ermittelte die Polizei in drei Fällen mit einem Schaden von mehreren 10.000 Euro. Im Jahr 2007 mussten die Beamten in 12 Fällen der Manipulation von Geldautomaten bei vier Banken ermitteln. Der dadurch entstandene
        Schaden belief sich auf ca. 160.000 Euro.
         
        Im laufenden Jahr sind der Polizei in Mannheim bereits 13 Fälle des “Skimmings” bei vier verschiedenen Banken bekannt geworden, wobei es in nur drei Fällen tatsächlich zu einem finanziellen Schaden kam. Bei den restlichen Taten wurde die Manipulation rechtzeitig bemerkt. Der bisherige Schaden liegt bei ca. 80.000 Euro.
         
        Im letzten bekannt gewordenen Fall schlugen die Täter am 28.03.2008 bei einem Kreditinstitut in Bahnhofsnähe zu. Bis zum 18.04.2008 lasen sie dort unbemerkt die Daten der Kunden aus und ergaunerten sich damit bisher ca. 65.000 Euro.
         
        Anhand der jüngsten Fälle ist festzustellen, dass die Betrüger fast ausschließlich Minikameras einsetzen, um die Kunden beim Eingeben ihrer Geheimzahl auszuspähen. Somit ist es durch eine verdeckte Eingabe der PIN relativ leicht, einen Schaden zu
        verhindern. Weiterhin wurde festgestellt, dass die Ganoven die Lesegeräte seit dem letzten Jahr fast ausschließlich am Türöffner installieren, da die meisten Geldautomaten zwischenzeitlich mit entsprechenden Sicherungen versehen wurden.
         
        Da die Lesegeräte sehr professionell hergestellt und Manipulationen auch von Experten oftmals nur schwer festzustellen sind, gibt die Polizei folgende Tipps:
         
        – Führen sie die Eingabe der PIN verdeckt, für Dritte nicht sichtbar durch. Da die Mini-Kameras meist in unmittelbarer Nähe der Tastatur befestigt sind, hilft bei der Eingabe nur ein Abdecken der Tasten mit der zweiten Hand. Die Ermittler schätzen, dass ca. 50
        Prozent der bisherigen Schadensfälle mit diesem einfachen Mittel hätten verhindert werden können.
         
        – Sollten sie den Verdacht einer Manipulation haben, sehen sie von einem Einsatz ihrer Karte ab und wenden sie sich sofort an die Polizei oder an die Verantwortlichen der Bank. Nur ein zeitnahes Vorgehen erhöht die Chance der Festnahme der professionell agierenden Betrüger.
         
        – Benutzen sie nach Möglichkeit immer denselben Geldautomaten. Veränderungen fallen ihnen dadurch eher auf.
         
        Weitere Informationen zum Thema gibt es auch im Internet unter www.polizei-beratung.de

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