Sinsheim/Metropolregion Rheinneckar - „Volleyball 1. Bundesliga envacom volleys sinsheim“ - „Tammy Mahon - Die Globetrotterin“envacom volleys sinsheim Spielführerin Tammy Mahon über Sinsheim, ihre Kariere und ihren Olympiatraum.
Anfang Dezember konnten die envacom volleys sinsheim überraschend die Verpflichtung von Tammy Mahon, Spielführerin des Team Kanada, vermelden. Nach drei Monaten im Kraichgau hat sich die sympathische Kanadierin eingelebt und ihren festen Platz in der Mannschaft gefunden. Zeit ein Fazit zu ziehen und einen Ausblick zu wagen.
Hallo Tammy, wie geht es dir?
TAMMY MAHON: „Danke, sehr gut! Wir haben ja jetzt zweimal in Folge gewonnen“.
Wie ist die Stimmung im Team? Es sind nur noch drei Spieltage um den Klassenerhalt noch zu schaffen, warum hat es so lange gedauert, bis die Mannschaft in Fahrt kam?
MAHON: „Die Stimmung in der Mannschaft stimmt. Dazu haben natürlich auch die zwei Siege beigetragen. Die Mädels ziehen alle wunderbar mit. Wir sind viel weiter als im Dezember. Zum einen hatten wir Anfangs der Runde viel verletzungsbedingte Ausfälle, ein Einspielen war so nie möglich, zum anderen konnte im Dezember mit Diana Castaño und mir die Qualität und Quantität im Kader erhöht werden. Wir sind somit variabler und die Verantwortung liegt auf mehreren Schultern. Schade, dass die Runde nun schon zu Ende geht“.
Du bist nun auch Spielführerin. Wie kam es dazu?
MAHON: „Marie Frick wollte das Amt nicht weiterführen. Sie wollte sich mehr auf ihr Spiel konzentrieren. Dann hat Stefan Bräuer neu wählen lassen und die Mädels haben mich gewählt. Das freut mich sehr, da ich ja erst im Dezember zur Mannschaft gestoßen bin“.
Wie kam es, dass du in den Kraichgau gekommen bist?
MAHON: „Ich habe letztes Jahr in Griechenland gespielt. Seit August habe ich mich mit dem Team Canada auf die Olympia Qualifikation vorbereitet. Hierzu sollten wir im Januar ein Turnier in Mexiko spielen. Das Turnier wurde jedoch Ende November plötzlich auf Mai 2012 verlegt. Unsere Vorbereitung wurde umgeplant und ich war ohne Team. Mit Sinsheims Trainer Stefan Bräuer stand ich schon vor der Saison in Kontakt, da habe ich ihn angerufen und eine Woche später war ich hier (lacht)“.
Wie war dein erster Eindruck?
MAHON: „Sehr gut. In Deutschland ist alles sehr gut organisiert. Ich habe vorher u.a. in Griechenland, Rumänien und Aserbaidschan gespielt. Da musste ich mich um viel mehr selbst kümmern. Auch die Fans hier sind sehr gut, feuern die Mannschaft an. In Griechenland war es schon krass, die Fans sind völlig fanatisch. Zu Auswärtsspielen kamen wir unter Polizeischutz in die Hallen. Auch Sinsheim und Heidelberg gefallen mir als Städte. Athen war für mich als Mädchen vom Lande doch etwas heftig“.
Wie geht es mit dir nach der Saison weiter?
MAHON: „Nach der Saison steht die Vorbereitung auf das Olympia Qualifikationsturnier an. Ich hoffe wir können uns qualifizieren. Olympische Spiele sind mein großer Traum. Danach werden wir sehen. Olympische Spiele 2016 halte ich derzeit für mich nicht für realistisch. Ich sollte dann jüngeren Platz machen. Persönlich könnte ich mir vorstellen noch weiter zu spielen, ich bin einfach immer noch Volleyball verrückt“.
Kannst du dir auch ein weiteres Jahr in Sinsheim vorstellen?
MAHON: „Ja, warum nicht?“
Was willst du nach deiner Karriere machen?
MAHON: „Ich will auf jeden Fall dem Sport verbunden bleiben. Aber Trainerin möchte ich nicht werden“.
Wie kamst du eigentlich zum Volleyball?
MAHON: „Ich kam in der Schule zum Volleyball. Bis 17 habe ich allerdings alle Sportarten gemacht. So war ich auch als Hochspringerin in der kanadischen Jugendauswahl. Im College habe ich mich dann aber für Volleyball entschieden, da dies mir am meisten Spaß gemacht hat“.
Wie kam der Sprung nach Europa?
MAHON: „Ich habe fünf Jahre für die University of Manitoba gespielt. Ein Jahr davon auch für Team Canada. Ich konnte mir nie vorstellen Profi zu werden. Als ich mit dem Team Canada unterwegs war, habe ich mitbekommen, woher mein Mitspielerinnen alles kamen. Ich wurde dann von einem Trainer angesprochen, der fragte ob ich in Schweden spielen würde. So kam ich nach Europa und wurde Profi“.
Zurück zu den envacom volleys sinsheim. Wie siehst du die Chancen auf den Klassenerhalt?
MAHON: „Es sind noch drei Spiele, wir sind gut drauf und haben einen Lauf. Und mit unseren fantastischen Fans im Rücken!“
Tammy wir danken dir und wünschen euch viel Erfolg!
-pp-
Weitere Informationen: http://www.envacom-volleys-sinsheim.de
Bildrechte Tobias Johmann, envacom volleys sinsheim












































