Ludwigshafen/Metropolregion Rheinneckar - Vier von zehn Unternehmen in der Pfalz planen, in diesem Jahr Auslandsinvestitionen zu tätigen. Besonders hoch ist erwartungsgemäß der Anteil an Industrieunternehmen, die Investitionsmaßnahmen im Ausland durchführen werden: Mit 54% liegt er deutlich über dem Engagement von Handel (29%) und Dienstleistungen (27%). Dies sind die wichtigsten Ergebnisse einer Umfrage unter 1.800 pfälzischen Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen.
Von denjenigen Betrieben, die sich im Ausland engagieren, gibt die Hälfte an, ihr Investitionsvolumen konstant zu halten und knapp 40% (genau: 38%) werden ihre Investitionsausgaben steigern. Ein Blick auf die einzelnen Wirtschaftszweige zeigt, dass in Industrie und Handel die Bereitschaft hoch ist, das Auslandsengagement weiter auszubauen. So bestätigen 45% der befragten Industriebetriebe, dass sie ihr Ausgabenniveau erhöhen werden und bei 44% bleibt das Budget auf dem heutigen Stand. Ähnlich fallen die Absichten des Handels aus: Bei 44% werden sich die Ausgaben für Auslandsinvestitionen erhöhen und bei 54% gleich bleiben. Im Dienstleistungssektor erwägt dagegen ein Drittel der befragten Betriebe, sein Investitionsvolumen außerhalb Deutschlands zurückzuführen und zwei Drittel geben, ihren Etat konstant zu halten.
Die Schwerpunkte unterscheiden sich allerdings deutlich. Während im Handel und Dienstleistungssektor erwartungsgemäß als Hauptmotiv der Aufbau von Vertriebs- bzw. Kundendienststrukturen genannt wird, spielen in der Industrie neben dem Ausbau von Vertrieb bzw. Kundendienst (31%) auch der Produktionsaufbau zwecks Markterschließung (38%) bzw. zur Kostenersparnis (31%) eine wichtige Rolle.
Fast die Hälfte der befragten Unternehmen insgesamt (47%; Mehrfachantworten) teilt mit, dass die Haupt-Zielregion ihrer Investitionen die 15 „alten“ EU-Staaten sind. Ein Drittel der befragten Betriebe investiert in China und 30% in den „neuen“ EU-Mitgliedsländern. Russland und Südamerika folgen gleichauf mit jeweils 26% der Stimmen. Investitionen in Asien (ohne China) sowie in Nordamerika spielen lediglich eine untergeordnete Rolle (13% und 17%). Im Handel und im Dienstleistungssektor wird der Hauptanteil der Auslandsinvestitionen in den 15 „alten“ EU-Staaten getätigt. Dagegen ist in der Industrie die Streuung deutlich breiter: Zwar dominiert hier das Land China mit einem Anteil von 44%, aber zugleich melden jeweils 33% der Unternehmen, dass sie Investitionen in den EU-15-Staaten, in den neuen EU-Mitgliedsstaaten, in Russland sowie in Südamerika tätigen.























