Heidelberg - Verkehrssicherheit: Kranke Bäume werden gefällt

04.02.2012 00:48 | Rubrik: Regional | Ort: Heidelberg

Heidelberg / Metropolregion Rheinneckar - Das Landschaftsamt wird im Laufe des Februars kranke Bäume im Stadtgebiet fällen. Die Beseitigung ist erforderlich, da die Standsicherheit nicht mehr gegeben ist, Äste herabzufallen drohen und damit Gefahr für die Verkehrssicherheit besteht.

Gefällt werden zwei Kastanien an der Uferstraße im Bereich Wasserschachtel und am Römerstein sowie einer Pappel auf dem Neckarvorland östlich der DLRG-Station. Die Kastanien sind seit mehreren Jahren so geschädigt, dass nur durch regelmäßige Kappungen die Standsicherheit der Bäume gewährleistet werden konnte. Die Schädigungen sind jetzt so weit fortgeschritten, dass die Bäume nahezu abgestorben sind und eine Fällung aus Gründen der Verkehrssicherheit unvermeidbar ist.

An der Pappel auf dem Neckarvorland wurde vor Jahren bereits ein Pilz, der Zunderschwamm, festgestellt, der als Schwächeparasit vor allem bei älteren, geschädigten Bäumen auftritt. Er zerstört durch seine aktive Fäule rasch das Holz, sodass akute Bruchgefahr besteht. Die Fachleute des Landschafts- und Forstamtes haben sich daher für die Fällung des Baumes entschieden, der in den vergangenen Jahren bereits stark zurückgeschnitten worden war.

Im Frühjahr werden Nachpflanzungen mit rotblühenden Kastanien beziehungsweise einer Schwarzpappel erfolgen.

Schon seit einigen Jahren bereiten die Robinien im östlichen Abschnitt der Friedrich-Ebert-Anlage in Höhe der Peterskirche wegen ihrer lichten Krone und des schütteren Laubs den Fachleuten Sorgen. Ursache hierfür ist ein Pilz im Wurzelbereich, der die Versorgung der Kronenäste hemmt und das Absterben von Kronenteilen bewirkt. In den letzten Jahren wurde die Fällung von zwei der vier Robinien notwendig. In den nächsten Tagen werden nun die beiden verbliebenen Bäume beseitigt. Die Baumreihe wird in diesem Frühjahr wieder mit vier pyramidalen Eichen neu bepflanzt. Die Eichen sind wesentlich robuster, kommen mit dem städtischen Klima gut zurecht und sind schmaler als die Robinien, was für die örtliche Verkehrssituation günstiger ist.

In der Theaterstraße wird in Höhe des Theaterplatzes eine Kastanie, die bereits vorgeschädigt ist, aufgrund der Bauarbeiten am Theater entfernt.

Weitere Baumfällungen im Stadtgebiet 2012

An weiteren Standorten im Stadtgebiet werden in den nächsten Wochen in Abstimmung mit dem Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie Bäume gefällt. Die betroffenen Bäume sind ganz oder teilweise abgestorben beziehungsweise durch Pilzbefall und andere Einflüsse so geschädigt, dass eine Fällung zwingend notwendig ist. In vielen Fällen besteht Umsturz- oder Bruchgefahr. Nach Möglichkeit werden Ersatzbäume gepflanzt.

Kurfürsten-Anlage: Silberahorn (absterbend); B37/Bismarckstraße: zwei Pappeln (Pilzbefall / Wurzelfäule); Steubenstraße: Robinie (Pilzbefall/Wurzelfäule); Grahampark: Gleditschie (Kronenbruchgefahr); Kinderspielplatz Kastellweg: Birne, Tulpenbaum, Bergahorn (alle abgestorben); Uferstraße: zwei Kastanien (Umsturz-/Bruchgefahr), zwei Zierkirschen (Pilzbefall/absterbend); Jahnstraße: Schnurbaum (Wurzelfäule/Umsturzgefahr); Friedhof Neuenheim: Birke (Kronenbruchgefahr); Schelklystraße: Robinie (absterbend); Schlierbacher Landstraße: Bergahorn (Pilzbefall), Vogelkirsche (Kronenbruchgefahr); Julius-Springer-Schule: Blauglockenbaum (Pilzbefall/Umsturzgefahr); Umgehungsstraße Wieblingen: Spitzahorn (Kronenbruchgefahr); Kurpfalzring: Vogelkirsche (Kronenbruchgefahr); Friedhof Peterstal: Traubenkirsche (Kronenbruchgefahr).

Ersatzpflanzungen an den nachfolgenden Standorten wurden bereits ausgeführt oder benachbarte Gehölze übernehmen die Funktion der gefällten Bäume. In den dichten Gehölzbeständen werden dann die entsprechenden Lücken durch den vorhandenen Unterwuchs zu einem ökologisch funktionsgerechten Lebensraum geschlossen. Vielfach schützen die verbleibenden Baumwurzeln den Boden vor Erosionsgefahr. Ausgleichspflanzungen werden in diesen Fällen an geeigneteren Standorten ausgeführt.

Folgende Standorte sind betroffen: Sickingenstraße/Römerstraße: Trompetenbaum (Kronenbruchgefahr); B 3: Ulme (abgestorben); Heiligenbergstraße/Im Neulich: Nussbaum (Wurzelfäule/Umsturzgefahr), Pflaume (absterbend); Bruchhäuser Weg: Schnurbaum (Brandschaden); Schöne Aussicht: vier Robinien (absterbend/Wurzelfäule); Im Höllengrund: Linde (Pilzbefall); Schlierbacher Landstraße: Silberpappel (abgestorben); Umgehungsstraße Wieblingen: Spitzahorn (Kronenbruchgefahr); Kleingemünder Straße: Robinie (Wurzelfäule).