Heidelberg - Schafft der USC Heidelberg nochmals die Wende?

22.02.2012 23:17 | Rubrik: Basketball | Ort: Heidelberg

Heidelberg / Metropolregion Rheinneckar - Nach fünf Niederlagen in Folge steht der USC Heidelberg am Sonntag, 17 Uhr im Heidelberger Olympiastützpunkt, gegen die Giants aus Düsseldorf zweifelsohne mit dem Rücken zur Wand. Eine weitere Heimniederlage kann man sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr leisten, will man sich nicht nahezu aller Chancen auf ein Erreichen der Playoffs begeben. Im Falle einer gelungenen Revanche für das 89:95 am 9.11. in Düsseldorf bliebe man allerdings im Playoff-Rennen weiterhin dabei. Noch lebt die Hoffnung, dass die Trennung von Charles Burgess zur Stabilisierung des Teams und zu einer Wende geführt haben könnte. Das Auftreten des zumal verletzungsbedingt stark beeinträchtigten Sauer-Ensembles beim unglücklich verlorenen 85:90 am vergangenen Samstagabend in Paderborn stärkt diese Hoffnung. Auch ohne Janis Heindel und Paul Zipser und mit einem angeschlagenen Clint Sargent lieferten die verbliebenen "acht Aufrechten" einen großen Kampf und eine taktisch sehr disziplinierte Vorstellung und lagen eineinhalb Minuten vor der Schlusssirene sogar mit 85:83 in Führung. In jedem Fall macht die tadellose Leistung Mut für das Spiel am Sonntag. Dabei ist allen klar, dass es gegen die auf dem 6. Tabellenplatz liegenden Giants alles andere als ein Zuckerschlecken geben wird. Von Anfang an hatten die Düsseldorfer Verantwortlichen keinen Hehl daraus gemacht, dass für sie mit einem gegenüber Erstligazeiten kaum veränderten Etat - von 1,7 Millionen Euro war die Rede - nur der sofortige Wiederaufstieg ein ernsthaftes Thema sein konnte. Dass dies in der jedes Jahr stärker und ausgeglichener werdenden Pro A aber kein einfaches Unterfangen ist, musste man bald erkennen. Immerhin, mit 22:20 Punkten weisen die Düsseldorfer um den früheren Frankfurter Headcoach Murat Didin derzeit nur zwei Minuspunkte Rückstand gegenüber dem Tabellenvierten BV Chemnitz 99 auf und haben noch alle Chancen, ihr Vorhaben zu verwirklichen. Auch sie werden also hochmotiviert in das Match am Sonntagnachmittag gehen. Die Düsseldorfer hatten zuletzt ebenfalls mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Den Ausgang der Partie wird man als vollkommen offen ansehen können. Beim Hinspiel glänzten auf USC-Seite vor allem Jerrel Williams mit 14 Punkten und 9 Rebounds sowie Oliver Komarek, der mit 20 Punkten (8/14 aus dem Feld) Topscorer der gesamten Begegnung war.

Claus Ebert