Heidelberg/Metropolregion Rheinneckar - Kennen Sie in Ihrem beruflichen oder persönlichen Umfeld Menschen, die sich zum Beispiel trotz eines Zettels mit richtiger Zimmernummer in das falsche Büro „verirren“, die in Ihrer Anwesenheit keine Formulare ausfüllen und als Grund angeben, sie hätten sich gerade den Arm verstaucht oder gebrochen, ihre Brille nicht dabei oder dass diese Aufgaben ihr/e Partner/in immer zu Hause erledigt, die ihre Unterschrift langsam „malen“, die nicht auf Briefe reagieren, die Beförderungen ablehnen, weil sie dadurch schriftliche Arbeiten erledigen müssten, Menschen mit wenig Selbstvertrauen und schlechten Erinnerungen an die Schule, die oft deutlich mehr von Arbeitslosigkeit bedroht sind usw.?
Alles wissenschaftlich beobachtete Anzeichen und Gründe, dass es sich dabei um Menschen handeln könnte, die nicht lesen und/oder schreiben können. Insgesamt sind es nach neuen, gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen in der Bundesrepublik etwa 7,5 Millionen – also jede/r elfte - zwischen 18 und 64 Jahren, die davon betroffen sind (in Heidelberg knapp unter 14000). Weitere über 13 Millionen haben nur relativ schlecht ausgeprägte Lese- und Schreibfähigkeiten.
Seit vielen Jahren bietet die Volkshochschule Heidelberg sowohl für Menschen mit Deutsch als Muttersprache als auch für MigrantInnen Kurse zum Lesen-und-Schreiben-Lernen mit großem Erfolg an. Viele haben inzwischen z.B. den Führerschein gemacht oder können ihren Enkeln vorlesen.
Die Volkshochschule bittet darum, diese Menschen bzw. ihre Kontaktpersonen auf solche Kurse hinzuweisen und sie zu einer Teilnahme zu ermutigen. Interessierte können sich – gerne auch anonym – an die Volkshochschule, Tel. 06221 – 911 911, wenden oder an das bundesweit kostenlose, zentrale „Alpha-Telefon“ 0800 – 53 33 44 55.





















